Kölnische Rundschau: Kölns OB Reker geht auf Distanz zu Plänen des 1.FC Köln

16.08.2019 - 20:00 | 1745570


Artikel von K



(ots) - Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist
erstmals auf Distanz zu den Ausbauplänen des 1. FC Köln im Grüngürtel
gegangen. Sie könne sich auch alternative Standorte für ein
Trainingszentrum des Bundesligisten vorstellen, sagte Reker der
Kölnischen Rundschau. "Mir wäre es am liebsten, mit dem FC eine gute
und einvernehmliche Lösung zu finden." Der 1. FC Köln will im
geschützten Kölner Grüngürtel Kunstrasenplätze und ein
Nachwuchs-Leistungszentrum bauen. Der Konflikt hatte zuletzt an
Schärfe zugenommen. Umweltschützer argumentieren mit dem vom Stadtrat
beschlossenen Klimanotstand. Reker sagte dazu: "Der Klimanotstand ist
ernst gemeint. Es hat ein Umdenken stattgefunden." Für den Fall,
dass der Rat der Erweiterung zustimmen sollte, haben Umweltschützer
bereits Klage angedroht, es würde für den 1.FC Köln zu jahrelangen
Verzögerungen kommen. Zur Frage, ob sie sich vorstellen könnte, dass
der FC auch außerhalb der Stadt trainieren könnte, sagte Reker: "Ich
würde das nicht als Drohung verstehen. Ich denke vielmehr in der
Region." Der Verein hatte stets deutlich gemacht, dass die
Trainingsbedingungen im Vergleich zu anderen Bundesligisten völlig
unzureichend seien. Der 1.FC Köln prüft zudem einen Ausbau des
Stadions in Müngersdorf auf bis 75 000 Zuschauer. Reker machte
deutlich, dass sie auch ein solches Vorhaben kritisch sieht: "In der
vom FC gewünschten Form wird der Ausbau dort voraussichtlich nicht
möglich sein." Dies sei schon aus Gründen des Lärmschutzes schwierig.
Es gehe darum, eine Kompromisslösung zu finden. FC-Geschäftsführer
Alexander Wehrle zeigte sich von Rekers Vorstoß zu den
Grüngürtel-Plänen überrascht: "Wir befinden uns in einem geordneten
Verfahren und tun alle gut daran, dessen Ende abzuwarten", sagte
Wehrle der Rundschau. Die Position des Vereins sei klar: "Unsere
Heimat ist das Geißbockheim." Dort wolle man die


Trainingsmöglichkeiten verbessern und das gehe nicht ohne Ausbau.



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