Schwäbische Zeitung: "Frauen müssen Macht auch wollen" - Leitartikel zum Gesetz zur Chancengleichheit

29.09.2015 - 20:49 | 1268893


Artikel von Schwäbische Zeitung



(ots) - Hunderttausende Flüchtlinge suchen in unserem
Land Schutz vor Krieg und Elend in ihrer Heimat, und es ist sehr
wichtig - so die einhellige Meinung in unserer Gesellschaft -, diesen
Menschen sehr schnell unsere Formen des Zusammenlebens zu erklären.
Zentral ist dabei die Gleichstellung der Geschlechter - eine große
Errungenschaft, die heute hoffentlich niemand mehr infrage stellt.

Was durch das Grundgesetz garantiert ist, ist allerdings in so
manchen Bereichen unseres Lebens noch nicht angekommen. Beispiel
Kindererziehung: Es tut sich einiges, und doch sind es weiter
vornehmlich die Mütter, die sich aus der Berufswelt ausklinken und zu
Hause bleiben. Beispiel Berufswelt: Frauen sind heute genauso gut
ausgebildet wie Männer, aber man sieht sie deutlich seltener in
Spitzenpositionen von Unternehmen.

Seit diesem Jahr gibt es zwar eine Frauenquote für die
Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen, doch das ist
der grün-roten Landesregierung nicht genug. Sie will ein Vorbild bei
der Gleichstellung sein und stellt ein Gesetz zur Chancengleichheit
im öffentlichen Dienst vor.

Bei all diesen gesetzlichen Regelungen drängt sich allerdings die
Frage auf: Warum das Ganze? Warum bedarf es im Jahr 2015 eines
Gesetzes, das Frauen in der Verwaltung Richtung Spitze katapultiert?

Jedem Menschen steht in unserem Land, ganz unabhängig vom
Geschlecht, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung offen - auch zur
beruflichen. Dazu gehört aber auch, nicht nur einfach brav seinen Job
zu machen, sondern auch mal zu kämpfen: für mehr Gehalt, für den
besseren Posten, für sich selbst. Daran hapert es oft bei Frauen,
werden Experten nicht müde zu beklagen. Sie seien die Sozialwesen,
denen es schwer falle, Forderungen zu stellen, zumal für sich selbst.

Deshalb ist es dringend notwendig, solch erlernte oder


zugeschriebene Rollenmuster zu überwinden. Gesetze allein bringen
aber keinen Fortschritt. Frauen müssen Macht auch wollen.



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