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28.01.2010

Keine Konjunktur-Euphorie trotz Stabilisierung

Diese Entwicklung ist auch in den Konjunkturerwartungen der
deutschen Wirtschaftsexperten sichtbar. So habe die
Wirtschaftsdynamik im vierten Quartal 2009 nachgelassen,
merkte das Statistische Bundesamt bei der Veröffentlichung
des Jahresergebnisses des Bruttoinlandsproduktes 2009 an.
Dies unterstützte auch das Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung, dessen monatlich ermittelter Index im
Dezember bereits zum vierten Mal in Folge sank.
Dies bedeute laut ZEW keinesfalls ein Ende des Aufschwungs,
jedoch sei der erneute Rückgang als ein Warnsignal zu
verstehen, die Konjunktur-Euphorie nicht zu übertreiben.

Währenddessen rechnen die Experten des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung in ihrer Prognose für 2010 und 2011
mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von jeweils
rund 2 Prozent. Das DIW geht sogar davon aus, dass das
Vorkrisenniveau von 2008 bereits gegen Ende 2011 erreicht
werde.

Trotz der gegensätzlichen Signale sind sich die Experten
jedoch in einem Punkt einig: Auch das DIW warnt vor einer
möglichen Konjunktur-Euphorie: „An den Folgen werden wir
noch lange zu tragen haben“, so DIW-Präsident Klaus
Zimmermann

Der ITK-Markt ist zwar ebenfalls von der Wirtschaftskrise und
ihren langfristigen Nachwirkungen beeinflusst worden, jedoch
weniger stark ausgeprägt als die deutsche Gesamtwirtschaft.
nach der aktuellen Prognose des European Information
Technology Observatory (eito) wird sich der ITK-Markt im Jahr
2010 europaweit stabilisieren. So werde der Umsatz in Europa
um rund 0,5 Prozent zurückgehen. Dies ist eine deutliche
Erholung im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Umsatz um 2,2
Prozent zurückging.

Diese Analyse unterstützt auch BITKOM-Präsident Prof.
August-Wilhelm Scheer: „Die globale Wirtschaftskrise trifft den


ITK-Sektor weniger als viele andere Branchen.“
Die Gründe hierfür seien einerseits, dass sich im vergangenen
Jahr gezeigt habe, dass Unternehmen durch IT-Lösungen
Kosten sparen können. Andererseits habe sich ein
Investitionsstau gebildet, der sich in den nächsten Jahren
abbauen wird, so projektwerk-Geschäftsführerin Dr. Christiane
Strasse.








Vor- / Nachname: Simone Amores


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