Hunderttausende gut bezahlte Industriearbeitsplätze in Gefahr. Nur Umstellung auf das "Neue Controlling" hilft

02.07.2020 - 16:49 | 1827971


Artikel von bellacoola Film Production UG

Ein Essay über die Gefahren für die deutsche Industrie. Es droht ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen, Know-how und Erfahrung. Namhafte Unternehmen des Mittelstandes drohen mit Abwanderung ins Ausland. Nach Meinung eines Insiders kann nur der Einsatz neuer Methoden und KI den Wohlstand im Land halten. Verfasst von Oliver Gaebe


Die Insolvenzgefahren für Unternehmen in Deutschland mehren sich dramatisch. Bis zum Ausbruch der Corona Krise ging es beispielsweise in der vom scheinbar ungebremsten Wachstum verwöhnten Luft- und Raumfahrtindustrie, sowie in der Automobilzulieferindustrie und auch im Maschinenbau immer nur nach oben. Stetig steigende Umsätze in den letzten acht oder neun Jahren verdeckten festgestellte Schwächen und Fehler in den bisher in den Unternehmen angewenden Controllings- und Kalkulationslösungen. Außerdem kann das heute benötigte Anforderungsprofil in der vorhanden Globalisierung mit den bisherigen Lösungen nicht erfüllt werden.

Plötzlich allerdings beendete Corona diese Wachstums-Orgie.

Das bisherige Controlling wird nun zum zusätzlichen Bremsklotz! Durch ein längst überfälliges Methoden- und Werkzeug- Update auf das ''Neue Controlling'' fehlt vielen Unternehmen die Möglichkeit, heute unbedingt notwendige Spitzenleistungen zu erwirtschaften. Dazu fehlt den Entscheidern ein effektives Erfolgscontrolling und ein effektives und aktives Krisentool. Erschwert wird die Situation dadurch, dass komplexe ERP-Systeme das notwendige Unternehmenscontrolling in eine reine Buchhaltung verwandelt haben und nun Werkzeuge, das heißt auch Krisen Tools für das Controlling fehlen.

Die Intransparenz der Buchhaltung und die Gepflogenheiten der Wirtschaftsprüfer sorgen ebenfalls für eine gefährliche Schwachstelle bei der Unternehmenssteuerung. Bewertet wird immer nur das, was in der Vergangenheit passiert ist. Viel wichtiger ist es aber für die Unternehmenseigner und Entscheider zu erkennen, was in der (nahen) Zukunft passiert. In früheren Zeiten mag der Blick zurück für die Unternehmensgeschicke durchaus hilfreich gewesen sein. Wenn aber die Zukunft oder die Nachfrage nach Produkten plötzlich ganz anders wird, wie in der Vergangenheit (was heute ja auch für viele Branchen der Fall ist), dann kann niemand mit den Blick in einen Rückspiegel eruieren, wie solvent und zahlungskräftig und überlebensfähig eine Firma tatsächlich sein wird. Da werden auch die besten Wirtschaftsprüfer daran scheitern. Thema Wirtschaftsprüfung. Diese Branche hat sich im Laufe der Zeit zu einem riesigen Bürokratiemonster aufgeplustert. Wenn schon die Controller im eigenen Unternehmen die Übersicht verloren haben, wie sollen da externe Berater oder Steuerprüfer Klarsicht in das Zahlenwirrwarr bekommen?



Nur das ''Neue Controlling'' setzt genau hier an und eliminiert die dargestellten Mängel, es erhöht die Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit signifikant.

Beispiel Flugzeugindustrie.
Bislang wurde jedes moderne Flugzeug auf der Welt mit Komponenten „Made in Germany“ ausgestattet. Diese Hightech-Industrie mit hochspezialisierten Zulieferern gerät unter immer höheren Druck. Die Nachfrage nach z.B., dem früheren Hoffnungsträger A380 ist auf Null eingebrochen. Selbst die hochmoderne und effiziente A350 wird nicht mehr in der Menge produziert, wie noch vor einem halben Jahr prognostiziert. Zudem wird die internationale Konkurrenz immer stärker. Vor allem China übt emsig, ist in allen Branchen (sogar bei Flugzeugen wie der Comac C919) auf der Überholspur.

