WAZ: Wie gewohnt mies
- Kommentar von Frank Lamers
(ots) - Es gibt noch immer Menschen, die besorgt sind um den
guten Ruf des Weltfußballverbandes. Diese Menschen können aber
beruhigt werden. Es gibt keinen Grund zur Sorge, weil diese
Organisation schon sehr, sehr lange gar keinen guten Ruf mehr
besitzt. In Deutschland zumindest wurde Joseph "Sepp" Blatter bereits
bei der WM 2006 überall ausgepfiffen, wo er auftauchte. Am Ruf wird
Blatters Wiederwahl zum Präsidenten also exakt gar nichts ändern.
Dabei hat der Mann die Delegierten doch angeblich mit einem Aufruf
zur Radikaldemokratie für sich gewonnen. Er hat angekündigt,
demnächst nicht mehr das kleine Unreinheitsgremium Exekutivkomitee
über die Vergabe von Weltmeisterschaften entscheiden lassen zu
wollen. 208 Delegierte aus 208 Ländern sollen abstimmen dürfen, um
Korruption ausschließen zu können. Lächerlich. Kurzfristig war die
einzige Folge bei den Eine-Hand-wäscht-die-andere-Kumpanen: Sie
konnten Blatter irgendwie gerechtfertigt wiederwählen. Langfristig
wird die einzige Folge sein: Journalisten müssen ihre Reisebudgets
aufstocken und auch einmal in Burundi, Burkina Faso oder Aruba nach
dem Rechten schauen.
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Datum: 01.06.2011 - 19:29 Uhr
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