IAV stellt sich neu auf
Zukunftstarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen. Wesentliche Eckpunkte der Einigung sind: Anpassung der Teamgröße an Rahmenbedingungen, Stärkung der Leistungskultur, erhöhte Präsenz vor Ort und internationale Vernetzung.
(PresseBox) - Die IAV GmbH, der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall haben eine Gesamtlösung für die Zukunft des Unternehmens vereinbart. Der neue Zukunftstarifvertrag und acht Gesamtbetriebsvereinbarungen sind abgeschlossen. Damit sind die zentralen Fragen rund um Beschäftigung, Standorte, Arbeitszeit, Vergütung und Qualifizierung in einem Paket geregelt.
Die Vereinbarung umfasst weit mehr als die Anpassung der Organisation: IAV stärkt die Verankerung von KI-Kompetenzen in allen Unternehmensbereichen, führt eine konsequent leistungs- und kundenorientierte Arbeitskultur ein und richtet sich bis Ende 2027 von heute mehr als 5.000 auf 2.970 Beschäftigte in Deutschland aus. Der Weg dorthin führt über ein Ansprache-und Freiwilligenprogramm. Alle deutschen Regionen von IAV bleiben erhalten. Damit schafft IAV die Grundlage, die es für die Ausrichtung des Unternehmens an das herausfordernde Umfeld in der größten Transformation der Automobilindustrie braucht: Planungssicherheit für unsere Kunden, für unsere Beschäftigten und das Unternehmen.
In der aktuellen Lage der Branche ist eine Gesamteinigung dieser Tiefe zwischen Unternehmen, Gesamtbetriebsrat und IG Metall keine Selbstverständlichkeit. Dazu Jörg Astalosch, CEO der IAV: „Diese Lösung wurde niemandem geschenkt. Sie hat allen Beteiligten viel abverlangt. Wir konnten mit einem belastbaren strategischen Plan überzeugen und haben in harten, aber konstruktiven Verhandlungen unser gemeinsames Ziel und die Interessen unserer Kunden nie aus den Augen verloren. Dafür danke ich unseren Sozialpartnern, unseren Gesellschaftern und vor allem unseren Mitarbeitenden. Mit der jetzt vereinbarten Lösung passen wir IAV konsequent an die veränderten Rahmenbedingungen in unserem Heimatmarkt an: Wir sichern rund 3.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze und schaffen zugleich die Struktur, mit der wir langfristig bestehen. Die Frage ist nicht, ob Engineering in Deutschland funktioniert. Die Frage ist, wie man es aufstellt. Unsere Antwort: ein fokussiertes Team, das gemeinsam vor Ort arbeitet und international vernetzt ist. Und dabei zählt Geschwindigkeit, Innovation und Wirtschaftlichkeit."
Hintergrund der Neuaufstellung sind der tiefgreifende Strukturwandel der Automobilindustrie und der anhaltende Preis- und Effizienzdruck im Engineering-Markt. IAV setzt darauf, dass Engineering in Deutschland wettbewerbsfähig sein kann, wenn die Aufstellung stimmt.
Vier Elemente machen sie aus: ein fokussiertes, schlagkräftiges Team; eine konsequente Leistungskultur mit verbindlichen Ziel- und Entwicklungsgesprächen für alle Beschäftigten; die Rückkehr zur Zusammenarbeit vor Ort - im Büro und beim Kunden, wo Projekte entschieden und Aufträge gewonnen werden; und die enge Vernetzung mit den internationalen Standorten, die als Teil eines globalen Teams weiterwachsen. Hinzu kommen Ideen wie eine Akquisitionsprämie, die Neugeschäft zur Aufgabe aller macht.
