Candida albicans: Ein Vaginalpilz, den niemand richtig mag...
(IINews) - Wenn es im Intimbereich der Frau unangenehm juckt und brennt, ist der Verursacher häufig schnell gefunden, trotzdem lässt sich manchmal der abklärende Besuch beim Mediziner nicht vermeiden. Es geht in den meisten Fällen um Candida albicans - einen Scheidenpilz, welcher bei ungefähr zehn bis zwanzig Prozent der Frauen in der Stuhlflora vorkommt und von hier vielleicht in die Vagina gelangt. Dies führt zu einem unangenehmen Gefühl im Intimbereich und ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn der Juckreiz bedeutet, dass die Immunabwehr bereit ist, um dem Vaginalpilz den Garaus zu machen. In vielen Fällen dauert das kaum mehr als drei Tage - der Körper hilft sich selbst und die Beschwerden sind so schnell wieder weg, wie sie aufgetaucht sind. Wenn die Pilzabwehr den heimischen Truppen - genauer: den weißen Blutkörperchen - trotzdem nicht gelingt, kommt es zu dem unangenehmen Brennen im vorderen Scheidenbereich. Spätestens dann ist der Gang zum Arzt angesagt - oder aber eine Selbstbehandlung mit einer Anti-Pilz-Salbe wie z.B. Canesten, die in der Apotheke ohne Rezept zu bekommen ist. Übertragbar ist der Vaginalpilz übrigens nicht, sollte der Mann nach dem Geschlechtsverkehr aber über ein Jucken klagen, kann er die Salbe genauso zwei bis drei Tage lang benutzen, das Jucken verschwindet jedoch auch ohne Behandlung wieder.
Der Vaginalpilz zählt im Übrigen zu den verbreitetsten Genitalerkrankungen: durchschnittlich hat jede Frau ein bis zweimal im Jahr hiermit zu kämpfen. Nicht selten sind Probleme mit dem Pilz im Zuge der der Schwangerschaft, weil der Pilz sich von Glykogen, dem Zucker in den Vaginalzellen, ernährt. Die Bildung und Freisetzung des Glykogens hängt allerdings mit dem Östrogen-Spiegel zusammen, und dieser ist während des Endes der Schwangerschaft hundert mal höher als durchschnittlich. Umgekehrt bedeutet dies: Mädchen vor der Pubertät können keinen Scheidenpilz bekommen. Frauen nach der Menopause bleiben auch verschont, denn Alterswehwehchen gibt es schließlich wahrlich bereits genug... Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.
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Datum: 14.12.2010 - 19:32 Uhr
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