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22.11.2019

Arbeitgebermarke Kommunalverwaltung: Wettbewerb um die besten Köpfe nicht verschlafen

„Aufwachen, Dornröschenschlaf beenden“. So deutlich kritisiert der Führungskräfteberater Rolf Dindorf den aktuellen Stand der Arbeitgeberattraktivität kommunaler.
In zahlreichen Stadtverwaltungen, Gemeindeverbänden oder Landkreisen wird die fundamentale Veränderung durch den demographischen Wandel maßgeblich unterschätzt. Die Überalterung der Kommunalverwaltungen und der schon länger beklagte Fachkräftemangel stellen in absehbarer Zeit die Zukunftsfähigkeit der Verwaltungskörper in Frage.

„Warum beginnt man nicht in den Kommunalverwaltungen mit einem strategischen Personalmanagement“, fragt Dindorf. Die Fakten liegen auf dem Tisch:
25% der Verwaltungsmitarbeiter in Frankfurt sind über 55 Jahre. In Münster sind derzeit schon 200 Stellen unbesetzt. „Die Folgen unterbesetzter Ämter sind Schlangen vor den Schaltern oder Wartezeiten bei Bauanträgen“, so der Führungskräfteberater.

Sozialarbeiter, Bademeister, Juristen, Ärzte… Die Liste der gesuchten Fachkräfte für die kommunalen Einrichtungen ist lang. Mit einer Personalstrukturanalyse als gewinnbringendem Personalinstrument könnte jede Kommune starten. Dann wird sofort ersichtlich welches Personal quantitativ und qualitativ in den nächsten Jahren in der Stadtverwaltung benötigt wird.

„Mit Stolz geschwellter Brust trägt mancher Personalleiter die Digitalisierung als Rettungsschirm des Fachkräftemangels vor sich her. Doch wird E-Government wohl kaum die Stellen von Bademeistern, Ärzten, Architekten, Kindergärtnerinnen usw. ersetzen“, warnt Rolf Dindorf. Die Automatisierung von Verwaltungsvorgängen wird sicherlich Stellen kosten. Inwieweit diese aber durch neue, bisher unbekannte oder nicht angebotene Dienstleistungen ersetzt werden ist unklar. Steigende individuelle Beratungen bei zunehmender Bürokratisierung sind ein weiterer nicht klar kalkulierbarer Faktor in den Stadt- und Kreisverwaltungen.

Der demographische Wandel wird in den Kreisen, Städten und Dörfern längst noch nicht von allen politischen Entscheidern und Führungskräften der Verwaltung beachtet. Dabei führt kein Weg vorbei an einer kommunalen Arbeitgebermarke. Es reicht eben nicht nur mit sicherem Arbeitsplatz, Jobticket, mobiles Arbeiten oder Gesundheitsmanagement zu werben. Das bieten andere Verwaltungen oder Unternehmen auch. Es bedarf einer einzigartigen Arbeitgebermarke Kommunalverwaltung.


Was zeichnet Stadtverwaltung X aus?
Wofür steht Kreisverwaltung Y?
Welche Wettbewerbsvorteile im Kampf um Fachkräfte bietet die Gemeinde Z?

Für Stadt- und Kreisverwaltungen gilt es, den Anschluss an die demographische und digitale Entwicklung nicht zu verlieren. Zur Lösung beider Herausforderungen ist ein langer Atem notwendig. Dafür brauchen Verwaltungsspitzen ein klares Konzept. Digitale Affinität trifft demographisches Gespür, so Dindorf. Dann wird der Wandel zum Kassenschlager.





Vor- / Nachname: Rolf Dindorf - Strategisches Personalmanagement für den öffentlichen Sektor

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Stadt: Kaiserslautern
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