RHÖN-KLINIKUM AG mit weiterhin stabiler Entwicklung im Halbjahr 2026

(ots) -
- Konzern investiert gezielt in den Ausbau regionaler Gesundheitsnetzwerke
- Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten um 9 Prozent gestiegen, Umsatzerlöse liegen bei EUR 863,6 Mio.
- Bevorstehende Reformen prägen die weitere strategische Ausrichtung und Investitionsmöglichkeit
Die RHÖN-KLINIKUM AG verzeichnet erneut eine stabile Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026. Der Konzernumsatz lag mit EUR 863,6 Mio. leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres (H1 2025: EUR 833,5 Mio.), das EBITDA betrug EUR 57,0 Mio. (H1 2025: EUR 46,7 Mio.). Der Konzerngewinn summiertesich auf EUR 22,5 Mio. (H1 2025: EUR 14,7 Mio.). Das Ergebnis ist geprägt durch die bis November 2026 festgesetzten Soforttransformationskosten, welche die in den Vorjahren gestiegenen Personal- und Sachkosten kompensieren sollen. In den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren des Konzernswurden von Januar bis Juni 513.700 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär behandelt, ein Plus von 9 % (H1 2025: 471.295).
Die Standorte des Unternehmens entwickeln sich stetig weiter, um die regionale Versorgung auszubauen und zu verbessern. Neben den für 2026 geplanten Großinvestitionen in modernste Medizintechnik an allen Klinikstandorten werden die medizinischen und therapeutischen Versorgungsangebote weiter ausgebaut und regionale Kooperationsnetzwerke geschlossen.
In Hessen bündeln beispielsweise das Universitätsklinikum Marburg und die Lungenfachklinik Immenhausen ihre Expertise. Ziel dieser strategischen Partnerschaft ist es, die Versorgung pneumologischer Patientinnen und Patienten gemeinsam gezielt weiterzuentwickeln. Parallel dazu wächst auch das Versorgungsnetzwerk in Brandenburg. Mit der Eröffnung der neuen Kinderschutzambulanz (KIA) am RHÖN-KLINIKUM Frankfurt (Oder) wurde ein starker regionaler Verbund geschaffen. Durch die neu unterzeichneten Kooperationsverträge zwischen dem Klinikum, der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Oder-Spree ist eine enge, interinstitutionelle Zusammenarbeit garantiert - für eine schnelle, nahtlos abgestimmte Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche.
Dr. Gunther K. Weiß, Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG:"Regionale Netzwerke sind für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem unverzichtbar. Starre Sektorengrenzen erschweren die Patientenversorgung und belasten unser Gesundheitssystem mit unnötigen Kosten. Nur wenn Hausärzte, Fachärzte, Kliniken, Pflege und Therapeuten als eine Einheit agieren, bündeln wir Ressourcen effizient. Diese trägerübergreifende Kooperation ist der einzige Weg, um trotz steigendem Druck eine lückenloseund hochqualitative Versorgung der Patientinnen und Patienten zu garantieren, besonders im ländlichen Raum."
Dr. Stefan Stranz, Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG:"Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz führt zu weiteren Belastungen für Kliniken. Anstatt Bürokratie abzubauen und den Fokus wieder auf die Patientenversorgung zu richten, bürdet die Reform den ohnehin überlasteten Kliniken noch mehr Dokumentationspflichten, überzogene Budgetkürzungen und finanzielle Risiken auf."
Ausblick 2026
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem Umsatz in Höhe von EUR 1,7 Mrd. in einer Bandbreite von jeweils +/-5 % nach oben bzw. unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir mit einem Wert zwischen EUR 110 Mio. und EUR 125 Mio. Neben denFinanzkennzahlen berücksichtigen wir bei der Steuerung des Unternehmens als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren die Anzahl der Fälle und Bewertungsrelationen und erwarten hierfür eine moderate Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Das Geschäftsjahr wird maßgeblich von den Gesetzgebungsverfahren und den damit verbundenen erheblichen Unsicherheiten geprägt sein. Insbesondere das am 15. April 2026 in Kraft getretene Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) sowie das am 10. Juli 2026 vom Bundestag beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) verfolgen zwar das Ziel, Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen weiter zu stärken, erhöhen jedoch kurzfristig zugleich den finanziellen Druck auf die Krankenhäuser.
Die Prognose der Gesellschaft steht daher unter besonderen Unsicherheiten. Die Auswirkungen der fortlaufenden regulatorischen Eingriffe, der Umsetzung der Krankenhausreform sowie möglicher weiterer Anpassungen durch den Gesetzgeber können in ihrer Gesamtheit derzeit nicht belastbar prognostiziert werden. Hinzu kommen anhaltende weltweite Krisen und wirtschaftliche Belastungen, die sich unter anderem in Preissteigerungen, Lieferengpässen und volatilen Rahmenbedingungen niederschlagen.
Den Zwischenbericht - 1. Halbjahr 2026 - finden Sie hier (https://www.rhoen-klinikum-ag.com/investor-relations/publikationen-praesentationen/zwischenberichte-quartalsmitteilungen.html).
Die RHÖN-KLINIKUM AG ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland. Mit dem Campus Bad Neustadt, der Zentralklinik Bad Berka, dem Klinikum Frankfurt (Oder) sowie den Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM) gehören fünf hochspezialisierte Maximal- und Schwerpunktversorger zum Unternehmen. Als modernes, diverses und zukunftsorientiertes Unternehmen ist die RHÖN-KLINIKUM AG ein attraktiver Ausbilder und Arbeitgeber. Mit über 19.100 Mitarbeitenden bietet der Konzern exzellente Medizin mit direkter Anbindung an Forschung und Lehre. Jährlich werden in den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) über 938.000 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär behandelt. Die RHÖN-KLINIKUM AG ist ein Unternehmen des ASKLEPIOS Konzerns. www.rhoen-klinikum-ag.com
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Datum: 06.08.2026 - 14:38 Uhr
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