Der dritte Triumph - Andre Thieme gewinnt mit Nacorde das 82. Deutsche Spring-Derby
(ots) - Die Kappe flog meterweit in die Luft über dem
altehrwürdigen Derby-Platz und über 25.000 Zuschauer gerieten völlig
aus dem Häuschen: Andre Thieme freute sich diebisch über den dritten
Triumph mit seinem niederländischen Wallach Nacorde im von Tchibo
präsentierten Deutschen Spring-Derby nach 2007 und 2008. "Heute wird
gefeiert, mein Bereiter Dani hat auch noch Geburtstag - Ihr seid alle
eingeladen," verkündete ein überglücklicher Derbysieger in der
Pressekonferenz. Platz zwei ging an Geheimtipp Torben Köhlbrandt
(Fehmarn/ Ibbenbüren) mit dem Holsteiner Schimmelhengst C-Trenton Z
und dahinter reihte sich die Überraschung des Wochenendes ein -
Marcel Ewen aus Luxemburg mit dem neun Jahre alten Hengst Orgueil
Fontaine. Der sorgte nach seinem Ritt schon für große Begeisterung im
Publikum, weil er sich überschwänglich über bloße zwei Abwürfe
freute.
Thieme - der nach der ersten Qualifikation zum Deutschen
Spring-Derby vollauf zufrieden war, haderte nach dem zweiten
Durchgang mit sich und den Holsteiner Wegesprüngen. Die gehören nicht
zu den Lieblingshindernissen des 16 Jahre alten Wallachs. "Als hätte
ich es geahnt bin ich zu Carsten-Otto Nagel gefahren, um das zu üben.
Hat aber nix genützt," so Thieme. Kurioserweise flog im Umlauf nicht
die Stange des Wegesprungs, die das Pferd berührt hatte, sondern die
Stange in der rechten Hälfte des Sprungs. "Also das gucke ich mir
jetzt auch nicht zu oft im Video an, sonst ärgere ich mich ja
schwarz." Thieme bedankte sich bei Ehefrau Corinna: "Die hat wirklich
mentale Aufbauarbeit geleistet nach der zweiten Qualifikation, da war
ich doch sehr am zweifeln."
Torben Köhlbrandt, in Fehmarn aufgewachsen und seit 2009 in
Ibbenbüren zuhause, hatte C-Trenton bereits als Achtjährigen in
Deutschen Spring-Derby vorgestellt. "Vor einigen Wochen hat mich dann
der Besitzer angerufen und gefragt, ob ich das Pferd im Derby reiten
will - ich wollte," sagt Köhlbrandt, der bis kurz vor Ende der
einzigartigen Prüfung der einzige Reiter war, der mit lediglich einem
Abwurf die 26 Sprünge des Derbykurses absolvierte. C-Trenton war mit
Feuereifer den Tchibo-Wall heruntergeklettert und brauste einen Tick
zu forsch auf die 1,60 Meter hohe Planke zu. Damit war das Stechen
Köhlbrandt/ Thieme fällig, dass Andre Thieme dank der besseren Zeit
für sich entschied.
Nahezu jedes Jahr schreibt das Deutsche Spring-Derby besondere
Geschichten. Die von Marcel Ewen aus Luxemburg ist so eine. Auch
DKB-Riders Tour Chef Paul Schockemöhle konnte sich nicht erinnern, je
einen Luxemburger Springreiter so weit vorn im Deutschen Spring-Derby
gesehen zu haben. Der 29-jährige Ewen hatte schon als Kind davon
geträumt, einmal das Deutsche Spring-Derby zu reiten und hatte vor
wenigen Wochen einfach mal angerufen, ob er denn willkommen sei. Das
"Ja" der Veranstalter sorgte dann für fieberhafte und mit allerlei
Schwierigkeiten behaftete Vorbereitungen. "Wir sind in Luxemburg ja
schon froh, wenn wir überhaupt einen Parcours bauen können," so Ewen
und angesichts der Dimensionen des Hamburger Klassikers "hatte ich
vorher mit meinem Leben schon abgeschlossen", scherzte der Reiter der
in der Uniform der luxemburgischen Streitkräfte reitet. Und der erste
Gang zu Fuß auf den legendären Tchibo-Wall - wie war der?
Knochentrockene Antwort: "Das Problem hatte ich insofern nicht, als
ich da lieber gar nicht erst raufgeklettert bin." Dass sein Orgueil
Fontaine Derby-Qualitäten hat, ahnte Ewen schon früh. Bei der
Toskana-Tour in Arezzo absolvierte er das Derby "aber das ist ja ganz
anders als hier" und suchte sich im übrigen Hügel zuhause, die man
mal auf- und abreiten kann....
Derbychef Volker Wulff durfte sich über eine einzigartige Kulisse
bei sommerlichen Temperaturen freuen. "Ich habe noch nicht mal die
genaue Zahl, aber wir dürfen sicher von rund 75.000 Besuchern
ausgehen und haben damit das Vorjahresergebnis übertroffen," so
Wulff, der erst vor wenigen Wochen vorzeitig den Vertrag mit dem
Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein um zehn Jahre verlängerte.
Wulff freute sich über professionelle und gut funktionierende
Organisation bei seinem gesamten Team. "Wir haben erst vor sechs
Wochen vier Weltcup-Finals in Leipzig organisiert und auch jetzt
waren alle bis in die Haarspitzen motiviert."
