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Versicherungsbetrug: Hohe Betrugsrate bei Smartphones und Tablet-PCs - Schäden werden häufig selbst herbeigeführt

ID: 718880

(ots) - Versicherungsbetrug findet besonders häufig bei
technischen Geräten, wie Smartphones und Tablet-PCs, statt. Eine
aktuelle Auswertung der Branche von rund 2.000 eingereichten Schäden
an Smartphones und Tablets zeigt, dass über die Hälfte der Fälle
nicht plausibel sind. Der vom Kunden beschriebene Schadenhergang
passt nicht zum Schadenbild. Demnach konnten sich laut Gutachter die
Schäden nicht so ereignet haben, wie geschildert. Etwa 14 Prozent der
Kunden verfolgten ihre Forderung nicht weiter, nachdem der
Versicherer eine Überprüfung des Schadens durch einen
Sachverständigen angekündigt hatte. Die Erfahrungen der Versicherer
zeigen, dass sich Schadenmeldungen häufen, wenn eine neue
Gerätegeneration auf den Markt kommt.

Der Schaden durch Versicherungsbetrug liegt bei rund 4 Milliarden
Euro im Jahr. Zur Überprüfung der Schäden schalten die Gesellschaften
immer häufiger Gutachter ein. "Eine Grenze bei der Schadenhöhe,
unterhalb der keine Plausibilitätsprüfungen stattfinden, gibt es bei
vielen Versicherern nicht mehr. Jede Schadenmeldung wird unabhängig
von ihrer Höhe geprüft", sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der
Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV). In der Summe sind auch die vielen
kleineren Betrügereien ein großes Problem für die
Versichertengemeinschaft. "Wir sind gegenüber der ganz großen
Mehrzahl ehrlicher Kunden in der Pflicht, Betrug zu bekämpfen", so
Fürstenwerth. Sollte tatsächlich eine Betrugsabsicht nachgewiesen
werden, können die Folgen für den Kunden erheblich sein: Der
Versicherer muss nicht für den Schaden aufkommen, kann den Vertrag
kündigen, Sachverständigenkosten vom Anspruchsteller zurückverlangen
und den Fall zur Anzeige bringen.

Im letzten Jahr hatte der GDV eine Studie zum Versicherungsbetrug




vorgestellt. Danach ist Versicherungsbetrug in allen Gruppen der
Gesellschaft verbreitet. Jeder Fünfte sieht hierin ein
Kavaliersdelikt. Die Folgen und Sanktionen des Betrugs werden von
vielen unterschätzt. Nach Brancheneinschätzung ist jeder zehnte
gemeldete Schaden wahrscheinlich Betrug. Häufig wird der wahre
Schadenverlauf anders dargestellt, wenn für den tatsächlichen Schaden
kein Versicherungsschutz bestanden hätte. Besonders betroffen sind
die private Haftpflichtversicherung und die Hausratversicherung.



Pressekontakt:
Stephan Schweda
Tel.: 030 / 2020-5114
s.schweda(at)gdv.de

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Datum: 11.09.2012 - 15:25 Uhr
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