Die technologische Basis dafür schafft IAV mit dem verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz im gesamten Unternehmen auf zwei Ebenen: Eine unternehmensweite Qualifizierungsoffensive baut KI-Kompetenz bei allen Beschäftigten auf, und zugleich wird KI in den Entwicklungs- und Geschäftsprozessen selbst noch weiter verankert, von KI-gestützter Automatisierung und Absicherung bis zur datengetriebenen Projektsteuerung. Die Gesellschafter tragen diesen Kurs mit und setzen weiterhin auf IAV als Entwicklungspartner.
Zugleich erhalten die Standorte einen verbindlichen Rahmen: Für jede Region werden bis Ende März 2027 eigene Standortvereinbarungen zu Auslastung und Kompetenzentwicklung geschlossen. Gifhorn wird als Entwicklungszentrum weiter gestärkt, Stollberg in Sachsen bleibt fester Bestandteil des Standortnetzes, Berlin wird als Zentrum für Kernkompetenzenmit einem neuen IT-Hub aufgestellt. Auch die Standorte in Baden-Württemberg und Bayern bleiben erhalten. Sie sichern die unmittelbare Nähe zu unseren Kunden.
Das Ansprache- und Freiwilligenprogramm startet im Herbst und wurde von Jens Pfitzinger, CHRO der IAV, und seinem Team mit den Arbeitnehmervertretungen verhandelt.„Wir haben beides vereinbart: Faire Lösungen für die, die gehen und Perspektiven und klare Rahmenbedingungen für alle, die bleiben. Wer sich für einen Wechsel entscheidet, wird unterstützt — finanziell, aber auch mit Beratung und Qualifizierung. Wer bleibt, arbeitet künftig in einem noch wettbewerbsfähigeren Unternehmen, das persönliche Entwicklung fördert und Leistung sichtbar macht: mit verbindlichen Ziel- und Entwicklungsgesprächen für alle und einer Qualifizierungsoffensive, die alle Mitarbeiter befähigt, mit Künstlicher Intelligenz noch besser zu arbeiten."
Mit dem Abschluss der Vereinbarungen tritt IAV aus der Phase der Verhandlungen in die Phase der Umsetzung. Innerhalb eines Jahres sollen die Neuaufstellung abgeschlossen und die neuen Arbeits- und Leistungsstrukturen etabliert sein.„Diese Vereinbarung ist kein Abschluss, sie ist unsere Startlinie", sagt Astalosch.„Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt."
IAV ist einer der weltweit führenden Engineering- und Technologiepartner und entwickelt als Tech Solution Provider ganzheitliche Lösungen für komplexe technologische Herausforderungen. Seit über 40 Jahren verbindet das Unternehmen tiefes Domänenwissen mit Software-, System- und Engineering-Kompetenz, um Innovationen schnell und zuverlässig in die Praxis zu bringen. Das Leistungsspektrum reicht von Software Defined Vehicles (SDV), modernen Powertrain-Systemen und digitalen Engineering-Lösungen bis hin zu Technologien für Defense, Energie sowie mobile Arbeitsmaschinen. Rund 6.500 Mitarbeitende ausmehr als 60 Nationen arbeiten anüber 20 Standorten weltweit und begleiten ihre Kunden über den gesamten Entwicklungs- und Innovationsprozess – von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.
IAV ist einer der weltweit führenden Engineering- und Technologiepartner und entwickelt als Tech Solution Provider ganzheitliche Lösungen für komplexe technologische Herausforderungen. Seitüber 40 Jahren verbindet das Unternehmen tiefes Domänenwissen mit Software-, System- und Engineering-Kompetenz, um Innovationen schnell und zuverlässig in die Praxis zu bringen. Das Leistungsspektrum reicht von Software Defined Vehicles (SDV), modernen Powertrain-Systemen und digitalen Engineering-Lösungen bis hin zu Technologien für Defense, Energie sowie mobile Arbeitsmaschinen. Rund 6.500 Mitarbeitende aus mehr als 60 Nationen arbeiten anüber 20 Standorten weltweit und begleiten ihre Kundenüber den gesamten Entwicklungs- und Innovationsprozess–von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.
Datum: 06.08.2026 - 14:44 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
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