tz München: Rafinha zu Bayern: Einigung mit FC Genua/Dreijahres-Vertrag beim Rekordmeister
(ots) - Es könnte die Woche der Entscheidungen werden...
Am Montag tagt Schalkes Aufsichtsrat wegen der Personalie Manuel
Neuer. Die letzte Hürde im Poker um den Nationaltorwart. Ein anderer
Neuer wird zu Wochenbeginn in München erwartet - er ist aber
Brasilianer: Rafinha muss nur noch den Medizincheck bestehen, dann
ist er nach Nils Petersen Bayerns zweiter offizieller Neuzugang. Am
Wochenende feilschten die Offiziellen mit den Bossen des FC Genua.
Und sie kamen zu einem Ergebnis: Nach tz-Informationen handelten die
Verantwortlichen eine Ablösesumme von 5,8 Millionen Euro aus, nur die
Unterschriften und die Untersuchung fehlen zur offiziellen
Bekanntgabe. Sinnvoll angelegtes Geld. Denn der Rechtsfuß, der für
die medizinische Untersuchung bei Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt extra
seinen Heimaturlaub unterbricht, hat in der Bundesliga bereits seine
Qualitäten unter Beweis gestellt. Und bei der Ablösesumme machen die
Bayern im Vergleich zu Kandidat Coentrao, der mindestens 25 Millionen
kosten soll, ein echtes Schnäppchen. Die Verträge sind ausgearbeitet,
die Modalitäten geklärt. Bereits Ende letzter Woche reiste
Rafinha-Berater Roger Wittmann nach Genua, um den Verantwortlichen
des Serie A-Klubs mitzuteilen, dass der Brasilianer wegwill. Am
späten Freitagabend konnten sich die Vereine einigen. Rafinha soll
für drei Jahre beim deutschen Rekordmeister unterschreiben. Aber
bringt der Ex-Schalker die Bayern wirklich weiter? Der
Außenverteidiger hat Champions-League-Erfahrung, zeigte in der
Bundesliga über mehrere Jahre konstante Leistungen. Sportlich gibt es
an Rafinha wenig Zweifel, wohl aber menschlich: Aus Schalker Tagen
haftet ihm ein Stinkstiefel-Image an. Rummenigge, Nerlinger & Co.
sind jedoch davon überzeugt, dass dies vor allem am Umgang mit
Rafinha auf Schalke lag. Nicht zuletzt Felix Magath raubte dem
lebenslustigen Außenverteidiger dort die Freude an der Arbeit. Auch
Jupp Heynckes ist vom Sinn des Rafinha-Deals überzeugt - das machte
er den Verantwortlichen deutlich. Für den neuen Bayern-Trainer heißt
das, dass Philipp Lahm - wie geplant - ab der neuen Saison wieder auf
die Position des Linksverteidigers zurückkehrt. Das hat auch
Konsequenzen für die Nationalmannschaft. "Ich kann mir vorstellen,
dass ich mich vielleicht dem FC Bayern anpasse, wenn er dort wieder
auf links spielt", sagt Joachim Löw. "Dieses ständige Hin- und
Herschieben ist auf Dauer nicht gut. Er muss seine Sicherheit
finden." Rafinha vor der Unterschrift, der Neuer-Poker vor der
Entscheidung: Die neuen Bayern nehmen Gestalt an. Tobias Altschäffl
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Datum: 29.05.2011 - 17:29 Uhr
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