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Apotheker und BKA warnen: Illegale Internetanbieter fälschen Arzneimittel und gefährden damit Mensch

ID: 275252

(ots) - Die Apotheker warnen vor gesundheits- und
lebensgefährlichen Arzneimittelfälschungen, die illegale
Internetanbieter aus aller Welt an Kunden in Deutschland verkaufen
wollen. "Wer Medikamente über dubiose Internetadressen in exotischen
Ländern bestellt, läuft Gefahr, nicht nur seine Gesundheit zu
ruinieren, sondern sein Leben zu riskieren", sagt Heinz-Günter Wolf,
Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände:
"Die sicherste Quelle für ein Medikament - ob rezeptpflichtig oder
nicht - ist und bleibt die Apotheke um die Ecke."

Anlass für die neuerlichen Warnungen an Verbraucher ist die
internationale "Operation Pangea III", die auf Webseiten abzielte,
über die illegale und gefährliche Arzneimittel vertrieben werden.
Laut Bundeskriminalamt (BKA) existieren im Internet "unzählige
Seiten" für Kunden in Deutschland: "Die professionelle Aufmachung der
illegalen Seiten erschwert es dem Kunden, seriöse von unseriösen
Angeboten zu unterscheiden." Das BKA hat ca. 100 Internetseiten
identifiziert, "auf denen mutmaßlich deutsche Anbieter illegale
Arzneimittel zum Verkauf anbieten". Die Angebote umfassten
lebenserhaltende, leistungssteigernde und muskelaufbauende
Arzneimittel sowie Lifestyle-Arzneimittel, darunter Potenz- und
Haarwuchsmittel, Mittel zur Gewichtsreduktion und Appetitzügler.

Während der "Operation Pangea III" konnten bei den deutschen
Zollstellen mehr als 500 Paketsendungen mit rund 30.000 Tabletten
sichergestellt werden. Neben einer erheblichen Anzahl an
Potenzmitteln und Dopingsubstanzen wurden laut BKA auch
Antidepressiva, Schmerzmittel und Antiallergika entdeckt. Dem BKA
zufolge verzeichnet die Zollverwaltung eine steigende Tendenz im
Bereich des illegalen Handels mit Arzneimitteln. Die Anzahl der
bundesweit durch die Zollfahndung im Jahr 2009 geführten




Ermittlungsverfahren stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um 58
Prozent.

Die Pressemitteilung und weitere Informationen stehen unter
www.abda.de



Pressekontakt:
Christian Splett
Pressereferent
Tel.: 030 40004-137
Fax: 030 40004-133
E-Mail: c.splett(at)abda.aponet.de
www.abda.de

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Datum: 14.10.2010 - 15:49 Uhr
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