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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Eskalation in der Ukraine
Tief besorgt
Stefan Schelp

ID: 1021334

(ots) - Erinnert sich noch jemand an die
Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine? Irgendwie
pittoresk, volkstümlich slawisch wirkte das Land auf uns.
Folkloristisch - und ewig weit entfernt. Wenn wir dagegen heute die
Szenen auf dem Maidan betrachten, scheint die Idylle von damals aus
einem anderen Leben zu stammen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine
Ashton gibt zu Protokoll, sie sei "tief besorgt". Anders Fogh
Rasmussen, der NATO-Chef, ist "ernstlich besorgt". Recht haben sie.
Die Ukraine steuert auf einen Bürgerkrieg zu. Geradezu verdächtig
ruhig war es in den letzten Tagen. Demonstranten räumten die Gebäude
der Stadtverwaltung, die Regierung ließ 240 Oppositionelle frei. Doch
die Ruhe war trügerisch. Aus dem Hintergrund schürt Julia
Timoschenko, die inhaftierte Oppositionspolitikerin, noch die Wut der
Demonstranten, Präsident Viktor Janukowitsch hält mit eigener
Propaganda dagegen. Entstanden ist der Konflikt, als der Präsident
überraschend das geplante Assoziierungsabkommen mit der Europäischen
Union auf Eis legte. Janukowitsch-Freund Wladimir Putin bot
zeitgleich alle nur erdenkliche Hilfe an. Ein Schelm, der Böses, gar
ein abgekartetes Spiel dahinter vermutete. Seither ist der
altbekannte Konflikt Ost gegen West, Russland gegen EU und USA,
West-Ukraine gegen Ost-Ukraine neu entbrannt. Seit ihrem Anfang ist
die Auseinandersetzung auch ein Stellvertreterkonflikt. Schlimmer
noch: Es fehlt nicht viel, und aus dem Konflikt erwächst der nächste
Bürgerkrieg. Mit unendlich viel Leid, unschuldigen Toten und einem
Land, das im Chaos versinkt. Die Europäische Union wird sich
deutlicher positionieren müssen als in der Vergangenheit, sie muss
eine gemeinsame Strategie mit den USA entwickeln. Der Druck auf beide
Konfliktparteien muss steigen - im Interesse des Friedens. Denn die
Ukraine ist Europa. Und sie ist weder folkloristisch noch weit




entfernt.



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Datum: 18.02.2014 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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