Die einzige Lösung, um langfristig profitabel arbeitende Unternehmen des Mittelstandes und gut bezahlte Facharbeiter in Deutschland zu halten: die Produktionsstandorte aller deutschen Unternehmen müssen unverzüglich die notwendige Zielstellung ‚Internationale Wettbewerbsfähigkeit‘ erfassen und unverzüglich herstellen. Außerdem sind notwendige Maßnahmen unverzüglich umsetzen, um ggfls. einem Wettbewerbsnachteil zu begegnen.

Dabei entstehen völlig neue Aufgaben für Controller, sowie auch Entscheider: diese Key- Verantwortlichen müssen die notwendige Zielstellung ‚Internationale Wettbewerbsfähigkeit‘ in ihre Maßnahmenpakete aufnehmen und unverzüglich Schritte einleiten, zu teure Produktionsprozesse zu verbessern. Notwendige Maßnahmen zur Wettbewerbsverbesserung sollten sofort oder so schnell als möglich umgesetzt werden. Der Controller wird mit den nun zur Verfügung stehenden Methoden zum handlungsaktiven Businessmanager. Er sieht alles und kann vor allem sehr aktiv eingreifen. Falls es mal nicht rund läuft.

Modernste Methoden der Unternehmenssteuerung verhelfen durch den Einsatz von neuen Denkweisen und Unterstützung durch KI den Verantwortlichen zu einer signifikanten Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Mehr Transparenz, 100%-iger Überblick über den aktuellen Zustand des eigenen Unternehmens und vor allem eine sehr hohe Geschwindigkeit der Eingabe (ca. 2 Min für eine erste transparente Analyse) der notwendigen Daten für eine aussagekräftige und nur wenige Sekunden dauernde Ergebnisanalyse lassen wirklich hoffen.

Einen Quantensprung in der Effizienz des Controllings bringt der sinnvolle Einsatz künstlicher Intelligenz: so kann die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens/ Lieferanten in nur zwei Minuten mit allen relevanten Daten erfasst und national und international mit anderen Standorten verglichen werden. Der Controller steigt endlich zum proaktiven Businessmanager auf.

Extrem schnelle Resultate genau und brilliant:
Eingabedauer der Lieferantendaten: 1 Minute, Durchführung eines internationalen Wettbewerbs- und Leistungsvergleichs: 1 Minute.

Die notwendige Ergebnisqualität mit der erforderlichen Entscheidungssicherheit sind das Ergebnis der vorhandenen Transparenz und höchster Nachvollziehbarkeit. Nur der Einsatz von KI (künstlicher Intelligenz) in der IT- Lösung bringt den Quantensprung in Analysezeit- und Qualität. Was früher stunden- oder gar tagelang dauerte, wird nun in wenigen Minuten erledigt. Neben dieser extremen Schnelligkeit besticht auch die Exaktheit der nun verfügbaren Lösung.

Die von immer mehr Experten festgestellte Schieflage im Unternehmenscontrolling verlangt nicht nur die dazu notwendigen Führungs- und Entscheidungsinformationen, sondern gefährdet besonders Firmen aller Größen durch hohe Insolvenzrisiken, die sich negativ ergänzen. Der Verlust der deutschen Produktionsstandorte und Industrien ist mit den bisherigen Informationslösungen fast nicht mehr zu vermeiden.

Droht der Automobilindustrie mit Hunderttausenden von hochqualifizierten Arbeitsplätzen bei den Zulieferern in Deutschland der Kahlschlag?

Die Enwicklung scheint leider darauf hinauszulaufen. Da schockte vor einigen Tagen der NDR die Öffentlichkeit mit der Meldung: "VW Nutzfahrzeuge baut in Hannover 5.000 Stellen ab" ... und: "Nutzfahrzeuge für 20.000 Euro könne man in Deutschland schlicht nicht mehr bauen, ohne drauf zu zahlen", sagte der VWN-Chef.

