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Schmerzmittel für Kinder: Gut wirksam, aber nicht harmlos

ID: 1015059

(ots) - In Deutschland versäumen Kinder jährlich etwa
eine Million Schultage wegen Kopfschmerzen. "Es gibt gut verträgliche
Schmerzmittel für Kinder. Leider werden rezeptfreie Schmerzmittel in
der Werbung oft verharmlost und als 'speziell für Kinder'
angepriesen. Eine Daueranwendung von Schmerzmitteln kann aber auch
bei Kindern Kopfschmerzen auslösen", sagte Prof. Dr. Boris Zernikow
beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der
Bundesapothekerkammer. Der Kinderarzt ist Chefarzt der Vestischen
Kinder- und Jugendklinik Datteln der Universität Witten/Herdecke.
Grundsätzlich gilt, dass Schmerzmittel ohne ärztlichen Rat nicht
länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehnmal
pro Monat eingenommen werden sollten.

Rezeptfreie Schmerzmittel mit Paracetamol oder Ibuprofen werden
bei Kindern oft eingesetzt. Beide Arzneistoffe haben Vor- und
Nachteile. Paracetamol ist gut verträglich und auch für die ersten
Lebensmonate zugelassen. Es gibt verschiedene Darreichungsformen wie
Tabletten, Zäpfchen oder Säfte. Paracetamol wirkt aber nur schwach
schmerzhemmend. Da es leicht zu gefährlichen Überdosierungen kommt,
darf die gewichtsabhängige Tageshöchstdosis nicht überschritten
werden. Zernikow: "Paracetamol ist in vielen Kombipräparaten
enthalten. Wer seinem Kind mehrere rezeptfreie Medikamente gibt, etwa
gegen eine Erkältung, sollte mit dem Apotheker über die Gesamtdosis
an Paracetamol sprechen." Ibuprofen wirkt stärker und länger
schmerzhemmend als Paracetamol. Gefährliche Überdosierungen sind
nicht bekannt. Ibuprofen ist erst für Kinder ab dem 6. Lebensmonat
zugelassen.

Etwa 7 bis 10 Prozent aller 7- bis 15-Jährigen leiden unter
Migräne. Ibuprofen ist Mittel der Wahl und sollte möglichst früh
gegeben werden. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht des




Kindes, maximal dürfen 600 Milligramm pro Tag eingenommen werden.
Zusätzlich können Arzneistoffe aus der Gruppe der Triptane bei
Migräneattacken helfen. Sie lindern die Begleitsymptome wie Übelkeit
und Erbrechen. Laut Zernikow sind Nasensprays mit dem Wirkstoff
Sumatriptan derzeit das Mittel der ersten Wahl für Kinder ab 12
Jahren. "Die Handhabung des Nasensprays unterscheidet sich von der
eines Schnupfensprays. Eltern und Jugendliche sollten sich die
korrekte Anwendung in der Apotheke demonstrieren lassen", rät
Zernikow.

Diese Pressemitteilung und weitere Informationen stehen unter
www.abda.de



Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg, MSc,
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel. 030 40004-134
E-Mail: u.sellerberg(at)abda.aponet.de

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Datum: 05.02.2014 - 10:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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