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Schlechte Zähne machen krank / Unter der Leitung von Dr. Richard Meissen, MSc Implantologie, erforsc

ID: 255573

(ots) - Parodontitis zählt zu den Volkskrankheiten Nummer
Eins. Was viele nicht wissen: Schon eine sich anbahnende Parodontitis
kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Allgemeingesundheit
führen. Mit dem Ziel, das Krankheitsrisiko durch Entzündungen im
Mundraum zu minimieren, schloss sich die Kaiserberg Klinik der Stony
Brook University of Long Island, New York an. Der Experte für
Implantologie, Dr. Richard J. Meissen, MSc, forscht parallel an der
Entstehung einer Periimplantitis (Parodontitis an Implantaten) mit
verschieden beschichteten Implantaten.

Gewebezerstörung im Körper

Parodontitis beschreibt eine Entzündung des Zahnhalteapparates.
Ausgelöst wird sie durch im Mundraum befindliche Enzyme, die so
genannten MMP-8-Enzyme, die im aktiven Zustand die Kollagenfasern des
Zahnfleisches abbauen. Die Aktivierung der MMP-8 am Zahn kann
gleichzeitig die Aktivierung dieser Enzyme an Organen nach sich
ziehen, was lebensbedrohlich werden kann.

Rechtzeitig erkannt - Gefahr gebannt

Ein im Gemeinschaftsprojekt entwickeltes Testverfahren zur Analyse
der aktiven MMP-8-Enzyme im Mundraum ermöglicht erstmalig eine
rechtzeitige Parodontitis-Diagnostik und verringert so das Risiko
möglicher Folgeschäden. Die Forscher um Prof. Timo Sorsa, Universität
Helsinki, Finnland, entwickelten bereits in den 90er Jahren einen
Antikörper zur Bestimmung der aktiven MMP-8-Werte. Mit der
Entwicklung eines Testverfahrens für die Praxis kann dieser Test nun
flächendeckend eingesetzt werden.

Forschung auch an Zahnimplantaten

Auch die Periimplantitis (Parodontitis bei Zahnimplantaten)
beeinträchtigt die Allgemeingesundheit. Um seine Patienten nach wie
vor bestmöglich zu versorgen, erforscht Dr. Richard J. Meissen,
Experte für Implantologie und Diagnostik, zurzeit verschiedene




Implantatbeschichtungen und die daraus resultierende Aktivität der
MMP-8-Enzyme.

Verglichen werden Reintitan-Oberflächen mit
Zirkonnitrid-Oberflächen. Als wissenschaftlich erwiesen gilt bereits,
dass sich auf Zirkonnitrid-Oberflächen wesentlich weniger Bakterien
ansiedeln als auf Reintitan-Oberflächen. Ob dies eine sich anbahnende
Periimplantitis tatsächlich verhindert, möchte Dr. Meissen anhand der
aMMP-8-Messung herausfinden.

Wissenschaftlich anerkannt

Auf großes Interesse stieß das neuartige Testverfahren bei den
Forschern der Stony Brook University, Long Island, New York. Sie
haben bereits vor Jahren in ihren Studien den Zusammenhang zwischen
den aggressiven Enzymaktivitäten, verursacht durch MMP-8 Aktivierung,
Parodontitis und Auswirkungen auf systemische Erkrankungen wie z.B.
Rheuma oder Herzinfarkt und Frühgeburten hingewiesen.

Frühgeburtsrisiko senken

Gemeinsam mit dem deutschen Forscherteam der Biotech-Unternehmen
dentognostics und Matrix Lab forschen die Kaiserberg Klinik,
vertreten durch Dr. Richard J. Meissen, MSc, und die Stony Brook
University Long Island, New York, an einer Reduzierung des
Frühgeburtsrisikos durch rechtzeitige Parodontitis-Erkennung. So
belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass eine Parodontitis das
Risiko einer Frühgeburt um den Faktor 8 erhöht. Auch die
Zusammenhänge zwischen den oralen MMP-8-Enzymen und systemischen
Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen
berücksichtig das neue Forschungsprojekt.



Pressekontakt:
Kerstin Eschenbruch
Kaiserberg Klinik Duisburg
Telefon: 0203 - 39360
E-Mail: kerstineschenbruch(at)kaiserberg-klinik.de

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Datum: 10.09.2010 - 10:54 Uhr
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