InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Lausitzer Rundschau: Ideologische Denke

Der Streit um die "Pille danach" erreicht den Bundestag

ID: 1019471

(ots) - Man kann ja durchaus nachvollziehen, dass die
Union eine Rezeptfreiheit für die "Pille danach" ablehnt. Wenn man
die Sache nicht medizinisch, sondern ideologisch durchdenkt. Dann
entspricht diese Haltung der konservativen Sexualmoral, die CDU und
CSU nach wie vor grundsätzlich für sich postulieren. Beim Nein zur
rezeptfreien "Pille danach" ist es also genauso wie beim Nein zur
vollständigen Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften oder
dem Nein zu einer liberaleren Suchtpolitik: Es sind die letzten
identitätsstiftenden Schlachten, die die vielfach markenkernlose
Union schlägt. Deswegen die sture Haltung, die sich am Donnerstag
auch im Bundestag noch einmal teilweise gezeigt hat und die die Große
Koalition entzweit. Nur: Die Bürger sind durch die Kämpfe der
70er-Jahre um Abtreibung und Verhütung gereift, sie wollen sich auch
in Fragen der sexuellen Selbstbestimmung nicht mehr als nötig
staatlich einengen oder sogar gängeln lassen. Die Union weigert sich
noch, dies anzuerkennen. Das ist ein Fehler. Zumal auch die
überwiegende Mehrheit der Experten die "Pille danach" ohne Rezept
befürwortet. So wie in anderen Ländern auch. Ein ungeborenes Kind
wird nicht geschädigt, denn es geht nicht um Abtreibung, sondern die
Einnahme verhindert nur eine Schwangerschaft. Medizinisch gilt die
Tablette überdies als weitgehend problemlos. Auch würde der Verkauf
durch Apotheken an Frauen in einer Notlage an eine Beratungspflicht
gekoppelt. So ließe sich im Ansatz klären, ob eine Betroffene das
Medikament auch tatsächlich benötigt. Die Liste der Pro-Argumente ist
nicht nur lang. Sie ist vor allem überzeugend.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik(at)lr-online.de



Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Schwäbische Zeitung: Leitartikel - Großes Problem für die Koalition Lausitzer Rundschau: EdathygateÜber den Fall Edathy und den Verdacht der Kinderpornografie
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.02.2014 - 21:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1019471
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Cottbus


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 137 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Ideologische Denke

Der Streit um die "Pille danach" erreicht den Bundestag
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Lausitzer Rundschau



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 53


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.