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Lebensgefahr in der Manege / Nach Löwenattacke in der Ukraine pocht VIER PFOTEN auf ein umgehendes W

ID: 269697

(ots) - Die Unfallserie mit Zirkustieren reißt nicht ab.
Nach den zahlreichen Vorfällen in Deutschland, bei denen Menschen und
Tiere verletzt wurden, ist am Wochenende in der Ukraine ein
Löwendompteur nur knapp seinen angreifenden Tieren entkommen und
wurde schwer verletzt. Die internationale Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN fordert erneut ein umfassendes Wildtierverbot. "Neben der
endlosen Liste von Tierschutzmängeln in Zirkusbetrieben zeigt der
Vorfall auf traurige Weise, mit welchen enormen Sicherheitsmängeln
die Haltung von Wildtieren einhergeht", erklärt Wildtierexperte
Thomas Pietsch.

Vor den Augen zahlreicher Familien mit Kindern wurde der Dompteur
von den Löwen angegriffen und verletzt. Das im Internet
veröffentlichte Privatvideo eines Besuchers zeigt die schrecklichen
Bilder des Angriffs ( http://www.youtube.com/watch?v=G9toz9rLnow ),
das Chaos in der Manege und die Panik unter den Zuschauern. Derartige
Unfälle stehen weltweit auf der Tagesordnung in Wildtierzirkussen.
Der ständige Mensch-Tier Kontakt in der Zirkuswelt macht sie
unvermeidlich. Allein für Deutschland hat VIER PFOTEN in den letzten
Jahren siebzehn Zwischenfälle gezählt, die mit Verletzten endeten.
Hinzu kamen 38 Ausbrüche von Wildtieren, bei denen nur durch ein
Wunder Schlimmeres verhindert wurde. "Imposante Tiere wie Löwen oder
Elefanten sind unberechenbar, auch wenn sie gezähmt sind. Die Arbeit
mit ihnen im Zirkus ist ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko, von
den traumatisierten Kindern unter den Besuchern ganz zu schweigen",
stellt Pietsch klar.

Die Haltung von Wildtieren im Zirkus ist grundsätzlich völlig
ungenügend. Ständige Ortswechsel, lange Transportzeiten und Lärm
kommen hinzu. Viele Zirkustiere zeigen entsprechende
Verhaltensstörungen und leiden unter schweren Krankheiten. Bei
Vorfällen wie in der Ukraine droht ihnen zur Rettung von




Menschenleben durchaus auch der Abschuss. VIER PFOTEN fordert daher
seit Jahren ein umfassendes Haltungsverbot. Viele Experten wie die
Bundestierärztekammer halten solch ein Verbot für zwingend nötig.
Auch die Bundesländer fordern bereits seit 2003 eine entsprechende
Regelung.

Erst am 29. September 2010 hat der Agrarausschuss des Bundestages
einen Antrag für ein Verbot der Haltung von Zirkustieren vertagt.
Nachdem bisher alle Bemühungen an der Blockadehaltung der
Regierungsfraktionen gescheitert sind, soll nun über eine
mehrheitsfähige Initiative verhandelt werden. Pietsch: "Die Politik
muss jetzt endlich handeln. Im Interesse der Zirkustiere und dem Wohl
der Allgemeinheit."



Presserückfragen an:
VIER PFOTEN
Beate Schüler
Editor
Tel.: 040-399 249 65
E-Mail: beate.schueler(at)vier-pfoten.org

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Datum: 05.10.2010 - 15:02 Uhr
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