Erschreckend ist dabei der internationale Leistungsabstand zu Polen. Laut einem VW Insider hat Polen eine mit "27% günstigere Gesamtkostenstruktur für den VW Konzern".

Was können Deutsche Unternehmen machen, um nicht in diesen Sog hineingezogen zu werden? Nur ein rascher Methodenwechsel und ein IT-Update auf die Herausforderungen eines globalen Industriestandards 4.0 erlauben der Unternehmenssteuerung ein sicheres Risikocontrolling. Nur so werden frühzeitig Warnhinweise geliefert, sowie nachvollziehbare Zielvorgaben ("Leistungs- Targets").

Der VW Standort Hannover hätte möglicherweise ein Abwandern der Produktion nach Polen verhindern können, wenn Schwächen und Fehler in den dortigen Produktionsprozessen einer genauen Überprüfung unterzogen worden wären.

Eine Analyse nach den neuesten Methoden, z.B. von Prof. Marco Boehle, Dortmund oder Dipl. Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Frank Bürger vom Beratungsnetzwerk www.benchcontrols.de hätte Maßnahmen vorgeschlagen, die ein Ausweichen nach Polen verlangsamt oder sogar verhindert hätten. Einmal mehr gilt, dass integrierte Wettbewerbsanalysen und internationale Leistungsvergleiche zur täglichen Routine in jedem Unternehmen werden müssen.

Zwei grundsätzliche Insolvenzrisiken ergänzen sich zu einem fast unvermeidbaren Verlust deutscher Produktionsstandorte der Industrie. Zum einen die (von renommierten Experten wie Prof. Andreas Hoffjan oder Prof. Marco Boehle) festgestellte Schieflage im Unternehmenscontrolling.
Sie liefert keine zwingend notwendigen Führungs- und Entscheidungsinformationen auf die Herausforderungen ‚Globalisierung‘ und ‚Umsatz- und Auslastungsreduzierungen‘. Trotz intensiver Warnungen von Fachleuten und einer einfachen Nachvollziehbarkeit, wurden von vielen deutschen Unternehmen notwendige Abwehr- und Gegenstrategien bis heute nicht eingeleitet. Nur ein notwendiges Methoden- und IT-Update wird das Überleben deutscher Produktionsstandorte im globalen Wettbewerb sicherstellen. Für die VW Nutzfahrzeug Mitarbeiter in Hannover kommt dieser Ratschlag leider zu spät.

Kommen wir nochmal zu der Luftfahrtindustrie in Deutschland. Die hier genannten Prozesse gelten auch für Maschinen- oder Fahrzeugbau und andere mehr. Immer lauter werden die Stimmen der Mahner im schleichenden Deindustrialisierungs-Prozess.

Prof. Boehle erklärt nochmal die vorhandenen beiden Grundproblematiken der hochbrisanten Insolvenzgefahr für die betroffenen Unternehmen anhand eines Artikels vom 17. Juni 2019 in der Fachzeitschrift „PRODUKTION“ hin. In diesem Magazin werden Gründe aufgeführt für fehlende Reaktionen vieler deutscher Produktionsstandorte der Luft- und Raumfahrtindustrie. Es werden Maßnahmen vorgeschlagen, unverzüglich vorhandene Insolvenzrisiken zu beseitigen:
„In jedem heute auf der Welt ausgelieferten Passagierflugzeug steckt Technologie ‘Made in Germany‘. Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, muss die digitale Transformation jetzt umgesetzt werden. Gerade wegen des wirtschaftlichen Höhenflugs der vergangenen Jahre haben die Unternehmen diverse Probleme, den Wandel fokussiert voranzutreiben“, sagt Christoph Heine, Branchenmanager Aerospace bei der Staufen AG.

