Neue OZ: Kommentar zu Sport / Doping / Studie
(ots) - Sündenfall
Alles nur olle Kamellen? Von wegen. Die ersten Auszüge aus dem
Forschungsprojekt sind sportpolitische Brisanz. Mag es auch kein
systematisches, menschenverachtendes Staatsdoping wie in der DDR
gegeben haben, so müssen sich nun auch die letzten Schönfärber von
der Idee verabschieden, der westliche Sport sei blütenrein gewesen.
Im Wettlauf der Systeme, der bis zum Zusammenbruch des Ostblocks
in den Stadien ausgetragen wurde, haben staatliche Institutionen der
Bundesrepublik offenbar Dopingforschung betrieben und die
medikamentöse Aufrüstung unterstützt.
Wer das als bewältigte Vergangenheit zur Seite wischt, verkennt
die Zusammenhänge. Wenn sich die Forschungsergebnisse in dieser Form
verdichten und der Prüfung standhalten, dann wird hier ein Sündenfall
des deutschen Sports sichtbar.
Die offenkundige Beteiligung namhafter Zentren der Sportmedizin
weist zudem auf eine oft vernachlässigte Tatsache hin: Der gedopte
Sportler ist nicht nur Täter, sondern auch Opfer, denn am Anfang
eines Doping-Vergehens der Neuzeit steht fast immer ein Mediziner.
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Datum: 26.09.2011 - 22:00 Uhr
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