MicroTEC Südwest: Neue Forschungsprojekte der Mikrotechnologien am Start

03.08.2010 - 16:47 | 237428


Artikel von Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)

Mikrosystemtechnik-Innovationen für Gesundheit, Umwelt und Mobilität

Freiburg, 3. August 2010. Vier baden-württembergische Forschungsprojekte der Mikrotechnologien mit einem Gesamtvolumen von über 16 Millionen Euro gehen an den Start. Es handelt sich um die erste Welle der 30 gemeinsamen Entwicklungsvorhaben des Industrie- und Forschungsclusters MicroTEC Südwest. Die beteiligten Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen wollen mit mikrosystemtechnischen Lösungen bedeutende Innovationen erzielen, insbesondere in der Medizin- und Automobiltechnik. Weitere Partner werden Ausbildung, Know-how und Kooperationsprozesse in der Mikrosystemtechnik verbessern. MicroTEC Südwest ist Gewinner in der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Eine Gruppe unter Federführung der Roche Diagnostics GmbH, Mannheim, entwickelt mikrotechnische Bausteine und Herstellungsverfahren für In-vitro-Diagnosegeräte. Der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen erfordert eine deutliche Steigerung der Testeffizienz von Laboranalyse-Systemen, insbesondere durch einen verminderten Reagenzienverbrauch bei einem gleichzeitig erhöhten Durchsatz. Die gezielte Konsolidierung und Integration von Funktionen in miniaturisierten Bausteinen ist ein vielversprechender Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Der zweite Verbund mit der Stuttgarter Robert Bosch GmbH an der Spitze strebt die Entwicklung und Fertigung neuartiger Mikrosensoren für Fahrzeuge sowie anderen industriellen Anwendungsfeldern an. Es geht hierbei um robuste Abgassensoren auf der Basis von Siliziumkarbid, die dazu beitragen, Emissionen und Kraftstoffverbrauch weiter deutlich zu verringern und leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und zur Ressourcenschonung.

Mit neu entwickelten Lehrmodulen für den Schulunterricht und außerschulischen Mitmach-Aktionen will eine dritte Forschungs- und Industriegruppe bei jungen Menschen Interesse an der Mikrosystemtechnik wecken. Ziel ist, das Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten von Mikrotechnologien zu fördern, die Kreativität zu wecken und Nachwuchskräfte für dieses spannende und vielseitige Berufsfeld zu gewinnen. Im vierten Projekt werden Methoden entwickelt, mit denen Unternehmen den Produktentstehungsprozess optimaler - hinsichtlich Zeit und Qualität - gestalten können.



Unter dem Dach von MicroTEC Südwest arbeiten in Baden-Württemberg inzwischen über 340 Unternehmen und Dienstleister, Hochschul-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen gemeinsam daran, die Mikrosystemtechnik auf klar definierten Gebieten voranzubringen. Die Partner bilden einen sogenannten Cluster - eine regionale Ballung von Wissenschaft und Wirtschaft mit einem technologischen Schwerpunkt. Allein auf Seiten der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirken über 40 Lehrstühle und mehr als 1200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit. Das ist Europas größte Ansammlung an Forschern im Bereich der Mikrosystemtechnik. Etwa jedes siebte weltweit erteilte Patent zur Mikrosystemtechnik kommt aus dem Cluster. Der Verband Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. mit Sitz in Freiburg koordiniert und leitet die Aktivitäten innerhalb der Allianz.
Das Bundesforschungsministerium hatte MicroTEC Südwest Anfang 2010 in die Reihe der deutschen Spitzencluster aufgenommen. Im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung werden unter dem Dach von MicroTEC Südwest in den nächsten Jahren 30 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Volumen von 80 Mio. Euro begonnen. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den MicroTEC Südwest-Projekten. Zusätzlich unterstützt das Land Baden-Württemberg Infrastruktur, Ausbau und Management des Clusters.

Der Schwerpunkt liegt auf den Themengebieten Gesundheit, Umwelt und Mobilität. Damit deckt MicroTEC Südwest zentrale technologische und wirtschaftliche Zukunftsfelder ab, die Bundesforschungsministerin Annette Schavan in der kürzlich vorgestellten Hightech-Strategie 2020 definiert hat. Zugleich zählen Gesundheit, Umwelt und Mobilität zu den Schlüsselsektoren für die Zukunft der baden-württembergischen Wirtschaft, wie ein vor wenigen Tagen präsentiertes McKinsey-Gutachten für die Landesregierung aufgezeigt hat.

Ziel von MicroTEC Südwest ist es darüber hinaus, die international führende Stellung Baden-Württembergs im Bereich der Mikrotechnologien zu stärken - sowohl in der Ausbildung und Forschung als auch in der Produktentwicklung und Fertigung. Die Unternehmen und Forscher in der Allianz befruchten sich gegenseitig - branchen- und fächerübergreifend. Besonders auf den Gebieten der Automobil- und Medizintechnik strebt MicroTEC Südwest über sogenannte "Leuchtturmprojekte" bedeutende Innovationen für den Weltmarkt an. Durch den Aufschwung der Mikrotechnologien sollen bis 2020 im Cluster mehr als 62.000 neue Arbeitsplätze und Dutzende neuer Hightech-Firmen entstehen. Die Unternehmen im Cluster wollen ihren Umsatz mit Mikrotechnologien bis 2020 auf 48 Mrd. Euro verdreifachen.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Alles, was kleiner als ein Millimeter ist, bietet wirtschaftliche und technologische Chancen. Mikrotechnologien sind ein Wachstumsmarkt. Der Südwesten weist eine einzigartige Konzentration an wissenschaftlicher Kompetenz und unternehmerischem Potenzial in der Mikrosystemtechnik auf. Grund genug, die Aktivitäten enger miteinander zu verknüpfen und in Freiburg den Verband Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg (MST BW e.V.) anzusiedeln.Der Verband besteht seit 2006 und ist verantwortlicher Manager des Industrie- und Wissenschaftsclusters MicroTEC Südwest.


Weitere Infos zum Artikel:
http://www.mstbw.de

Leseranfragen:

PresseKontakt / Agentur:
Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)
Peter J. Jeuk
Emmy-Noether-Straße 2
79110
Freiburg
peter.jeuk(at)mstbw.de
0761 897598-75
http://www.mstbw.de


Anmerkungen:

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Vor- / Nachname: Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)

Ansprechpartner: Peter J. Jeuk
Stadt: Freiburg
Telefon: 0761 897598-75

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