Es muss festgestellt werden, dass (leicht nachweisbar) nicht die digitale Transformation das Hauptproblem darstellt, sondern die festgestellte Schieflage im Unternehmenscontrolling. Ohne eine sichere Führungs- und Informationsbasis kann kein Unternehmen überleben (mit und ohne digitale Transformation). Um weiterhin in der ersten Reihe zu spielen, müssen sich die deutschen Produktionsstandorte international wettbewerbsfähig aufstellen und eine duale Kosten- und Technikführerschaft aufbauen. Die Aussage von Herrn Christoph Heine, Branchenmanager Aerospace bei der Staufen AG: ‚Gerade wegen des wirtschaftlichen Höhenflugs der vergangenen Jahre haben die Unternehmen diverse Schwierigkeiten, den Wandel fokussiert voranzutreiben“, kann nur bestätigt werden. Die notwendige Kostenführerschaft aus den Augen zu verlieren, war sicher einer der größten Fehler der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Dabei liegen zwischen Euphorie und einer tiefen Depression der Branche nur wenige Monate.

Vergleichen wir dazu zwei Schlagzeilen mit einem zeitlichen Abstand von nur sechs Monaten bei ‚n-tv‘ zur Situation der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie: am Montag, 19. Dezember 2019 konnte die Schlagzeile gelesen werden: „Nachfrage übersteigt Kapazitäten„.

Am Dienstag, 5. Mai 2020 unterschied sich die Schlagzeile diametral: „Die Lage ist dramatisch„.

Unverhofft wie ein Feuersturm ist die Krise über diese und andere erfolgsverwöhnte Branchen gekommen. Es zeigt sich nun einmal mehr, dass den Firmen aller Größen ein dringend benötigtes Krisen-Tool fehlt, mit massiver Unterstützung durch den smarten Einsatz von KI. Dieser Mangel herrscht bei nahezu jedem Unternehmen der deutschen Industrie, aber auch bei den beratenden Consultingfirmen.

Würden sich die Ergebnisse der Studie „Aerospace 2019 – Leadership in Zeiten des Wandels“ ändern, wenn Verantwortliche folgende ergänzenden Fragen gestellt hätten?

1. Erfolg ist immer das Ergebnis von Spitzenleistungen. Diese benötigen immer beides, die ‚Kosten- und Technikführerschaft‘! Wie hoch ist der aktuelle internationale Kosten- Leistungsabstand Ihres Unternehmens zum vorhandenen oder möglichen Wettbewerber? Wird die internationale Konkurrenz immer stärker, auch in dieser bisherigen Vorzeigebranche?

2. Mit welchen Leistungsfaktoren kann die Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens sicher erfasst und mit dem vorhandenen oder möglichen globalen Wettbewerb verglichen werden?

3. Kennen Entscheider die extreme Kostenauswirkung einer Auslastungsreduzierung und kann diese mit ihren installierten IT- Lösungen erfasst und berücksichtigt werden?

4. Wie bewerten Verantwortliche ihre Risiken durch die festgestellte grobe Schieflage im Controlling und in der Funktion ‚Kostenkalkulation‘ für ihr Unternehmen und verfügen sie über ein effektives Risikocontrolling mit dem dazu benötigten Krisentool?

5. Welches Leistungspotential muss ein Krisentool grundsätzlich besitzen, um sich mit geringsten Verlusten ziel- und ergebnissicher aus einer Krise zu navigieren, Stabilität durch entscheidungsichere Maßnahmen zu schaffen und um die interne Liquidität durch das Filtern aller Kostensenkungspotentiale bestmöglich zu steigern?

Diese Frage muss man eindeutig mit JA beantworten.

Insolvenzrisiko ‚Globalisierung‘:
Die vorhandene Globalisierung ist kein Fremdwort in der Branche. Viele Unternehmen, auffällig gerade die in der Luft- und Raumfahrtindustrie, zeigen keine notwendigen aktiven Reaktionen. Globalisierung fordert stets eine ‚internationale Wettbewerbsfähigkeit‘. Anfangs muss der Kosten- Leistungsabstand zum Wettbewerber bestimmt werden. Mit den bisherigen Methoden des Controllings und der Unternehmenskalkulation sind internationale Wettbewerbs- und Leistungsanalysen oder auch oder Make-or-Buy-Analysen völlig ausgeschlossen. Warum aber können Wettbewerbsanalysen und internationale Leistungsvergleiche nicht durchgeführt werden, obwohl die Bedeutung dieser Maßnahmen im Bewusstsein der Führungskräfte allmählich angekommen ist? Ohne diese entscheidenden Schritte kann die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie ihren ‚internationalen Leistungsabstand‘ nicht bewerten.

