bpa warnt: Wenn nicht bald etwas geschieht, wird Pflege durch Fachkräfte zum Luxusgut / Statistische
(ots) - Nach den heute vorgelegten Modellrechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) kann durch den demografischen
Wandel in Deutschland die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,2
Millionen im Jahr 2007 auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und etwa 3,4
Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Hierzu nimmt Bernd Meurer,
Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
(bpa), Stellung: "Wenn nicht bald etwas geschieht, wird Pflege durch
Fachkräfte zum Luxusgut."
Um den bereits bestehenden Fachkräftebedarf in der Pflege
abzudecken, fordert der bpa unter anderem die weitere finanzielle
Förderung für Umschüler im dritten Umschulungsjahr.
Der Altenpflegeberuf sei bestens geeignet für Wiedereinsteiger. Er
biete Frauen wie Männern, die nach dem aktiven Familienleben wieder
in den Beruf einsteigen wollten, ideale Voraussetzungen. "Die
Umschüler können im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung einen Beruf
erlernen, von dem wir heute schon sagen können, der wird morgen mehr
denn je gebraucht werden. Wir haben einen hohen Bedarf und der Beruf
ist absolut zukunftssicher."
Eine aktuelle Studie des Darmstädter WifOR-Instituts sowie die
Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft im Auftrag des bpa
belegen bereits heute, dass in Deutschland bis 2020 bundesweit fast
400.000 Vollzeit-Pflegefachkräfte gebraucht werden. "Dies entspricht
in etwa den Einwohnerzahlen von Mainz und Erfurt zusammen", so
Meurer.
Pressekontakt:
Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.
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Datum: 22.11.2010 - 16:28 Uhr
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