Neue OZ: Kommentar zu Fußball / VfL Osnabrück
(ots) - Der nächste Schlag
Auch für einen Fußballverein gilt die Unschuldsvermutung, selbst
dann, wenn die Verantwortlichen nach einem sportlichen Abstieg gerade
einen schweren Stand haben. Mag die Durchsuchungsaktion noch so
spektakulär sein und wie eine Verstärkung des Verdachts wirken: Am
Ende müssen Beweise auf den Tisch, bevor der VfL der vorsätzlichen
Steuerhinterziehung zum Zweck verdeckter Lohnzahlungen im großen Stil
überführt werden kann.
Wenn das gelingt, kann die Klubführung einpacken; die
Funktionsträger müssten sich auf empfindliche Geld- oder sogar
Haftstrafen einstellen. Im Moment allerdings sieht es eher nach einem
Eishügelchen aus als danach, dass die Fahnder auf die Spitze eines
Eisbergs gestoßen sind. Viele Kleinigkeiten und Ungereimtheiten führt
der Gerichtsbeschluss auf, jedoch keinen harten Hinweis auf
systematischen und vorsätzlichen Steuerbetrug. Möglicherweise liefern
die beschlagnahmten Unterlagen härtere Hinweise.
Doch das wird sich erst erweisen, wenn es für den VfL vielleicht
schon zu spät ist. Im Kampf um die Drittliga-Lizenz ist das der
nächste Tiefschlag für den angeknacksten Klub, der nun mehr denn je
um Vertrauen werben muss. Deshalb ist es wichtig, dass der Verein mit
einem Höchstmaß an Transparenz in die Offensive und an die
Öffentlichkeit geht. Sonst ist der Schaden, unabhängig vom Ausgang
des Verfahrens, nicht mehr zu reparieren.
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Datum: 26.05.2011 - 22:00 Uhr
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