Der anerkannte Controllingexperte Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber (IMC/WHU) warnt, dass die bisherigen Controllings- und Kalkulationssystematiken das (in der heute vorhandenen Globalisierung) notwendige Anforderungsprofil nicht erfüllen: „Für eine Wettbewerbsanalyse ist die laufende Kostenrechnung allerdings überhaupt nicht gedacht. Sie ist alleine auf die operative Regelsteuerung gerichtet.“

Internationale Wettbewerber, allen voran China, nutzen die Trägheit und auch die Unkenntnis über diese versteckten Fehler der Unternehmenssteuerung der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie erbarmungslos aus. Sie setzen darauf, dass die aufgedeckten Mängel der Unternehmensssteuerung nicht publik werden. Es ist ein gefährlicher Irrtum, China nur als verlängerte Werkbank zu betrachten, wie es viele deutsche Unternehmen gerade in der Luft- und Raumfahrtbranche zurzeit es noch tun.“

Auch Sven Gábor Jánszky warnt eindringlich davor, China zu unterschätzen. Wettbewerbsanalysen und internationale Leistungsvergleiche müssen zum Standard in allen Unternehmen der deutschen Lust- und Raumfahrtindustrie werden. Firmen sowie die Verbände der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie müssen faktisch realisieren, dass sie sich in einem global geführten und immer härter werdenden Wettbewerb behaupten müssen.

Eine Technikführerschaft kann in der heutigen Informationsgesellschaft nicht nachhaltig gesichert werden, es muss ergänzend eine Informationsführerschaft erlangt werden. Wer heute z.B. den internationalen Leistungsabstand zu seinem vorhandenen oder möglichen Wettbewerber nicht sicher analysieren kann, agiert fahrlässig und riskiert sein anvertrautes Unternehmen mit einem latent vorhandenen Insolvenzrisiko.

Insolvenzrisiko ‚Auslastungsreduzierung‘:
Viele Verantwortliche in Unternehmen und in Beratungshäusern fühlen schon länger, dass individuelle Kosten- und Leistungsbewertungen mit transparenter Aussagekraft von einer zentralen Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens sind und dies aktuell mit den vorhandenen Methoden und installierten Softwarelösungen nicht erfüllt werden kann. Die festgestellte Schieflage im Controlling in der Funktion ‚Kalkulation‘ erweist sich als eine unbeachtete Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Einer der zentralen Nachteile der bisherigen Methoden ist die fehlende Kostenerfassung einer Auslastungsreduzierung.

Die Hauptursache dafür ist auch hier die Trennung der Buchhaltung von der Kalkulation. Buchhaltung (BAB) und die Kalkulationslogik müssen heute dem Anforderungsprofil eines globalen Industriestandards 4.0 entsprechen.

Dazu ist ein Methoden- und IT- Update unausweichlich mit Unterstützung der KI unausweichlich. In jüngerer Vergangenheit erst wurde eine grobe Schieflage im Unternehmenscontrolling und in der Funktion ‚Kalkulation‘ festgestellt. Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie kennen daher ihre tatsächlichen Kosten nicht mit der benötigten Güte. Prof. Dr. A. Hoffjan, Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling der TU Dortmund: „Die bisherigen Kalkulationssystematiken kalkulieren über den Daumen.“

