InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Westdeutsche Zeitung: Sozialpolitik und Schwarzarbeit =
von Peter Kurz

ID: 1014845

(ots) - Die Rente mit 63 oder auch der Mindestlohn
stehen unter Dauerfeuer: Belastung der Rentenkassen,
Generationen-Ungerechtigkeit, drohende Frühverrentungswelle, Verlust
von Arbeitsplätzen. Der Argumente sind viele. Und doch zieht die
Karawane der großen Koalition mit ihrer komfortablen Mehrheit weiter.
Nun kommt jedoch ein weiterer Vorwurf hinzu - aus wissenschaftlichem
Munde: Die Sozial-, Lohn- und Steuerpolitik von Schwarz-Rot fördere
die Schwarzarbeit.

Zwar erscheint es zweifelhaft, dass Wissenschaftler den Anstieg
der schon per definitionem im Dunklen liegenden Schattenwirtschaft in
konkreten Milliardenbeträgen beziffern können. Doch dass höhere
Arbeitskosten Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach Vermeidungsstrategien
suchen lassen, klingt nachvollziehbar.

Aber hat beispielsweise die Rente mit 63 diese Konsequenz? Dass
sie teuer wird, ist klar. Schon jetzt wurde die eigentlich fällige
Senkung des Rentenbeitrags gestoppt. Doch nur weil der Rentenbeitrag
nicht sinkt, werden Unternehmen und Angestellte diese Kosten nicht
durch Schwarzarbeit wieder hereinholen wollen. Auch die angesichts
der Misere in der Pflege dringend notwendige Erhöhung des
Pflegeversicherungsbeitrags wird nicht dazu führen, dass die Menschen
ihr Heil in der Schattenwirtschaft suchen.

Und der Mindestlohn? Wird der dazu führen, dass Unternehmen ihre
Niedrigstlöhner auf die Straße setzen und die daraufhin ihre Brötchen
schwarz verdienen? Diese müssten erst einmal Auftraggeber finden, die
das riskante illegale Spiel mitspielen. Vielleicht wird ja auch
umgekehrt ein Schuh daraus: dass nämlich durch einen Mindestlohn der
Unterbietungswettbewerb eingedämmt wird und Aufträge seriös
kalkuliert werden können.

Noch ein letztes in der Studie genanntes Beispiel: die unter der
sogenannten kalten Steuerprogression leidenden Arbeitnehmer. Die




stöhnen zwar zu Recht darüber, dass sie bei allenfalls leicht
steigenden Realeinkommen überproportional viel Steuern zahlen. Doch
werden sie deshalb sicher nicht ihre feste Stelle aufgeben und ihre
Arbeitskraft schwarz anbieten.



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten(at)wz.de
www.wz.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Erdogan in Deutschland
Merkwürdiger Dank
Bernhard Hänel Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Erneute Kritik an elektronischer Gesundheitskarte
Ungesund für den Patienten
Martin Fröhlich
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.02.2014 - 20:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1014845
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Düsseldorf


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 103 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Sozialpolitik und Schwarzarbeit =
von Peter Kurz
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kommentar: Die USA sind verloren / zu Trump und den Folgen ...

Von Lothar LeuschenDie Ereignisseüberschlagen sich. Nur wenige Stunden, nachdem die USA angekündigt hat, die Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland abzubrechen, kommt ebenso aufgeschreckt wie unausgegoren aus der Union in D ...

WZ-Kommentar zu: Lars Klingbeil ist neuer SPD-Fraktionschef ...

Der, auf den es ankommtVon Lothar LeuschenNormalerweise wäre es eine Randnotiz, dass Lars Klingbeil am Mittwoch im Otto-Wels-Saal des Reichstagsgebäudes zum neuen Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt worden ist. Aber in diesen Tagen ist nichts me ...

Alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.290
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 55


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.