DOSB plant mit 400 plus X Athleten für London / Bach: Wollen in Weltspitze bleiben - Mittwoch starte
(ots) - 367 Tage vor dem Auftakt der Olympischen
Spiele in London (27. Juli 2012) stecken Deutschlands Athleten mitten
in den Qualifikationswettkämpfen. "Derzeit sieht es so aus, als würde
die Deutsche Olympiamannschaft 400 plus X Sportlerinnen und Sportler
umfassen", sagt DOSB-Präsident Thomas Bach anlässlich des am Mittwoch
startenden Ein-Jahres-Countdowns. "Wir werden voller Optimismus nach
London reisen und verfolgen das Ziel, unseren Platz in der Weltspitze
der besten Nationen erfolgreich zu verteidigen", so der Olympiasieger
im Fechten von 1976. Vor drei Jahren in Peking hatte die damals
440-köpfige Olympiamannschaft mit 16 Gold-, 10 Silber- und 15
Bronzemedaillen im Medaillenspiegel Platz fünf hinter China, den USA,
Russland und Großbritannien belegt.
Die größten Hoffnungen ruhen auf den Mitgliedern des
DOSB-Olympia-Top-Teams 2012, dem aktuell 164 Athleten aus
Einzelsportarten angehören. Darunter sind in Schwimmerin Britta
Steffen, Triathlet Jan Frodeno, der Modernen Fünfkämpferin Lena
Schöneborn, den Fechtern Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink,
Mountainbikerin Sabine Spitz, Judoka Ole Bischof und Gewichtheber
Matthias Steiner acht Einzel-Olympiasieger von Peking sowie
zahlreiche Welt- und Europameister. "Die Mitglieder des
Olympia-Top-Teams 2012 gehören zur absoluten Weltspitze und streben
in London olympisches Edelmetall an", erklärt DOSB-Generaldirektor
Michael Vesper, der bei den Spielen der XXX. Olympiade in London wie
schon in Peking Chef de Mission sein wird.
Während die Athleten weltweit um die Olympiaqualifikation kämpfen,
geht in London die Vorbereitung der Spiele mit ersten Testwettkämpfen
weiter. "Es läuft alles reibungslos. Mein Freund und früher Kollege
aus der IOC-Athletenkommission, Lord Sebastian Coe, leistet mit
seinem Team exzellente Arbeit. Ich erwarte ein großartiges Fest in
britischer Sporttradition, bei dem die Athletinnen und Athleten beste
Bedingungen vorfinden werden ", sagt Thomas Bach, der als
IOC-Vizepräsident in den Sitzungen der IOC-Exekutive regelmäßig über
den Organisationsstand informiert wird und sich erst im April während
der Messe SportAccord vor Ort ein Bild machen konnte.
Auch das DOSB-Organisationsteam um Michael Vesper besuchte in den
vergangenen Wochen bereits ein halbes Dutzend Mal die Olympiastadt.
"Dabei konnten wir das Olympische Dorf und die fußläufig erreichbaren
zentralen Wettkampf- und Veranstaltungsstätten im Olympiapark in
Augenschein nehmen. Alles wirkt sehr kompakt", berichtet Vesper, der
mit DOSB-Leistungssportdirektor Ulf Tippelt vom 9. bis 12. August am
Chef-de-Mission-Seminar in London teilnehmen wird.
Bereits in Planung ist das Deutsche Haus. Der Treffpunkt für die
deutschen Sportler sowie Wirtschaftspartner, Politik und Medien wird
am 26. Juli 2012 im Museum of London Docklands (MoLD) eröffnet. "Mit
dem Museum of London Docklands haben wir eine einzigartige Location
gefunden, die während des sportlichen Großereignisses auch
kulturellen Genuss verspricht. Ich freue mich darauf, in diesem
geschichtsträchtigen Haus unsere Gäste willkommen zu heißen", sagt
Thomas Bach.
Das Deutsche Haus wird in London eine bedeutende konzeptionelle
Erweiterung erfahren: das German Fan Fest. Diese Ergänzung des
bisherigen Hospitality-Bereiches um einen offiziellen öffentlichen
Teil während der 16-tägigen Wettkämpfe trägt der zunehmenden
öffentlichen Aufmerksamkeit für die Olympiamannschaft Rechnung. Ein
Beispiel dafür und zugleich beeindruckendes Signal für das neue
Selbstbewusstsein als Team war im vergangenen Jahr auch die
Willkommensfeier für das Vancouver-Team vor vielen Tausend
begeisterter Fans auf dem Münchner Marienplatz.
