Factoring im 1. Halbjahr 2026: Stabiler Faktor der Unternehmensfinanzierung

(ots) - Trotz des weiterhin schwierigen konjunkturellen Umfelds zeigt sich der deutsche Factoring-Markt im ersten Halbjahr 2026 robust. Die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes erzielten ein Ankaufsvolumen von 212,6 Milliarden Euro und lagen damit 0,5 Prozentüber dem Vorjahresniveau.
Die außergewöhnlich hohen Wachstumsraten der Vorjahre konnten zwar, auch aufgrund von Veränderungen in der Mitgliederstruktur, nicht fortgeschrieben werden. Die stabile Entwicklung unterstreicht jedoch die Bedeutung des Factorings als wichtiges und verlässliches Finanzierungsinstrument zur Sicherung der Liquidität von Unternehmen und zur Stabilisierung von Lieferketten.
Nationales Geschäft wächst weiter
Das nationale Factoring entwickelte sich erneut positiv und stieg auf ein Ankaufsvolumen von rund 151 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das internationale Geschäft blieb mit einem Volumen von rund 62 Milliarden Euro etwa auf Vorjahresniveau.
Wie sich das nationale Geschäft in den kommenden Monaten entwickelt, wird dabei maßgeblich auch davon abhängen, welche Impulse die von der Bundesregierung angestoßenen Reformen für den Wirtschaftsstandort Deutschland setzen.
Positiv entwickelte sich zudem die Zahl der Factoring-Kunden. Mit rund 115.000 Kunden wurde ein neuer Höchststand erreicht - ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Zu diesem Wachstum haben allerdings auch die zahlreichen neuen Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes beigetragen.
Wirtschaftliche Aussichten bleiben verhalten
"Factoring stabilisiert weiterhin die Lieferketten der deutschen Wirtschaft", erklärt Stefan Wagner, Sprecher des Vorstandes des Deutschen Factoring-Verbandes.
Die wirtschaftliche Unsicherheit spiegelt sich jedoch weiterhin in den Einschätzungen der Verbandsmitglieder wider. Das Geschäftsklima wurde mit der Schulnote 2,8 erneut etwas schlechter bewertet als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wird das Insolvenzrisiko mit einer Bewertung von 3,0 unverändert als hoch eingeschätzt.
Die vorliegenden Ergebnisse gelten als repräsentativ für den deutschen Factoring-Markt. Die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes repräsentieren rund 98 Prozent des verbandlich organisierten Factoring-Volumens in Deutschland und bilden damit den maßgeblichen Referenzmarkt der deutschen Factoring-Branche.
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Datum: 10.08.2026 - 11:01 Uhr
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