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WAZ: Das BVB-Märchen. Kommentar von Dirk Graalmann

ID: 396528

(ots) - Ist es jetzt eine Sensation? Ein Wunder? Ein
modernes Märchen? Es spricht vieles für die letzte Variante. Denn es
war einmal ein Klub, der fühlte sich groß und stark, er sammelte
Titel und Geld, manch einer im Verein hielt sich für beinahe
unfehlbar, verfiel dem Größenwahn - und stürzte ab. Ins tiefste Tal
und noch viel weiter. Der Verein Borussia Dortmund stand anno 2005
nicht nur am Abgrund. Er war schon einen halben Schritt weiter.

Und nun, sechs Jahre später, an einem traumhaften Samstag, mündet
eine Saison großer Momente des Glücks, der Freude, ja auch des
Stolzes, in einen der wohl spektakulärsten Triumphe der
Klubgeschichte: Borussia Dortmund, Deutscher Meister 2011. So
vorhersehbar, so logisch, so verdient dieser Titel aufgrund der
schwarz-gelben Überlegenheit seit Monaten auch gewesen sein mag, so
sensationell mutet er in der Gesamtschau an. Einen derartigen
Durchmarsch der Klopp-Jünglinge prophezeiten nicht einmal
schwarz-gelbe Fantasten. Es ist ein modernes Märchen.

Es ist die siebte deutsche Meisterschaft für den Klub, die vierte
seit Gründung der Bundesliga zur Saison 1963/64 - doch es ist von
allen Bundesliga-Titeln wohl der überraschendste, ganz sicher der
verdienteste und spätestens auf lange Sicht bestimmt der schönste.
Keine Frage: Im Jahre 1995 brachen alle Dämme, als der BVB nach 32
Jahren wieder den Titel holte, es war die ultimative Befreiung - und
dennoch hatte diese Meisterschaft in der Rückschau etwas Geplantes.
Der BVB hatte Abermillionen investiert, hatte mit Reuter, Sammer,
Riedle, Möller und Cesar fertige Stars für reichlich Bares geholt.
Die Titelverteidigung 1996 war die Bestätigung, die Meisterschaft
2002 dann schlicht das - zudem sportlich glückliche - Ergebnis
wirtschaftlich (ungesunder) Expansion, die nach den
Millionen-Transfers von Rosicky und Koller im Kauf von Marcio Amoroso




gipfelte.

Dieser Titel aber wird anders in Erinnerung bleiben. Der BVB hat
nicht nur seine jüngste Vergangenheit abgeschüttelt, er hat sich auf
den Trümmern neu erfunden. Unter der Aufsicht von Trainer Jürgen
Klopp und unter Mithilfe der Verantwortlichen um Geschäftsführer
Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc hat der Verein ein
Gebilde entwickelt, das weit über Dortmund hinaus Sympathien erntet.
Die aktuellen BVB-Helden tragen nicht die Namen fertiger Stars,
sondern sie heißen - stellvertretend für ein imposantes Kollektiv -
Götze, Großkreutz, Schmelzer oder Hummels. Eine Mannschaft, deren
Identifikationsgrad bei den Anhängern so hoch ist wie bei den
Europacup-Helden von 1966 oder den Pokal-Helden 1989. Die aktuelle
BVB-Mannschaft ist die jüngste Meister-Elf der Bundesliga-Geschichte,
doch ihren Platz im Herzen der Dortmunder Anhänger hat sie sich
bereits auf ewig gesichert.

Es ist eine Mannschaft, die mit ihrer Begeisterung ansteckt, die
das Spiel zelebriert, die Leidenschaft vorlebt, erfüllt mit dem
Willen zum Sieg und zum Spektakel. Diese Elf, dieses Trainerteam,
diese Vereinsführung hat Maßstäbe gesetzt, ein Beispiel gegeben für
kluge Kaderplanung, für eine Spielidee und eine Klubphilosophie, die
nicht allein abhängt von wirtschaftlich glänzenden Rahmenbedingungen.

Das Schönste daran: Das Märchen ist noch nicht zu Ende. Keiner
weiß, wie und wo die Geschichte einmal endet. Wir wissen nur: Dieses
erstes Kapitel war ein einziger Genuss. Danke, Borussia Dortmund!



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de

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Datum: 01.05.2011 - 19:23 Uhr
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