Mit dem Fan Fest findet die Sportbegeisterung nun einen
Anlaufpunkt innerhalb des erfolgreichen Konzepts Deutsches Haus - für
nationale und internationale Gäste gleichermaßen. Michael Vesper ist
sich sicher, dass das Fan Fest auch für die Athleten ein
Riesenerlebnis wird: "Sie werden es genießen, hier mit ihren Fans
zusammenzukommen und gemeinsam zu feiern." Die Botschaft des
nationalen Sports eröffne darüber hinaus die Möglichkeit,
Begeisterung und Gastfreundschaft des Sportlands Deutschland an die
jeweiligen Austragungsorte der Olympischen Spiele zu tragen.
Das Deutsche Haus liegt im Herzen des historischen Londoner
Hafens; die meisten Sportstätten sind weniger als zehn Kilometer
entfernt. Hier werden die täglichen Pressekonferenzen der
Olympiamannschaft stattfinden.
Übernachten werden die Gäste der Olympiamannschaft auf dem
Deutschen Schiff London 2012, der MS Deutschland, die in den West
India Docks vor Anker gehen und damit vom Deutschen Haus in wenigen
Minuten zu Fuß erreichbar sein wird. Der als "Traumschiff" bekannte
und mit Fünf Sternen ausgezeichnete Ozeanriese hatte erst vor wenigen
Tagen die enge Einfahrt in das Hafenbecken erstmals erfolgreich
ausprobiert.
Die deutschen Athleten kämpfen derweil in aller Welt um die
Quotenplätze für Olympia. Für eine Berufung in die Olympiamannschaft
gelten in Deutschland die Nominierungsgrundsätze und die
sportartspezifischen Nominierungskriterien, die vom DOSB-Präsidium
bereits verabschiedet und auf der DOSB-Homepage in der Rubrik Olympia
veröffentlicht worden sind. Dabei sind die vom DOSB in Zusammenarbeit
mit den Fachverbänden aufgestellten Normen an der Endkampfchance
orientiert.
"Es ist weltweit niemals zuvor soviel Geld und soviel Know-how in
den Spitzensport investiert worden wie derzeit", erklärt Thomas Bach:
"Nie gab es größere Konkurrenz als heute." So gewannen in Peking die
Rekordzahl von 85 Nationen Medaillen, nachdem es vier Jahre zuvor in
Athen noch 74 waren. "Der Anspruch Olympias ist die Globalität.
Deshalb begrüße ich diese Entwicklung sehr. Als DOSB-Präsident
wünsche ich mir natürlich, dass die deutsche Olympiamannschaft
trotzdem ihre Ziele erreichen kann. Daran arbeiten wir gemeinsam mit
unseren Verbänden sehr intensiv", erklärt Bach.
Für den DOSB zählen im Kampf um eine vordere Platzierung im
Medaillenspiegel allerdings nur saubere Siege. "Bei Doping gilt null
Toleranz", sagt Bach. So müssen die Sportler erneute eine
Athletenvereinbarung unterschreiben, in der sie sich zum dopingfreien
Sport bekennen. Trainer und Betreuer müssen eine Ehren- und
Verpflichtungserklärung unterzeichnen.
Insgesamt werden in London in 26 Sportarten in 34 Wettkampfstätten
302 Goldmedaillen vergeben. 10.500 Athletinnen und Athleten aus mehr
als 200 NOKs kämpfen darum. Maximal wäre es einem Land unter
Ausschöpfung aller Startgelegenheiten möglich, 736 Sportler für die
Spiele zu nominieren. Erstmals ist auch das Frauen-Boxen olympisch.
21.000 Journalisten kommen, um über die Spiele zu berichten. 8,8
Millionen Eintrittskarten stehen für Fans zur Verfügung, der größte
Teil ist jedoch schon vergriffen. Allein für die 6,6 Millionen
Tickets in der ersten Verkaufsrunde gab es 22,5 Millionen Anfragen
von 1,9, Millionen Menschen. London ist die erste Stadt, die nach
1908 und 1948 bereits zum dritten Mal Gastgeber für Olympische Spiele
ist. 70.000 Volunteers werden im Einsatz sein, mehr als 240.000
Menschen hatten sich als freiwillige Helfer beworben. 1948 an
gleicher Stelle waren übrigens erstmals freiwillige Helfer im
Einsatz.
Nominiert wird die deutsche Olympiamannschaft im kommenden Jahr
durch das DOSB-Präsidium an drei Terminen: am 31. Mai 2012, am 21.
Juni 2012 und am 4. Juli 2012 - jeweils in Frankfurt/Main. Bereits
benannt sind Thomas Bach und die DOSB-Vizepräsidentin Leistungssport,
Christa Thiel, als Delegationsleiter. Zur Delegationsleitung zählen
darüber hinaus die in London anwesenden DOSB-Präsidiumsmitglieder.
Michael Vesper ist wie in Peking Chef de Mission, Dr. Bernd Wolfarth
(München) Leitender Mannschaftsarzt und Klaus Eder (Donaustauf)
Leitender Physiotherapeut.
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Datum: 25.07.2011 - 10:00 Uhr
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