Schmucknachfrage sinkt um 17 Prozent in Tonnen, steigt aber im Wert: Käufer weichen bei hohen Preisen auf leichtere Stücke aus
Der World Gold Council meldet für das zweite Quartal 2026 eine flache Gesamtnachfrage von 1.269 Tonnen. Im ersten Halbjahr erreichte der Wert verkauften Schmucks 86 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent.

(PresseBox) - Am Schmuckmarkt laufen Menge und Wert derzeit auseinander. Laut dem Bericht„Gold Demand Trends“ des World Gold Council für das zweite Quartal 2026 sank die Nachfrage nach Goldschmuck gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 Prozent, gemessen in Tonnen. Der Wert des im ersten Halbjahr verkauften Schmucks stieg dagegen um 22 Prozent auf 86 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtnachfrage nach Gold lag im Quartal unverändert bei 1.269 Tonnen. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 30. Juli 2026.
Dasselbe Budget, weniger Gramm
Die Erklärung liegt im Preis. Wenn ein Gramm mehr kostet, verschiebt sich die Auswahl bei gleichbleibendem Budget zu leichteren und schlichteren Stücken — der Umsatz bleibt, das Gewicht sinkt.
Für Käuferinnen und Käufer verändert das die Prüfliste. Bei leichteren Arbeiten entscheidet die Legierung stärker über Haltbarkeit und Aussehen, weshalb die Frage nach dem Material an Gewicht gewinnt — etwa beim Vergleich derEigenschaften von Weißgold als Fassung.
Was der Bericht ausweist
Nach Angaben des World Gold Council ergibt sich folgendes Bild:
Die Schmucknachfrage sank im zweiten Quartal 2026 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der Wert des im ersten Halbjahr verkauften Schmucks stieg um 22 Prozent auf 86 Milliarden US-Dollar.
Die Gesamtnachfrage lag im Quartal unverändert bei 1.269 Tonnen.
Im ersten Halbjahr summierte sie sich auf 2.522 Tonnen im Wert von 380 Milliarden US-Dollar.
Zentralbanken kauften im Quartal netto 289 Tonnen, 62 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
„Ein Markt, in dem der Umsatz steigt und die Menge fällt, sagt mehr über die Käufer als über das Metall. Sie geben nicht weniger aus, sie bekommen weniger dafür“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Der größte Zuwachs kommt nicht aus den Läden
Bemerkenswert ist die Gegenbewegung im selben Bericht. Während die Schmucknachfrage in Tonnen zurückging, stiegen die Nettokäufe der Zentralbanken um 62 Prozent auf 289 Tonnen.
Beide Bewegungen hängen am selben Preis, reagieren aber gegenläufig. Private Käufer weichen aus, wenn Gold teurer wird; institutionelle Käufer greifen genau dann zu, weil sie ein anderes Ziel verfolgen als eine Kaufentscheidung im Laden.
Woran sich ein Stück beim Kauf beurteilen lässt
Wenn die Menge Metall sinkt, gewinnt die Prüfung des Einzelstücks an Bedeutung. Feingehalt, Verarbeitung und Herkunft treten dann vor das Gewicht.
Eine erste Auskunft gibt die Prägung im Metall selbst. Was sich ausder Punze an einem Ring ablesen lässt, beantwortet die Materialfrage schneller als jede Beschreibung im Schaufenster.
Woran sich das nächste Quartal messen lässt
Der World Gold Council legt seinen Bericht vierteljährlich vor. Aufschlussreich wird sein, ob sich Menge und Wert wieder annähern.
Fällt die Tonnage weiter, während der Umsatz hält, bestätigt sich die Ausweichbewegung zu leichteren Stücken. Steigen beide gemeinsam, hätten sich die Käufer an das Preisniveau gewöhnt.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns aufübersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Datum: 19.08.2026 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2267869
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Alexander Weipprecht
Stadt:
Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Kategorie:
IT, New Media & Software
Dieser Fachartikel wurde bisher 2 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Schmucknachfrage sinkt um 17 Prozent in Tonnen, steigt aber im Wert: Käufer weichen bei hohen Preisen auf leichtere Stücke aus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Provimedia GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




