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Aktienmärkte treten auf der Stelle / RWE will laut Kreisen mehr als 2000 Stellen streichen

(LifePR) - Weder vonseiten der Politik noch vom makroökonomischen Umfeld stehen derzeit einflussreiche Ereignisse im Kalender. Vor diesem Hintergrund dürfte die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer nicht negativ beeinflusst werden. Wenig Relevanz erwarten wir von der französischen Industrieproduktion, denn selbst schwache Produktionszahlen aus Deutschland, Italien und Spanien haben nicht zu einem Anstieg der Risikoaversion beitragen können. Zudem wird in Frankreich nach dem unerwartet schwachen Vormonatswert ein kleines Produktionsplus erwartet. Auf europäischer Basis zeichnet sich aber ein deutliches Minus ab. Diese Zahlen stehen kommenden Dienstag zur Veröffentlichung an.
Erste Indikationen für die US-Preisentwicklung liefern die Importpreise. Diese wurden in den letzten Monaten von nachgebenden Ölpreisen beeinflusst. Im Juni kam es mit einem Wert von - 2,7 % zum größten Vormonatsrückgang seit Dezember 2008. Die Jahresveränderungsrate liegt inzwischen bei -2,6 %. Der Trend rückläufiger Ölpreise hat sich im Juli nicht fortgesetzt. Daher könnte es nach den kräftigen Rückgängen der letzten Monate zu einem kleinen Vormonatsplus kommen. Die Jahresveränderungsrate liegt aber weiterhin im negativen Bereich, sodass die Zahlen keinen verstärkten Inflationsdruck anzeigen und vor diesem Hintergrund Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen nicht reduziert werden sollten.
Aktienmärkte: Der Dax eröffnete am Donnerstag mit leichten Kursgewinnen. Aber bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass dem Index die Luft nach oben etwas ausgeht, so dass die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Zählern nicht überwunden werden konnte. In der Folge erhöhte sich der Abgabedruck. Es entstand der Eindruck, dass nun die überfällige Korrekturbewegung, als Reaktion auf die deutlichen Kursgewinne der letzten Tage, einsetzt - aber weit gefehlt. Am Nachmittag wiederholte sich das Szenario des Vortages eins zu eins. Die bis dahin aufgelaufenen Tagesverluste wurden vollständig wett gemacht, schlussendlich ging der Dax bei 6.964 Zählern und damit komfortabel über dem Tagestief von 6.891 Punkten aus dem Handel. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine schwächere Eröffnung hin, was sicherlich auch auf die aktuell fehlenden Kaufanreize zurückzuführen ist. Bei den heute anstehenden Konjunkturdaten gilt es den Fokus vor allem auf die US-Importpreise zu richten. Heute Morgen werden zudem, die Berichte verschiedener Unternehmen wie ThyssenKrupp, Rheinmetall, Hannover Rück und Bechtle Beachtung finden.




Charttechnik: Dem Dax ist es gestern nicht mehr gelungen, ein Hoch außerhalb des Keltner Channel zu etablieren, was als (kleines) Schwächezeichen zu werten ist. Auch die gestrige Tageskerze, in Form eines sogenannten "bearish outside bar" untermauert diesen Eindruck ebenso, wie die abdrehenden Momentum-Indikatoren. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für eine temporäre, obere Wendeformation gegeben. Das erste Kursziel auf der Unterseite stellt das letzte Monatshoch (Vormonat) bei 6.835 Zählern dar. Darunter finden sich weitere Supports bei 6.775, 6.765 und 6.703 Punkten.
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Datum: 10.08.2012 - 09:04 Uhr
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