In Heft 01/2017 erregte die Fachzeitschrift ‚CONTROLLING‘ mit dem Schwerpunktthema „Neue Wege der Kalkulation“ beachtliche Aufmerksamkeit bei Controllern und Unternehmern. Es wurde klar, dass die alten Controllings- und Kalkulationslösungen Unternehmen bis zur Insolvenz gefährden und unverzüglich eliminiert werden müssen. Um die extreme Kostenauswirkung einer Auslastungsreduzierung zu verstehen, sei folgendes Beispiel eines aktuellen deutschen Produktionsstandortes der Luft- und Raumfahrtindustrie beispielhaft genannt:

Bei einer Auslastungsreduzierung von 20% gibt es faktisch keine Möglichkeit mehr, Gewinne zu erzielen. Reduziert sich die Auslastung um 35-40%, wie für die nächsten Jahre z.B. von Airbus angekündigt, so sind Zulieferer nur vor einer Insolvenz zu retten, wenn genügend Eigenkapital vorliegt oder staatliche Hilfen in größerem Umfang greifen. Neben den höheren Gemeinkostenfaktoren, z.B. bei Material, Fertigung, Verwaltung, steigt der Verlust-GKF alleine von 2,27% auf nun unglaubliche 55,18%. Dass eine Auslastungsreduzierung eine unerfreuliche Entwicklung ist, können viele Entscheider sicherlich leicht qualitativ feststellen.

Die dadurch aber verursachte Kostenexplosion ist aber unbekannt. Darüber wird bislang auch nicht debattiert. Das muss sich nun unverzüglich ändern.

Notwendige Empfehlung von Prof. Marco Boehle für die deutsche Industrie zur Erlangung der ‚internationalen Wettbewerbsfähigkeit‘:
Die vielen Firmen der bis vor kurzem erfolgsverwöhnten Industrien müssen schnellstens ihre ‚internationale Leistungsfähigkeit‘ analysieren und die Schieflage im Controlling und in der Funktion ‚Kalkulation‘ ausbalancieren. Dazu gehört auch ein notwendiges IT-Update im ‚Enterprise Kostenmanagement‘.

Finaler Ratschlag von Prof. Marco Boehle (Hochschule Dortmund) und einem der Spezialisten für das ''Neue Controlling'' für hochspezialisierte Unternehmen der deutschen Industrien, um sich nachhaltig bestmöglich auf neue Herausforderungen und noch mehr Wettbewerb auszurichten:

"Ich rate allen Unternehmern und Verantwortlichen abschließend dringend zu einem Upgrade zum ''Neuen Controlling''. Es verhilft durch eine neue Informationsbasis und einer viel höheren Geschwindigkeit durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu einer deutlich verbesserten Competitiveness. Nur so gelangen Firmen aller Branchen trotz immer schärferer internationaler Konkurrenz zu einer deutlich besseren Wettbewerbssituation.

Gerade die dezentral und oft hochspezialisierte und hochflexible deutsche Industrie kann sich durch den Einsatz der dargestellten neuen Methoden neu und viel besser global positionieren. Durch abgesicherte Technik- und vor allem auch eine Kostenführerschaft.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Bellacoola Film Produktion UG ist als erfahrenes Filmproduktionsunternehmen mit hervorragenden Referenzen bekannt geworden. Seit einigen Jahren ist eine Abteilung "Wirtschaft" hinzugekommen und die beschäftigt sich mit den Gründen der signifikant gefallenen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Selbst Zukunftstechnologien, wie die Luft- und Raumfahrtbranche, werden nicht hinreichend unterstützt, es mangelt offensichtlich der Politik an Handlungswillen. Umso wichtiger scheint es da, dass sich Firmen im internationalen Wettbewerb mit bestmöglichem IT-Update versehen, um auch langfristig ein Überleben zu sichern. Das Stichwort ist KI, die nun endlich zur Verfügung stehende Softwarelösungen mit unglaublicher Effizienz und Geschwindigkeit für internationale Leistungsvergleiche und Wettbewerbsanalysen und auch zur eigenen Leistungserfassung zu einem hervorragenden ''neuen Controlling'' weiterentwickelt hat. Das vollständige Interview kann auf Wunsche gerne übermittelt werden.

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