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Krypto-Boom ohne Banken: Neue Anbieter erobern den Kundenzugang

ID: 2266239

(ots) - Deutsche Krypto-Anlegerinnen und -Anleger setzen auf Neo-Broker, Kryptobörsen und Wallet-Anbieter. Besonders junge Investorinnen und Investoren handeln längst außerhalb klassischer Bankstrukturen.

Kryptowährungen entwickeln sich zunehmend vom Nischenthema zur etablierten Anlageklasse. Eine aktuelle BearingPoint-Studie zeigt: Bereits 13 Prozent der Deutschen besitzen Kryptowährungen. Weitere 11 Prozent können sich einen Kauf vorstellen. Damit ist rund jede:r vierte Deutsche entweder bereitsim Kryptomarkt aktiv oder offen für ein entsprechendes Investment.

Besonders bemerkenswert: Während die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten wächst, spielen klassische Finanzinstitute für viele Anleger:innen kaum eine Rolle. Stattdessen dominieren Neo-Broker, Kryptobörsen und spezialisierte Wallet-Anbieter den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen. Die Ergebnisse deuten auf eine tiefgreifende Verschiebung im Finanzmarkt hin, bei der neue Akteure zunehmend den direkten Kundenzugang übernehmen.

Junge Anleger:innen treiben den Kryptomarkt

Am stärksten verbreitet sind Kryptowährungen bei jüngeren Altersgruppen. Bereits 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 28 Prozent der 25- bis 34-Jährigen besitzen aktuell Kryptowährungen. Auch auf Generationenebene zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund 22 Prozent der Generation Z und25 Prozent der Millennials investieren bereits in digitale Vermögenswerte.

Damit entwickelt sich die Krypto-Nutzung insbesondere bei denjenigen Bevölkerungsgruppen dynamisch, die langfristig die wichtigste Zielgruppe für Banken, Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleister darstellen.

Neo-Broker und Kryptobörsen besetzen den Kundenzugang

Bei der Frage nach den bevorzugten Handelsplattformen für Kryptowährungen führen spezialisierte Digitalanbieter das Ranking an. Trade Republic erreicht 17 Prozent der Erstnennungen, gefolgt von Binance mit 16 Prozent, Bitpanda mit 11 Prozent und Coinbase mit 10 Prozent. Erst auf Platz fünf folgt mit Bison das Angebot der Börse Stuttgart.





Auffällig ist dabei vor allem eines: Unter den zehn meistgenannten Anbietern findet sich praktisch kein klassisches Finanzinstitut. Stattdessen dominieren Neo-Broker und spezialisierte Kryptobörsen den Markt.

Auch bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte zeigt sich ein ähnliches Bild. Trade Republic führt mit 15 Prozent der Nennungen das Ranking an, gefolgt von Coinbase (14 Prozent), Binance (11 Prozent), Bitpanda (8 Prozent) und Bison (7 Prozent). Ergänzt wird die Spitzengruppe durch spezialisierte Lösungen wie MetaMask und die Hardware-Wallet Ledger.

Deutschsprachige Anbieter genießen besonderes Vertrauen

Die Studie zeigt zugleich eine starke Position von Anbietern aus dem deutschsprachigen Raum. Mit Trade Republic aus Deutschland, Bitpanda ausÖsterreich und Bison aus Deutschland stammen drei der fünf beliebtesten Handelsplattformen aus der DACH-Region. Auch bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte zählen diese Anbieter zu den bevorzugten Lösungen der Anleger.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Anleger beim Umgang mit digitalen Vermögenswerten weiterhin Wert auf ein vertrautes regulatorisches Umfeld legen. Von diesem Vertrauen profitieren aktuell jedoch vor allem spezialisierte Krypto-Anbieter und Neo-Broker, während traditionelle Finanzinstitute weitgehend außen vor bleiben.

Bitcoin bleibt die dominante Kryptowährung

Entgegen dem häufig gezeichneten Bild eines überwiegend spekulativen Marktes konzentrieren sich die meisten Anleger:innen in Deutschland auf etablierte Kryptowährungen. Drei Viertel der Krypto-Besitzer:innen halten Bitcoin. Mit deutlichem Abstand folgen Ethereum (33 Prozent), Solana (23 Prozent) und XRP(18 Prozent). Stablecoins wie Tether oder USD Coin spielen dagegen bislang eine deutlich geringere Rolle.

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass viele Investoren Kryptowährungen zunehmend als langfristige Anlageklasse betrachten und sich vor allem auf die etablierten Marktführer konzentrieren.

Banken stehen vor einer strategischen Entscheidung

Für Banken ist die Entwicklung aus Sicht von BearingPoint ein deutliches Warnsignal. Denn wer den Zugang zu Anleger:innen in einem Zukunftsmarkt verliert, riskiert langfristig den Verlust wichtiger Kundenbeziehungen und zusätzlicher Ertragspotenziale. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich der Markt für digitale Vermögenswerte in einer entscheidenden Entwicklungsphase befindet. Mit der europäischen MiCA-Regulierung entsteht mehr Rechtssicherheit für Anbieter und Anleger:innen. Während sich Neo-Broker, Kryptobörsen und spezialisierte Wallet-Anbieter zunehmend als bevorzugte Dienstleister für Handel und Verwahrung digitaler Vermögenswerte etablieren, stehen traditionelle Finanzinstitute vor der Frage, welche Rolle sie künftig in diesem Markt einnehmen wollen.

"Die Studie zeigt eine bemerkenswerte Verschiebung im Finanzmarkt: Mehr als ein Drittel der jungen Erwachsenen handeln bereits mit Kryptowerten, klassische Finanzinstitute kommen dabei jedoch kaum vor. Der Markt für digitale Vermögenswerte wird derzeit vor allem von Krypto-Plattformen und Neo-Brokern besetzt. Nach Inkrafttreten der MiCA-Regulierung gibt es dafür kaum noch regulatorische Hindernisse als Erklärung. Für Banken wird die Frage deshalb zunehmend existenziell: Wollen sie bei der größten Veränderung des Anlagegeschäfts seit dem Aufkommen des Online-Bankings eine relevante Rolle spielen oder zusehen, wie neue Marktteilnehmer den Kundenzugang der Zukunft übernehmen?", sagt Dr. Robert Bosch, globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint.

Methodik

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von BearingPointüber das Marktforschungsinstitut YouGov. Für die Befragung wurden im Zeitraum 18. Juni bis 30 Juli 2026 insgesamt 4.149 Personen in Deutschland befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sindrepräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Die Auswertung erfolgte durch BearingPoint.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation, indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie, Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovativeLösungen für die Herausforderungen unserer Kunden.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

BearingPoint gehört zu den TIME World s Best Companies und den Forbes World s Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Weitere Informationen:

Homepage: www.bearingpoint.com

LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint

Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach/

Pressekontakt:

Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock(at)bearingpoint.com


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Datum: 10.08.2026 - 07:15 Uhr
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