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08.01.2010

Sollte man Prepaid Karten an Kinder und Jugendliche aushändigen?

Es mag zwar wie eine einfache Plattitüde klingen, wenn man behauptet, dass unsere Zeit sehr schnelllebig ist. Darin steckt aber ein wahrer Kern, vor allem wenn man heranwachsende Kinder und Jugendliche beobachtet, wird man feststellen, dass gewisse Prozesse und Fähigkeiten früher einsetzen und erlernt werden. Das liegt mit unter auch an der umfangreichen Medienlandschaft sowie an der Nutzung des Internets. Diese Dinge konfrontieren Kinder und Jugendliche, im Gegensatz zu vor beispielsweise noch 20 Jahren, wesentlich früher mit unserer Konsumgesellschaft und unserem Konsum gesteuerten Verhalten.

Angesichts dieser Tatsache, die man einfach nicht verleugnen kann, müssen unserer Sprösslinge auch schon früher mit dem verantwortungsvollen Umgang von Geld und Zahlungsmitteln konfrontiert werden, genauso wie man sie über irreführende Angebote und Gaunereien aufklären muss. Dies ist eine Aufgabe, die von den Eltern übernommen werden muss, andernfalls kann es sehr leicht passieren, dass Kinder und Jugendliche in Schuldenfallen tappen, da sie kein Gespür für den Umgang mit Geld haben – bestes Beispiel dafür sind enorm hohe Kosten für Handys.
Eine Variante, die auch von der deutschen Regierung mit angedacht und getragen wurde, war die Einführung der sogenannten Prepaid Karte: diese ist im Prinzip nichts anderes als eine Guthaben Karte, die keinen Überziehungsrahmen gewährleistet (mittlerweile wird sie auch in Form einer Kreditkarte angeboten). Eine Prepaid Karte kann mit Zustimmung der Eltern an Kinder ab 12 vergeben werden. Auf diese Weise lernen diese recht früh auch mit bargeldlosen Zahlungsformen umzugehen, da sich diese als eine der gefährlichsten Schuldenfallen entpuppen können. In gleicher Form gibt es auch Prepaid Handyverträge.

Man kann Kindern den Umgang mit bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten natürlich auch versagen – hier stellt sich allerdings die Frage, ob das heute noch sinnvoll ist? Über kurz oder lang wird der Nachwuchs damit in Berührung kommen, ein geschulter Umgang und das Erkennen von Betrugsmomenten und Schuldenfallen wäre dann von Vorteil.







Vor- / Nachname: Patrick Berger


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