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Westdeutsche Zeitung: Blatter - Ein Sonnenkönig auf der Schattenseite =

ID: 417942

(ots) - Als Mohamed bin Hammam seine Kandidatur um die
Fifa-Präsidentschaft bekanntgab, glaubten viele voreilig, die
Götterdämmerung im Züricher Tempel des Fußball-Weltverbandes sei
angebrochen. Von dem katarischen Millionär ist nicht mehr die Rede,
kalt gestellt von der Ethik-Kommission des Weltverbandes. Welcher
Ethik diese Kommission folgt, wissen alle. Es ist die Ethik des alten
und neuen Präsidenten Joseph S. Blatter. Wer den Schweizer angreift,
muss wissen, mit wem er sich anlegt. Kein Zweiter beherrscht im
internationalen Geschäft mit dem Sport die Kunst der Intrige so
gekonnt wie der Walliser. "Krise. Welche Krise?", fragt Blatter. Die
Selbstherrlichkeit des Schweizers trägt bisweilen skurrile Züge. Wie
einst Juan Antonio Samaranch, der das Internationale Olympische
Komitee Jahrzehnte führte und selbst die größten Skandale im
olympischen Zirkel weitgehend unbeschadet überstand, lässt Blatter
seine Gegner einfach ins Leere laufen. Was nichts daran ändert, dass
erwachsene Menschen dem Spanier Samaranch wie dem Schweizer Blatter
huldigten wie die Höflinge dem gekrönten König. Joseph Blatter führt
die Funktionäre des Fußballs wie Marionetten. Der spanische
Vizepräsident Angel Maria Villar Llona dankte in Zürich öffentlich
dem lieben Gott, dass er mit Blatter zusammenarbeiten dürfe. Einen
"König des Sauhaufens" nannte ihn eine deutsche Tageszeitung. Warum
auch nicht? Niemals zuvor war das Image der Fifa schlechter.
Hochrangige Funktionäre sind wegen Korruptionsanschuldigungen
suspendiert, auch gegen Blatter selbst werden Bestechungsvorwürfe
erhoben. Bezeichnend, dass in der schwersten Krise der IOC-Präsident
Jacques Rogge erklärt, die Fifa werde daraus gestärkt hervorgehen.
Der Belgier galt einmal als reformfreudig, ist aber auch schon lange
Präsident einer Organisation, die eine Geldmaschine ist. Wie die




Fifa. Dass der Fifa-Kongress zukünftig die Weltmeisterschaft vergibt,
bezeichneten in Zürich einige als "revolutionär". Dabei hat das mit
Revolution nichts zu tun. Es ist das geschickte Entgegenkommen eines
Präsidenten, der eigentlich nicht zu halten ist. Blatter, der selbst
ernannte Visionär, macht weiter. Es ist unglaublich. Aber Realität.



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Westdeutsche Zeitung
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Telefon: 0211/ 8382-2358
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Datum: 01.06.2011 - 18:51 Uhr
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