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Kinder unter Druck: Warum Schulen Selbstvertrauen statt nur Leistung fördern sollten

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(ots) - Wie ernst die psychische Belastung vieler Kinder inzwischen ist, zeigt ein aktueller Fall aus Bayern: Hochsuizidale Schülerinnen und Schüler verbringen teilweise nur eine Nacht in einer psychiatrischen Klinik und sitzen am nächsten Tag wieder im Unterricht, weil Behandlungskapazitäten fehlen. Neben Einsamkeit, Cybermobbing und Reizüberflutung zählt auch schulischer Druck zu den Belastungsfaktoren.Schule muss deshalb mehr leisten, als Wissen zu vermitteln und Noten zu vergeben.

„Kinder brauchen Freude, Bewegung und echte Erfolgserlebnisse statt immer mehr Leistungsdruck“, sagt Marco Schnabl, Mitgründer von body’n brain®. In einem Artikel oder Interview erklärt er Ihnen, wie Schulen Kinder gezielt stärken, Stress reduzieren und damit die Grundlagefür gesundes und nachhaltiges Lernen schaffen können.

Leistung braucht ein stabiles Fundament

Leistung ist ein wichtiger Bestandteil der Schule. Kinder möchten Neues lernen, Fortschritte machen und erleben, dass sie Herausforderungen meistern können. Problematisch wird es jedoch, wenn gute Noten zum Maßstab für den eigenen Wert werden.

Wer glaubt, nur erfolgreich zu sein, wenn keine Fehler passieren oder ständig Bestleistungen erreicht werden, erlebt Lernen häufig als Belastung. Angst vor dem Scheitern hemmt Neugier und erschwert es, sich auf neue Inhalte einzulassen. Deshalb sollten Schulen nicht nur Leistung einfordern, sondern auch Bedingungen schaffen, unter denen Kinder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln können.

Selbstvertrauen entsteht durch Erfahrungen

Selbstvertrauen wächst nicht durch ständiges Lob oder immer niedrigere Anforderungen. Es entsteht, wenn Kinder erleben, dass sie etwas zunächst noch nicht können, es mit Übung aber schaffen. Genau diese Erfahrungen vermitteln: Fehler gehören zum Lernen dazu und Rückschläge sind kein Zeichen des Versagens.

Bei body’n brain® zeigt sich immer wieder, wie wirkungsvoll kleine Erfolgserlebnisse sein können. Durch die Verbindung von Bewegung, Koordination, Wahrnehmung und Denkaufgaben entstehen spielerische Situationen, in denen Kinder Konzentration, Körpergefühl und Problemlösung gleichzeitig trainieren. Oft reichen bereits wenige Minuten, damit sie neue Motivation entwickeln und mit mehr Selbstvertrauen an Aufgaben herangehen.





Erst der Zustand, dann der Stoff

Kinder können nur dann erfolgreich lernen, wenn sie sich sicher fühlen und aufnahmefähig sind. Wer unter starkem Stress steht oder große Angst vor Fehlern hat, kann selbst guten Unterricht nur eingeschränkt verarbeiten.

Deshalb lohnt es sich, vor jeder Wissensvermittlung auch den Blick auf die aktuelle Verfassung eines Kindes zu richten. Der Grundsatz"Erst der Zustand, dann der Stoff"beschreibt genau diesen Zusammenhang. Freude, Bewegung und ein positives Lernklima sind keine Gegensätze zu Leistung, sondern wichtige Voraussetzungen dafür, dass Lernen nachhaltig gelingt.

Auch stille Kinder dürfen nicht übersehen werden

Psychische Belastungen zeigen sich nicht immer durch auffälliges Verhalten. Während unruhige Kinder schnell Aufmerksamkeit erhalten, geraten diejenigen leicht aus dem Blick, die sich zurückziehen, sich kaum noch melden oder sich selbst wenig zutrauen.

Gerade diese Schülerinnen und Schüler profitieren davon, wenn Schule mehr Möglichkeiten für kleine Erfolgserlebnisse schafft und Fehler nicht als Makel, sondern als selbstverständlichen Teil des Lernprozesses vermittelt. So entsteht eine Lernatmosphäre, in der Entwicklung wichtiger ist als der direkte Vergleich mit anderen.

Schulen brauchen Unterstützung – und eine andere Lernkultur

Schulen können psychische Erkrankungen weder verhindern noch therapeutische Hilfe ersetzen. Ebenso wenig wäre es gerecht, Lehrkräften die alleinige Verantwortung dafür zuzuschreiben. Sie übernehmen heute weit mehr Aufgaben als reine Wissensvermittlung und benötigen dafür ausreichend Unterstützung durch Eltern, Fachkräfte und ein funktionierendes Hilfesystem.

Gleichzeitig kann die tägliche Gestaltung des Unterrichts viel bewirken. Mehr Bewegung, eine konstruktive Fehlerkultur und regelmäßige Erfolgserlebnisse helfen dabei, Druck abzubauen, ohne den Leistungsanspruch zu senken.

Denn Schule muss sich nicht zwischen Leistung und Selbstvertrauen entscheiden. Im Gegenteil: Kinder lernen langfristig erfolgreicher, wenn sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, Fehler als Chance begreifen und erleben, dass sie Schritt für Schritt wachsen können. Genau darin liegt eine wichtige Grundlage für gesundes und nachhaltiges Lernen.

Über Marco Schnabl:

Marco Schnabl ist Gründer und Entwickler von body n brain®. Er übersetzt Wissen über das Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Nervensystem in einfache, alltagstaugliche Übungen für Kinder und Erwachsene von 35 bis 80+. Mit über 23 Jahren Praxiserfahrung zeigt er, warum Lernen, Fokus und innere Stabilität nicht nur Kopfsache sind. Sein Leitgedanke: Der Mensch gehört wieder in den Mittelpunkt. https://kindertrainer.info/

Pressekontakt:

VITACIA GmbH
Geschäftsführer: Marco Schnabl
E-Mail: info(at)body-brain-activity.com
Website: https://kindertrainer.info

Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion(at)dcfverlag.de


Original-Contentvon: Vitacia GmbH,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 18.08.2026 - 09:55 Uhr
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