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15.12.2016

Jetzt packen wir an" - Roadmap für die deutsch-französische Marinekooperation unterzeichnet (FOTO)


Am 14. Dezember unterzeichneten der Inspekteur der Marine,
Vizeadmiral Andreas Krause, bei einem Arbeitsbesuch in Paris und sein
französischer Amtskollegen, Admiral Christophe Prazuck, Chef
état-major de la Marine eine Roadmap zur Vertiefung der Kooperation
der deutschen und französischen Marine. "Jetzt packen wir die Dinge
konkret an. Das ist der Kern dieser Roadmap.", freute sich der
Inspekteur der Marine unmittelbar nach der Unterzeichnung.

Der Inspekteur der Marine und sein französischer Amtskollege
führten ihre Gespräche in einer sehr freundschaftlichen, von
gegenseitigem Vertrauen und großer Offenheit geprägten Atmosphäre.
Beide nutzten die Gelegenheit, um sich über die aktuellen und
zukünftigen Herausforderungen für ihre Teilstreitkräfte, deren
strategische Ausrichtungen, Gemeinsamkeiten aber auch
unterschiedliche Schwerpunkte und Rahmenbedingungen auszutauschen.
Die wesentlichen Themen der Gespräche waren personelle Ressourcen,
Operationen, Übungen und Ausbildung, Konzepte, Doktrinen und
Beschaffungsvorhaben sowie zukünftige Fähigkeiten der Marinen.

Admiral Prazuck dankte der Deutschen Marine für die zweimalige
Entsendung der Fregatte "Augsburg", die mit dem Flugzeugträger
"Charles de Gaulle" gemeinsam operierte. "Admiral Krause, Sie haben
sich um die Freundschaft, die unsere beiden Marinen seit langem
verbindet, in besonderem Maße verdient gemacht und sie weiter
gestärkt", so Admiral Prazuck in seiner Laudatio anlässlich der
Auszeichnung des Inspekteurs der Deutschen Marine für seine
Verdienste um die deutsch-französische Marinekooperation. Weiter sei
dies ein Meilenstein der Zusammenarbeit der beiden Marinen im
Einsatz. Admiral Prazuck unterstrich zudem das positive Signal, das
von dieser Kooperation für die Weiterentwicklung europäischer
Verteidigungspolitik ausgehe.



Im Mittelpunkt des Treffens stand die Unterzeichnung einer Roadmap
für die künftige bilaterale Zusammenarbeit. Die auf gegenseitigen
Interessen basierende Kooperation soll offen für die Anerkennung
unterschiedlicher Perspektiven sein, Zusammenarbeit vor allem dort
gesucht werden, wo dies beiden Seiten zum Vorteil gereicht.

Seit über 23 Jahren bilden Deutschland und Frankreich gemeinsam
und gegenseitig an den jeweiligen Schulen, Akademien und
Universitäten die jeweiligen Offizieranwärter aus. Dieses Zeichen
tiefen Vertrauens der Marinen zueinander durch die Ausbildung von
Führungsnachwuchs, soll künftig durch gezielten Verwendungsaufbau
nach der Ausbildung noch stärker gefordert werden.

Gegenseitiger Erfahrungsaustausch, wie z.B. bei der Einführung und
dem Betrieb des NH 90, sind ebenso Schwerpunkte der Zusammenarbeit
wie der Informationsaustausch über künftige Rüstungsprojekte, die
durchaus zu gemeinsamen Programmen und so zu einem starken
Synergieeffekt führen können.

Beide Marinechefs unterstrichen die gute Zusammenarbeit in der
Vergangenheit, die sich künftig durch mehr Pragmatismus weiter
intensivieren könne. Weniger institutionalisierte Treffen, mehr
tägliches Miteinander - nur so können man sich an den
Herausforderungen denen die Streitkräfte sich zu stellen haben,
Gewinn bringend kooperieren.



Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
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