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VIER PFOTEN: Plant EU einen Lebendrupf 2.0? / EFSA denktüber neue Formen von Lebendrupf nach: EU-Gän

ID: 305859

(ots) - Während die Europäische Union, vertreten durch das
wissenschaftliche Gremium EFSA (European Food Safety Authority), über
das Kämmen und Bürsten von Gänsen nachdenkt, setzen die
EU-Gänseproduzenten ein Zeichen für die Vernunft. Dieses Kämmen und
Bürsten sind Methoden, die von Praktikern aus der Gänseindustrie als
unrentabler Unsinn bezeichnet werden.

Die zehn führenden EU-Gänsefleischproduzenten unterstützen die
Petition von VIER PFOTEN nach einem ersatzlosen, strengen Verbot
jeder Art der Entnahme von Federn und Daunen lebender Tiere. Diese
Fleischproduzenten sehen in neuen Rupfverfahren und Kontrollen -
ebenso wie VIER PFOTEN selbst - keine Chance auf Besserung. Bei
diesen Unternehmen handelt es sich unter anderem um den Marktführer
ANIMEX, AMI, Goldrob aus Polen, BACS TAK und TRANZIT KER aus Ungarn
sowie Ditmarscher und Eskildsen aus Deutschland. Sie alle sehen nur
eine Lösung: ein Verbot von Lebendrupf, ohne jedwede Ausnahmen.

Dass der so genannte Mauserrupf sich in Sachen Tierquälerei von
Lebendrupf um nichts unterscheidet, zeigen aktuelle Recherchen von
VIER PFOTEN: "Es konnte zwanzigmal Mauserrupf dokumentiert werden,
dies sind zwanzig Beispiele massiver Tierquälerei", erklärt Marcus
Müller, Kampagnenleiter bei VIER PFOTEN.

Die von der EFSA nun geforderten Kontrollen sind ebenfalls zum
Scheitern verurteilt, da "die Behörden in den Gänserupfländern wie
Ungarn diese Tierquälerei systematisch decken", erklärt Müller: "Wir
haben Anzeige erstattet und Bildmaterial von blutenden Gänsen
eingereicht - diese Anzeige wurde dennoch eingestellt. Die
ungarischen Behörden sehen gezielt weg, wenn Gänse leiden."

Auch auf Seiten der Daunenindustrie sind Kontrollen kaum möglich.
Dies beweist ebenfalls eine aktuelle Recherche von VIER PFOTEN: Der
große deutsche Bettenhersteller Böhmerwald forderte ungarische




Lieferanten vor der versteckten Kamera von VIER PFOTEN dazu auf, die
Herkunftspapiere der Daunen aus Lebendrupf zu fälschen.

"Es ist ein Skandal, dass die EU nun versucht, eine solche
Tierquälerei neu aufzulegen, die sogar 90% der Geflügelindustrie
strikt ablehnt. VIER PFOTEN hofft, dass die EU Kommission nicht
diesen angeblichen Verbesserungen einer unverbesserlichen
Tierquälerei folgt."



Pressekontakt:
Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Marcus Müller
Kampagnenleiter
Mobil: +43 664 45 22 430

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Datum: 30.11.2010 - 09:29 Uhr
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