InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Kölner Stadt-Anzeiger: Olympische Spiele - Doping-Experte Wilhelm Schänzer warnt vor Vorverurteilung von Sportlern.

ID: 1015534

(ots) - Professor Wilhelm Schänzer lehnt eine pauschale
Vorverurteilung der Athleten im Zusammenhang mit Doping bei den
Olympischen Winterspielen ab. Der Leiter des Instituts für Biochemie
an der Sporthochschule Köln sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Donnerstagsausgabe): Doping ist natürlich nach wie vor ein Problem.
Aber da eine Dunkelziffer anzugeben, halte ich für schwierig."

Der Molekularbiologe Perikles Simon hatte zuvor erklärt, "60
Prozent der Sportler" seien gedopt, der Heidelberger Werner Franke
hatte die Spiele in Sotschi als "total verseucht" bezeichnet. Dazu
sagte Schänzer: "Solche Schlagzeilen verkaufen sich immer ganz gut.
Ich bin da vorsichtiger."

Schänzer sieht eine Gefahr vor allem bei den Doping-"Klassikern":
"Ich denke, es wird in erster Linie versucht, mit den Substanzen zu
arbeiten, bei denen sich über Jahre eine deutliche Wirkung gezeigt
hat. Und mit Substanzen, die eine Ähnlichkeit zu Stoffen haben, die
der Körper selbst produziert. Bei Epo und anabolen Steroiden ist das
der Fall." Ob neue, hoch gefährliche Substanzen zum Einsatz kommen,
beurteilt Schänzer zurückhaltend: "GW 1516 und Aicar sind auf die
Dopingliste gesetzt worden, weil man im Tierversuch festgestellt hat,
dass die Tiere damit ausdauernder wurden. Ob sie der große Renner
sind? Ich bin da skeptisch. GW 1516 können wir sehr gut nachweisen.
Aicar wird auch im Körper produziert, aber wir haben hier im Haus ein
Nachweisverfahren entwickelt."

Die Berlinerin Claudia Pechstein ist nach Schänzers Einschätzung
im Jahre 2009 zu Unrecht verurteilt worden: "Es gibt viele Daten, die
zeigen, dass sie auf Grund einer vererbten Anomalie ein
außergewöhnliches Blutbild hat. Aus meiner Sicht ist die Datenlage
bei Frau Pechstein nach heutigem Stand nicht ausreichend, um sie des
Dopings zu bezichtigen." Der Fall Pechstein sei einschneidend: "Ich




bin der Meinung, dass so etwas nicht passieren darf."



Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Kölner Stadt-Anzeiger: Große Koalition wird bis zum Sommer den Entwurf eines Anti-Doping-Gesetzes auf den Weg bringen Mitteldeutsche Zeitung: NSA-Affäre
Ex-Kanzleramtsminister Teltschik kritisiert Schnüffelpraxis
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.02.2014 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1015534
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Köln


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 235 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Olympische Spiele - Doping-Experte Wilhelm Schänzer warnt vor Vorverurteilung von Sportlern."
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Chris de Burgh outet sich als Fan des Kölner Doms ...

Der irische Sänger Chris de Burgh ("Lady in Red") ist ein Fan des Kölner Doms."Jedes Mal, wenn ich hier bin, gehe ich in den Dom. Es ist so ein fantastisches Gebäude, aber auch ein spiritueller Ort", sagte der Musiker dem" ...

Alle Meldungen von Kölner Stadt-Anzeiger



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 52


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.