Positive Halbjahresbilanz des deutschen Galopprennsports und der deutschen Vollblutzucht / "Galoppre
(ots) - Halbzeit, so würde man im Fussball sagen, ist doch
mit dem Renntag am 30.Juni in Hamburg-Horn im Rahmen der Derbywoche
die diesjährige Galoppsaison nominal zur Hälfte vorbei. Grund genug
für den Dachverband, das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen
e.V. eine erste positive Bilanz zu ziehen:
Besucherzahlen
Die Besucherzahlen auf den Galopprennbahnen haben die guten Werte
aus 2010 um über 10% übertroffen. Die grössten Steigerungsraten in
diesem Jahr haben Köln, Krefeld, München und Berlin-Hoppegarten. Die
Rennbahn in Hannover Langenhagen vermeldete sogar den besten Besuch
seit über 30 Jahren.Gründe hierfür sind neben Wetter und guter
konjunktureller Lage insbesondere die Bemühungen der Rennvereine, den
Kunden ein ständig attraktiveres Angebot zu machen. "Der Nachmittag
auf der Rennbahn bietet 'Entertainment für Jedermann' ", so
Dachverbandsmanager Andreas Tiedtke.
Wettumsatz
Einhergehend mit dem stärkeren Besuch, stieg auch der Wettumsatz
auf den Rennbahnen um sage und schreibe über 50 % (+ 55,4 % / Rennen)
. Hauptursache ist das in 2011 wieder durchgeführte Frühjahrsmeeting
in Iffezheim. Noch in 2010 hatte durch die Insolvenz des ehemaligen
Betreibers, des Internationalen Clubs, kein Meeting stattfinden
können. In 2011 konnte der neue Betreiber, BADEN-RACING, erfolgreich
das Meeting neu installieren und eine Umsatzsteigerung gegenüber 2009
verzeichnen. Auch ohne Frühjahrsmeeting liegt der Bahnumsatz über den
Zahlen aus 2009 (+ 2,5 % / Rennen). Auch hier zeigen sich die
Bemühungen der Rennvereine um attraktive Angebote für die Besucher.
Die Pferdewette bei den Pferderennvereinen dient ausschließlich zur
Eigenfinanzierung der Aufwendungen für die Tierzucht und trägt zur
Finanzierung der Veranstaltung der Leistungsprüfungen (Rennen) bei.
Saisonhöhepunkte stehen an
Mit dem IDEE-Deutschen Derby im SPARDA-Derby Park in Hamburg Horn
(3.7.), dem Rheinland-Pokal (14.8.)und dem Grossen-Preis von Europa
in Köln(25.9.), dem HENKEL - Preis der Diana in Düsseldorf (7.8.),
dem Grossen DALLMAYR-Preis in München (31.7.) und dem LONGINES
Grossen Preis von Baden in Iffezheim (4.9.) stehen die eigentlichen
"Big Points" noch aus. Es sind sog. Gruppe I - Rennen, der höchste
Standard von Leistungsprüfungen international.
Neue Sponsoren
Erfreulich ist, dass eines der wichtigsten Rennen, der Grosse
Preis von Baden, mit dem Schweizer Uhrenhersteller LONGINES einen
neuen Partner gewinnen konnte. Baden Racing, der Betreiber der
Rennbahn in Iffezheim, konnte einen mehrjährigen Vertrag
abschliessen. Tiedtke:" Es zeigt, dass der Rennsport attraktiv für
Sponsoren ist. Das Event, die hohen Besucherzahlen und Sport auf
höchstem Niveau haben einen positiven Effekt auf die jeweilige
Marke."
Rennpreise und sportliche Erfolge im Ausland Eine Folge der
konsequenten Ausrichtung der Deutschen Vollblutzucht auf Qualität
sind die Erfolge deutscher Pferde im Ausland. Bisher galoppierten
Deutsche Pferde 2,7 Millionen Euro im Ausland ein. Ebenfalls
entwickelten sich die Rennspreise für Züchter und Besitzer in
Deutschland positiv. Sie stiegen um 13,9 % auf 4,6 Millionen Euro bis
zum 29.6.2011 im Vergleich zum Vorjahr.
Erhöhte Medien-Präsenz
Die Anzahl der Medienberichte hat sich im Vergleich zum Vorjahr
fast verdoppelt, stellt man in Köln fest. Allein der tägliche
Ausschnittsdienst liefert ungleich höhere Anteile, wobei auch die
regionale Pressearbeit der Vereine mehr und mehr Früchte trägt. Die
Präsenz in den elektronischen Medien, insbesondere in Fernsehen und
Internet steigt. Die Verbesserten Bilder (viele Renntage werden in
digitalem Standard 16:9 produziert) und die Verfügbarkeit der Bilder
ist u.a. Folge der Qualitätsoffensive von German Racing, dem
Marken-Dach des deutschen Galopprennsports. Hierzu zählt auch die
regelmäßige Produktion einer Sendung auf Sport1 zusammen mit dem
Unternehmen RaceBets.com, einer Beteiligung im Rahmen von German
Racing.
Glücksspielstaatsvertrag und die Folgen
Obwohl das Notifizierungverfahren in Brüssel noch nicht
abgeschlossen ist, wird sehr stark über Veränderungen durch die
deutschen Bundesländer nachgedacht. Es zeigt sich, dass die Argument
der Spielsuchtprävention in den Hintergrund treten. Eine Anhörung bei
der federführenden Staatskanzlei in Magdeburg, an der auch der
Galopprennsport seine Argumente erneut vorbrachte, zeigt breite
Bedenken fast aller Marktteilnehmer an den rechtlichen und vor allem
wirtschaftlichen Auswirkungen. Der Galopprennsport und die
Vollblutzucht kämpfen weiter dafür, dass die wenig suchtgefährdende
Pferdewette sowohl aus rechtssystematischen Gründen als auch auch
sachlichen Erwägungen nicht in den Regelungsgehalt des
Staatsvertrages aufgenommen wird. "Es ist widersinnig, die Sportwette
zu liberalisieren und gleichzeitig ein seit über 90 Jahren
bestehendes und funktionierendes Instrument der Selbstfinanzierung
der Zucht auf Druck privater Interessen zu opfern. Wir rechnen und
hoffen darauf, dass die katastrophalen Fehler und deren Folgen noch
rechtzeitig korrigiert werden, ohne dass erneut Gerichte entscheiden
müssen", so Tiedtke zu dem laufenden Prozess. "Ich unterstütze
eindeutig die Bemühungen des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund)
mit seinem Entwurf, soweit ein überlebensfähiger Steuersatz dabei
herauskommt und die Vorschläge der DFL (Deutsche Fussball Liga) zum
Schutz der Spielpläne und wettrelevanten Daten. Aber sowohl
Steuerfragen als auch mögliche Einnahmen aus der Rechtevermarktung
helfen nicht, wenn das Produkt und der Vertrieb zerstört werden", so
Tiedtke weiter zu den jetzt angedachten Restriktionen im
vorliegenden Entwurf zum Glücksspielstaatsvertrag.
Pressekontakt:
Andreas R. Tiedtke - tiedtke(at)direktorium.de
Büro: +49 221 7498-16
Fax +49 221 7498-64
Für Interviewanfragen und zusätzliche Informationen steht Herr
Tiedtke auf Anfrage und nach Terminabsprache zur Verfügung.
Informationen: www.german-racing.com www.galopp-sport.de
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Datum: 29.06.2011 - 12:00 Uhr
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