Eine Pressemitteilung des Rundfunkrats //
WDR-Rundfunkrat und Medienkommission der LfM sorgen sich um Erhalt
der Rundfunkfrequenzen
(ots) - Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW
(LfM) und der Rundfunkrat des WDR sorgen sich darum, dass bei einer
Umwidmung von Rundfunkfrequenzen für den Mobilfunk die Belange des
Rundfunks als öffentliches Kulturgut zu stark vernachlässigt werden.
Anlass ist die auf der World Radiocommunication Conference (WRC-12)
im Februar 2012 in Genf getroffene Entscheidung, weitere
Frequenzkapazitäten für die gleichberechtigte Nutzung von Rundfunk
und Mobilfunk frei zu geben. Dieser möglicherweise in anderen
Regionen der Welt sinnvolle Beschluss darf nach gemeinsamer
Einschätzung von Rundfunkrat und Medienkommission in Deutschland
nicht zur Anwendung kommen.
Beide Gremien haben die große Sorge, dass mit einer Umwidmung des
Frequenzbandes der Rundfunk in seiner Aufgabenerfüllung eingeschränkt
wird, weil die Entwicklungsmöglichkeiten der terrestrischen
Verbreitung gekappt werden. So hat auch das renommierte Institut für
Rundfunktechnik (IRT) in München im Zusammenhang der World
Radiocommunication Conference 2012 vor einer weiteren Umwidmung von
Rundfunkfrequenzen für den Mobilfunk gewarnt.
Die freie Zugänglichkeit sowie eine sichere, flächendeckende und
für alle Bevölkerungsteile kostengünstige Möglichkeit zur Versorgung
mit Rundfunkprogrammen wird auch künftig eine zentrale Grundlage der
demokratischen Willensbildung sein. In jedem Fall müssen die Belange
des Rundfunks als kulturelles Gut Berücksichtigung finden. Frequenzen
sind ein öffentliches Gut, auch für die Sicherstellung des
Medienpluralismus.
Die Rundfunkveranstalter müssen nun baldmöglichst klare Aussagen
zu den Entwicklungsperspektiven des digitalen terrestrischen
Rundfunkempfangs machen. Vor allem müssen Vertreter des Rundfunks an
allen Beratungen und Verhandlungen über die Rundfunkfrequenzen
angemessen beteiligt werden.
Beide Vorsitzende, Ruth Hieronymi für den WDR-Rundfunkrat und Dr.
Frauke Gerlach für die Medienkommission der LfM, sprachen sich
weiterhin nachdrücklich dafür aus, zunächst die bisherigen
Erfahrungen mit der Umwidmung von Rundfunkfrequenzen für den
Mobilfunk auszuwerten und Lehren aus diesem Verfahren zu ziehen.
Die vorbereitenden Beratungen fanden in den jeweiligen Ausschüssen
statt; im Ausschuss für Rundfunkentwicklung des WDR-Rundfunkrats
unter Vorsitz von Horst Schröder und im Ausschuss für
Medienentwicklung der LfM-Medienkommission unter Vorsitz von Matthias
Arkenstette. Beide Ausschüsse befassen sich in regelmäßig
stattfindenden Treffen mit den aktuellen medientechnologischen
Themenbereichen sowie deren Auswirkungen auf den Rundfunk und die
Nutzer. In diesem Jahr fand dieser Austausch bereits zum siebten Mal
statt.
Besuchen Sie auch die Seite des Rundfunkrats im Internet:
www.wdr-rundfunkrat.de
Pressekontakt:
Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats
Appellhofplatz 1
50667 Köln
E-Mail: rundfunkrat(at)wdr.de
Tel: 0221/220-5600
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Datum: 06.06.2012 - 14:07 Uhr
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