Rheinische Post: Die Wunde des Vatikans
Kommentar Von Martin Kessler
(ots) - Bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals
hat sich die katholische Kirche nach Meinung vieler nicht gerade mit
Ruhm bekleckert. Doch wie so oft in großen und bisweilen
schwerfälligen Organisationen kommt eine Änderung des Verhaltens nur
langsam voran. Ausgerechnet der als zögerlich beschriebene frühere
Papst Benedikt XVI. hat in dem Skandal härtere Konsequenzen gezogen
als sein Vorgänger. Nach der heftigen Kritik der Vereinten Nationen
hat er in den eigenen Reihen durchgegriffen und pädophile Priester,
die übergriffig geworden waren, entlassen. Das mag den
Opfer-Organisationen immer noch zu wenig sein. Aber es war ein erster
wirksamer Schritt. Mit der Aufarbeitung ihres schlimmsten Skandals
der vergangenen Jahrzehnte ist die Kirche allerdings noch längst
nicht am Ende. Wichtiger als die Entlassung von Priestern oder
Bediensteten, die sich schuldig gemacht haben, ist, so etwas wie
diesen Skandal in Zukunft zu vermeiden. Auch hier muss die Kirche
offener und offensiver werden, will sie verlorene Glaubwürdigkeit
zurückgewinnen.
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Datum: 19.01.2014 - 20:33 Uhr
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