Beipackzettel nicht besser geworden / Ein Gesetz, das Arznei-Infos verständlicher machen sollte, hat
(ots) - Noch nicht einmal die Hälfte der 100
meistverkauften Medikamente ist mit einem gut lesbaren Beipackzettel
ausgestattet. Als "sehr gut verständlich" bewerteten Tester für das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gerade
einmal vier der untersuchten Packungsbeilagen, berichtet die
"Apotheken Umschau". Hersteller und Behörden schieben sich
gegenseitig die Schuld für das schlechte Ergebnis zu.
Lesbarkeitstests sind nur für neue Medikamente vorgeschrieben. Die
Informationsbeilagen seien den Arzneimittelherstellern nicht wichtig
genug, beklagt Klaus Menges, der zuständige Referent beim BfArM.
"Wegen mangelnder Lesbarkeit des Beipackzettels kann die Zulassung
nicht versagt werden", erklärt er. Der Verband Forschender
Arzneimittelhersteller weist darauf hin, dass die von der
Zulassungsbehörde gewünschten Korrekturen an Beipackzetteln von den
Herstellern meist übernommen würden. Die Vorschriften seien aber
teilweise auch zu unflexibel. So würden die Firmen öfter Fachwörter
durch verständlichere Begriffe ersetzen, wenn dies erlaubt würde.
Vielleicht schafft die EU ja, was der Bundesrepublik bisher nicht
gelungen ist: Sie ist mit einer eigenen Vorlage für Packungsbeilagen
aktiv geworden.
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Datum: 25.10.2010 - 08:05 Uhr
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