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Aktienmärkte präsentieren sich robust / ESM: Euroländer wollen die Schlagkraft des ESM nochmals erhöhen / Spanien will keinen voreiligen Hilfsantrag stellen

(LifePR) - Die neue Woche startet mit einem Highlight im Datenkalender, dem ifo-Geschäftsklimaindex. Die Indikationen durch die ZEW- und Sentix-Umfragen waren bereits leicht positiv, nachdem sich die Stimmung an den Finanzmärkten infolge der EZB- und ESM/Fiskalpakt-Entscheidungen aufgehellt hatte. In Deutschland gesellt sich dazu eine deutliche Verbesserung der Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Daher wäre alles andere als eine Verbesserung des ifo-Geschäftsklimas eine Überraschung. Nach einer Serie von rückläufigen Werten, wäre es der erste Anstieg und Hoffnungen auf eine Wende in der deutschen Konjunkturentwicklung würden gestärkt. Auch in Frankreich, Italien und der Eurozone stehen die Industrieklimaindikatoren auf der Agenda bzw. das Economic Sentiment. In den USA stehen weitere regionale Industrieumfragen an, die das diffuse Bild aufklaren sollten. Während die Umfrage der New-York-Fed enttäuschte, konnte die der Philadelphia-Fed überzeugen, sodass aktuell ein September-ISM-Index auf dem Vormonatsniveau wahrscheinlich ist. Die wichtigste Indikation für den nationalen Einkaufsmanagerindex liefert aber der Chicago-PMI erst am Freitag. Das Verbrauchervertrauen des Conference Boards steht unter guten Vorzeichen. Von hohem Interesse werden unseres Erachtens die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sein. Der Gesamtindex könnte daher ein Minus von rund 5 % aufweisen und damit die Konsensschätzung unterschreiten.
Aktienmärkte: Nachdem der Dax am Freitag mit einer recht positiven Note in den Handel gestartet war, tat sich, obwohl großer Verfalltermin an der Eurex war, zunächst nicht mehr viel, bis das Settlement des Futures anstand. In Folge dessen wurde das High des neuen Kontrakts bei 7.475 Zählern markiert. Darüber hinaus gab es nur wenige, neue Erkenntnisse. Der Kapitalbedarf der Spanischen Banken wird mittlerweile auf 70 bis 80 Mrd. ? beziffert, hingegen scheint es, als würde sich die Einigung der Troika mit Griechenland verzögern. Aus Spanien ist zu hören, dass man keinen voreiligen Hilfsantrag zur Schuldenfinanzierung stellen möchte. Für den Fall, dass z.B. Spanien und Italien in Zukunft größere Leistungen aus dem ESM abrufen, soll die Leistungsfähigkeit des ESM auf ein Vielfaches der bisher geplanten 500 Mrd. erhöht werden. Hierzu sollen auch private Investoren einbezogen werden. Die Indikation für den heutigen Handelstag deutet auf eine moderat schwächere Eröffnung hin. Im weiteren Verlauf wird sich zeigen müssen, inwieweit die Kursgewinne der letzten Tage einen nachhaltigen Charakter haben. In der Vergangenheit konnte häufig beobachtet werden, dass der Markt nach dem großen Verfalltermin sein wahres Gesicht zeigte. Entsprechend kann nicht ausgeschlossen werden, dass die überfällige Konsolidierung an den Märkten eingeleitet wird. Aber selbst wenn es dazu kommen sollte, darf nicht vergessen werden, dass die übergeordneten Trends nach wie vor positiv sind und vor allem die zuletzt erreichten Jahres- bzw. Mehrjahreshochs verschiedener Indizes als prozyklische Signale zu werten sind. Eine wichtige Widerstandsmarke für den Dax lässt sich bei 7.531 Zählern definieren. Supports finden sich bei 7.360, 7.313 und 7.256 Punkten.




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Datum: 24.09.2012 - 09:30 Uhr
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