15.000 Euro für den guten Zweck
Derby meets Golf in Breitenburg, Sportkollegen und Volker Wulff
mit seinem Unternehmen EN GARDE Marketing GmbH sorgten dafür, dass
die Initiative des irischen Springreiters Denis Lynch zugunsten
vernachlässigter Pferde in Irland 15.000 Euro zu Gute kommen. Beim
Golf-Turnier vor dem Derby in Breitenburg wurden schon rund 4000 Euro
erspielt, etliche internationale Reiter beteiligten sich mit Anteilen
ihres Preisgeldes und Volker Wulff stockte diese Summe bis auf 15.000
Euro auf. Lynch hatte vor Monaten angesichts des Leids etlicher
Pferde im von der Wirtschafts- und Finanzkrise schwer gebeutelten
Irland zu dieser Spendenaktion aufgerufen. Die Gelder kommen Irlands
Tierschutzorganisation ISPCA (Irish Society for the Prevention of
Cruelty to Animals) zugute, mit der Lynch zusammenarbeitet.
Ergebnisübersicht Deutsches Spring- und Dressur-Derby 08 Tchibo
präsentiert: 82. Deutsches Spring-Derby, Wertungsprüfung zur
DKB-Riders Tour, Springprüfung mit Stechen, Höhe: 1.55 m 1. Andre
Thieme (Plau), Nacorde, 0 SP/53.95 sec; 2. Torben Köhlbrandt
(Ibbenbüren), C-Trenton Z, 2/58.27; 3. Marcel Ewen (Luxemburg),
Orgueil Fontaine, 8/161.60; 4. Gilbert Tillmann (Grevenbroich), Hello
Max, 8/162.01; 5. Michael Whitaker (Großbritannien), Animation II,
8/167.80; 6. Matthias Granzow (Passin), Antik, 8/171.07;
12 illbruck-Poresta Youngster Cup, CSIYH1*: Springprüfung mit
Stechen, Finale 7 u. 8j. Pferde, Höhe: 1.40 m 1. Christian Ahlmann
(Marl), Tonton van Sint-Maar, 0 SP/42.00 sec; 2. Philip Rüping
(Breitenburg), Cocolina, 0/42.16; 3. Meredith Michaels-Beerbaum
(Thedinghausen), Bella Donna, 0/43.00; 4. Ludger Beerbaum (Hörstel),
Caresse, 0/43.01; 5. Judy-Ann Melchior (Belgien), Asca Z, 0/43.38; 6.
Sören Pedersen (Dänemark), Tailormade Esperanza de Rebel, 0/44.10;
30 Deutsches Pony-Dressur-Derby, Finale Pony Dressurprüfung Kl.
L auf Trense mit Pferdewechsel / national 1. Sophie Kampmann (
Hamburg) Voyager 2408 Punkte 2. Joline Thüning (Steinfurt) Top
Anthony 2375 Punkte 3. Joy Albeck (Berlin) Tim 2358 Punkte
53. Deutsches Dressur-Derby Grand Prix mit Pferdewechsel, Preis
der Kieler Nachrichten, Sonderehrenpreis für den
erfolgreichsten Reiter Dressur
1. Kathleen Keller (Harsefeld) Rubins Royal 3700 Punkte
2. Anabel Balkenol (Rosendahl) Rubins Royal 3679 Punkte
3. Lillann Jebsen ( Norwegen) Rubins Royal 3658,5 Punkte
21 S M L - Tour, CSI Amateure: Large Tour,
Zwei-Phasen-Springprüfung, Höhe: 1.40 m 1. Jule Lüneburg (Hetlingen),
Alcassina, 0 SP/28.71 sec; 2. Ulrika Sanny (Schweden), Drömma,
0/29.59; 3. Lotta-Riikka Rintamäki (Finnland), FIM Fräulein Smilla 4,
0/30.32; 4. Jule Lüneburg (Hetlingen), Emily, 0/31..22; 5. Flaminia
Straumann (Schweiz), Tarpan, 0/31.73; 6. Benjamin Welsing (Dortmund),
Carlo, 0/33.62;
18 S M L - Tour, CSI Amateure: Medium Tour,
Zwei-Phasen-Springprüfung, Höhe: 1.25 m 1. Jule Lüneburg (Hetlingen),
Sternchen, 0 SP/27.21 sec; 2. Ulrika Sanny (Schweden), No One So
Cool, 0/27.56; 3. Tess Carmichael (Großbritannien), Unique III,
0/28..44; 4. Mohamed Mansour (Ägypten), Its Super Girl, 0/29.72; 5.
Flaminia Straumann (Schweiz), Double O Seven II, 0/29.75; 6. Svenja
Herz (Norderstedt), Why Not, 0/32.58;
15 S M L - Tour, CSI Amateure: Small Tour, Zwei-Phasen
Springprüfung, Höhe: 1.15 m 1. Thomas Sagel (Brakel), Christobal, 0
SP/29.82 sec; 2. Mohamed Mansour (Ägypten), Canu, 4/30.95; 3.
Virginia Jacobsen (Barsl), Aller Best, 4/32.03; 4. Kathleen Keller
(Harsefeld), Calimero, 4/35.17; 5. Maria Christin Ludwig (Cottbus),
Fellini, 4/44.87; 6. Thomas Holtrop (Köln), Conteur, 4/50.27;
Informationen über den Turnierklassiker in Hamburg Klein Flottbek
gibt es unter www.engarde.de in der Rubrik Events. Das Kartentelefon
ist unter Telefon 01805 - 119 115 erreichbar. (Montag bis Donnerstag
von 09.00 bis 13.00 Uhr).
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Datum: 05.06.2011 - 20:19 Uhr
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