InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Regierungskrise in Italien
Der unverschämte Renzi
JULIUS MÜLLER-MEININGEN, ROM

ID: 1019982

(ots) - Regierungen wechseln in Italien beinahe so
häufig wie die Jahreszeiten. Mario Monti war 17 Monate
Ministerpräsident, sein Nachfolger Enrico Letta zehn Monate. Jetzt
ist Matteo Renzi, der respektlose Bürgermeister von Florenz, an der
Reihe, der seinen Vorgänger Letta in einem parteiinternen Putsch aus
dem Amt gejagt hat. Monti und Letta gewannen als seriöse
Politikertypen schnell das Vertrauen der wichtigsten EU-Partner. Die
Italiener begeisterten sie nicht. Beim unverschämten Renzi ist es
andersherum. Bei seinen Landsleuten kommt er an. International ist er
ein unbeschriebenes Blatt. Der Verdacht liegt nahe, hier profiliere
sich mal wieder einer auf Kosten der Italiener. Doch Renzi verdient
eine Chance. Seit sich der erst 39-Jährige in den Ring der nationalen
Politik begeben hat, setzt er zwar vor allem eine Duftmarke:
Respektlosigkeit. Das kann man ihm übel nehmen. Der positive Aspekt
dieser Respektlosigkeit ist, dass Renzi sie auch den verkrusteten
Strukturen in Italien entgegenbringt. Nun muss er zeigen, dass sein
Mantra von der "Verschrottung" der bisherigen Politikerklasse auch
für die italienischen Unzulänglichkeiten gilt und er es ernst meint
mit dem Abbau der Bürokratie, mit der Reform des Arbeitsmarkts und
der Reform der Institutionen. Seine große Chance ist die
Geschwindigkeit, mit der er sich durch die italienischen
Institutionen bewegt. Erst im Dezember wurde der Kommunalpolitiker
von knapp drei Millionen Italienern mit Dreiviertelmehrheit zum
Vorsitzenden der größten Mitte-links-Partei Italiens gewählt. Jetzt
wird er Ministerpräsident. Ein so rascher Aufstieg ist beispiellos in
der italienischen Geschichte.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten(at)neue-westfaelische.de



Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Ministerrücktritt im Fall Edathy
Nicht zu fassen
CARSTEN HEIL Schwäbische Zeitung: Kommentar: Das ging jetzt schnell
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.02.2014 - 20:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1019982
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Bielefeld


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 214 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Regierungskrise in Italien
Der unverschämte Renzi
JULIUS MÜLLER-MEININGEN, ROM
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Drastischer Anstieg von Essstörungen in NRW ...

Essstörungen greifen bei Mädchen und jungen Frauen aus NRW seit der Corona-Pandemie massiv um sich. Die Zahl der Betroffenen im Alter von 12 bis 29 Jahren stieg innerhalb von fünf Jahren um rund 42 Prozent an. Das berichtet die"Neue Westfäli ...

Hunderte antisemitische Straftaten in NRW ...

Bielefeld. Im vergangenen Jahr hat die Polizei in NRW 527 antisemitische Straftaten erfasst. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums der"Neuen Westfälischen"mit. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig (695), alle ...

Alle Meldungen von Neue Westfälische (Bielefeld)



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 78


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.