Immobilien unter Marktwert kaufen: Wie Profis ihre Gewinne schon beim Einkauf machen
(ots) - Die meisten Menschen verdienen mit Immobilien erst beim Verkauf Geld. Profis hingegen achten darauf, dass der Gewinn bereits beim Einkauf entsteht. Denn wer eine Immobilie deutlich unter Marktwert erwirbt, schafft sich von Anfang an einen Puffer für Sanierungen, Marktveränderungen und Rendite.
Die teuersten Fehler passieren nicht nach dem Kauf, sondern in der Preisverhandlung davor. Hier erfahren Sie, wie Profis Immobilien unter Marktwert finden, welche Verhandlungstricks wirklich funktionieren und woran man erkennt, ob ein Objekt tatsächlich ein gutes Geschäft ist.
Nicht jeder Verkäufer möchte den höchstmöglichen Preis erzielen
Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass jeder Eigentümer ausschließlich den maximalen Verkaufspreis anstrebt. Tatsächlich spielen oft andere Faktoren eine entscheidende Rolle. Manche Eigentümer möchten den Verkauf möglichst schnell abschließen, andere scheuen den organisatorischenAufwand oder möchten sich nicht mehr um eine leerstehende oder sanierungsbedürftige Immobilie kümmern. Auch persönliche Veränderungen können dazu führen, dass Planungssicherheit wichtiger wird als der letzte Euro.
Für Käufer eröffnet genau das Verhandlungsspielräume. Wer die Situation des Verkäufers versteht, erkennt häufig, welche Punkte neben dem Kaufpreis wichtig sind. Eine schnelle Finanzierung, ein fester Übergabetermin oder die Bereitschaft, die Immobilie im bestehenden Zustand zu übernehmen, können deshalb einen größeren Einfluss auf die Entscheidung haben als ein höheres Angebot.
Gute Vorbereitung schafft die beste Verhandlungsposition
Bevorüber den Kaufpreis gesprochen wird, sollte klar sein, was eine Immobilie tatsächlich wert ist. Dazu gehört nicht nur der Vergleich mit ähnlichen Objekten in der Region. Ebenso wichtig ist eine realistische Einschätzung der Investitionen, die nach dem Erwerb erforderlich werden. Sanierungs- und Modernisierungskosten, Kaufnebenkosten oder mögliche Zeitverzögerungen beeinflussen unmittelbar, welcher Kaufpreis wirtschaftlich vertretbar ist.
Mit dieser Vorbereitung verändern sich auch Preisverhandlungen. Statt pauschal einen niedrigeren Preis zu fordern, können Käufer ihre Argumente nachvollziehbar begründen. Das schafft Vertrauen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass beide Seiten eine Lösung finden. Gleichzeitig verhindert eine sorgfältigeKalkulation, dass ein vermeintliches Schnäppchen durch unerwartete Zusatzkosten seine Wirtschaftlichkeit verliert.
Der Kaufpreis allein entscheidet noch nichtüber ein gutes Investment
Selbst wenn eine Immobilie unter Marktwert erworben werden kann, bedeutet das nicht automatisch, dass sie langfristig erfolgreich sein wird. Entscheidend ist vielmehr, welches Potenzial das Objekt besitzt und ob sich die geplanten Maßnahmen wirtschaftlich umsetzen lassen. Deshalb betrachten erfahrene Investoren den Einkauf nieisoliert, sondern immer im Zusammenhang mit der gesamten Strategie.
Bereits vor dem Kauf sollte feststehen, welche Zielgruppe später angesprochen werden soll und welche Investitionen dafür notwendig sind. Davon hängt unter anderem ab, welche Ausstattung sinnvoll ist, welche Kosten eingeplant werden müssen und welcher Verkaufspreis oder welche Miete später realistisch erzielt werden kann. Wer diese Fragen erstnach dem Notartermin beantwortet, erhöht das Risiko von Fehlentscheidungen deutlich.
Im Einkauf liegt die Chance. Im Verkauf der Gewinn!
Auch nach einer ersten Absage ist eine Immobilientransaktion nicht zwangsläufig beendet. Verkäufer bewerten ihre Situation häufig neu, wenn sich ein Verkauf verzögert oder laufende Kosten weiter steigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Kontakt aufrechtzuerhalten und Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufzunehmen. Geduld zahlt sich dabei oftmehr aus als überhastete Preiszugeständnisse.
Letztlich zeigt sich, dass erfolgreiche Immobilienkäufe weit mehr erfordern als Verhandlungsgeschick. Wer den Markt kennt, den tatsächlichen Wert einer Immobilie realistisch einschätzt und die Interessen des Verkäufers versteht, schafft die Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen. Genau deshalb beginnt ein profitables Investmentnicht mit dem späteren Verkauf, sondern mit einem gut vorbereiteten Einkauf – denn dort wird der Grundstein für Rendite, Planungssicherheit und langfristigen Erfolg gelegt.
Über Oliver Fischer:
Oliver Fischer ist Immobilienexperte mitüber 40 Jahren Erfahrung und Entwickler des FIX&FLIP-Systems. Er hatüber 3.000 Projekte realisiert und mehr als 2.800 Teilnehmer ausgebildet. Mit praxisnahen Strategien unterstützt er Investoren im strukturierten Immobilienhandel und beim nachhaltigen Vermögensaufbau. Weitere Informationen unter: https://www.oliverfischer.de
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Datum: 12.08.2026 - 12:00 Uhr
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