InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Angst vor Lebensmitteln aus Japan?

ID: 388739

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner: "Deutschland ist gut gerüstet"

(IINews) - Berlin/Bonn, 14. April 2011 - Zahlreiche Lebensmittelskandale, etwa Dioxin-Funde in Lebensmitteln und nun auch das Thema Japan, formen einen neuen Verbrauchertypus, der zunehmend detailliertere Informationen über Herkunft und Verarbeitung seiner Lebensmittel fordert. Händler geraten vor diesem Hintergrund zunehmend unter Druck und fragen sich, wie sich diese Katastrophen auf das Einkaufsverhalten der Deutschen auswirken werden. POS-Experte Christoph Soika rät daher Händlern in einem Gespräch mit der Lebensmittelzeitung Direkt, überlegt zu reagieren. "Die Kunden rufen schon jetzt zahlreich bei den Hotlines der Hersteller an. Deshalb liegt es nahe, sich als Händler auch selbst erst einmal zu informieren, also die Lieferanten zu fragen, wie sie die Sicherheit gewährleisten". Auch Hans-Theo Henne, Frische-Category-Manager bei Kaiser´s Tengelman und Birkenhof-Geschäftsführer, rät in einem in einem Bericht der Lebensmittelpraxis zu überlegtem und nachhaltigem Handeln: "Jeder Aktionismus wäre fehl am Platz".

Trends aus dem Bereich des Mobile Marketing können Verbrauchern und Händlern bei Orientierung und Kommunikation helfen, wie Tudor Andronic, Director Global Retail Solutions beim baden-württembergischen Lösungsanbieter Bizerba bestätigt: "Die Technik ist mittlerweile soweit, dass der Kunde an der Theke mit der Kamera seines Smartphones einen Code vom Display der Waage scannt. Er wird direkt auf eine Internetplattform weitergeleitet, auf der er weitere Hintergrundinformationen zu den Produkten, u.a. auch deren genaue Herkunft, einsehen kann". Er kann dann beruhigt aufatmen, wenn er auf seinem Handy-Display liest, dass der Fisch in seinem Sushi aus Norwegen und nicht aus Japan stammt. Diese Technik sei, so Andronic, ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Produkttransparenz.

Grund zur Sorge besteht aber auch bei Lebensmitteln aus Japan nicht. Die EU hat für die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus Japan maximal zulässige Grenzwerte verabschiedet. Die bisher gültigen werden nach der Tschernobyl-Katastrophe eingeführt und galten lediglich für Cäsium. Die neue Regelung hingegen gilt auch für Jod-131. Mit den jetzt festgelegten Werten werden die Menschen in Deutschland und Europa vor gesundheitlichen Risiken geschützt. Zudem seien die deutschen Behörden sehr wachsam, versichert Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner der SUPERillu. "Die wenigen Waren, die unser Land erreichen, werden zusätzlich von deutschen Behörden kontrolliert", so Aigner.





Japan ist zudem ein Importland, das nur sehr wenig Nahrungsmittel nach Deutschland liefert. Von allen Lebensmitteln, die Deutschland aus dem Ausland importiert, kommen laut Angaben der Bundesregierung nur 0,1 Prozent aus Japan. Es handelt sich dabei vorwiegend um Spezialitäten, die den Weg von rund 9000 Kilometern per Schiff oder Flugzeug zurücklegen. Durch das schwere Erdbeben, den Tsunami und die Reaktorkatastrophe sei der Handel mit Japan aber quasi zum Erliegen gekommen. In einer Erklärung von Foodwatch forderte die Verbraucherschutzorganisation dennoch einen Importstopp, wie ihn auch Länder wie Südkorea und China kürzlich wegen des Dioxin-Skandals für Schweinefleisch aus Deutschland ausgesprochen hatten. Das wäre, so Foodwatch, die sicherste und einfachste Lösung.

Bei den Kontrollen der verbliebenen Importe durch die Länderbehörden sei bislang kein Fall erhöhter Strahlenbelastung festgestellt worden. Das teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit (BVL), das die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer regelmäßig an die Europäische Kommission meldet. Für Fragen des Strahlenschutzes und der Strahlenschutzvorsorge ist innerhalb der Bundesregierung das Bundesumweltministeriums (BMU) zuständig. Dieses empfiehlt vorsorglich Strahlenschutzwerte für Schiffe und Waren aus Japan. Der Vollzug liegt dann in Händen der Länder und verschiedener Bundesbehörden.

Nach übereinstimmender Ansicht des BMU und der Strahlenschutzkommission (SSK) soll der Höchstwert für Schiffe und Waren bei 4 Becquerel pro Quadratzentimeter liegen, einer Kontamination, die zu einer Strahlendosis von unter einem Millisievert pro Jahr führt. Im Vergleich dazu beträgt die jährliche effektive Dosis der natürlichen Strahlenexposition bei durchschnittlichen Bedingungen in Deutschland schon 2,1 Millisievert. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) überwacht zudem die Radioaktivität in Deutschland flächendeckend mit hochsensiblen Geräten. Doch selbst wenn sich die Lage in Japan verschlimmert, gelangt keine gesundheitsgefährdende Menge an Strahlung zu uns, da der Verdünnungseffekt zu groß ist.

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Freie Autoren informieren regelmäßig über aktuelle Geschehnisse und Trends in Wirtschaft und Handel, Industrie, Karriere und IT-Welt.



Leseranfragen:

KLARTEXT ONLINE
KLARTEXT ONLINE
Auf dem Heidgen 27

53127 Bonn
Deutschland

E-Mail: info(at)klartextonline.com
Homepage: http://www.klartextonline.com
Telefon: 0228



PresseKontakt / Agentur:

KLARTEXT ONLINE
KLARTEXT ONLINE
Auf dem Heidgen 27

53127 Bonn
Deutschland

E-Mail: info(at)klartextonline.com
Homepage: http://www.klartextonline.com
Telefon: 0228



drucken  als PDF  an Freund senden  Baugeld Tipp der Woche: Jahreshauptversammlung meistern Brüderle eröffnet Deutschen Rohstoffeffizienzpreis 2011
Bereitgestellt von Benutzer: prmaximus
Datum: 15.04.2011 - 14:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 388739
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: KLARTEXT ONLINE
Stadt:

Bonn


Telefon: 0228

Kategorie:

Finanzen


Meldungsart: PresseMitteilung
Versandart: Veröffentlichung

Dieser Fachartikel wurde bisher 163 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Angst vor Lebensmitteln aus Japan?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

KLARTEXT ONLINE (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Fachkräftemangel wird Megathema ...

Berlin, 25. Juli 2011 - "Die Wirtschaft läuft auch in diesem Jahr auf vollen Touren", kommentiert Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben eine aktuelle Umfrage des DIHK. Die Binnenwirtschaft übern&a ...

500 Millionen Euro für Strompreissenkungen ...

Köln, 20. Juli 2011 - Deutschland steht vor dem grundlegenden Umbau der Energieversorgung. Bis Ende 2022 will das Land vollständig auf die Stromerzeugung in deutschen Kernkraftwerken verzichten. Damit sind die Weichen gestellt, um d ...

Hoffnungsvolle Stimmung im industriellen Mittelstand ...

Berlin/Frankfurt/Main, 14. Juli 2011 - Die deutsche Wirtschaft wechselt derzeit zu einem moderateren, aber beständigen Wachstumstempo. "Nach dem außergewöhnlichen hohen Wachstum in den ersten Monaten dieses Jahres ...

Alle Meldungen von KLARTEXT ONLINE



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.288
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 40


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.