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Multi-Rail-Settlement-Architektur: Xryma Plc baut ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell auf, das sich nur schwer kopieren lässt

ID: 2265729

(PresseBox) - Mit einer Multi-Rail-Settlement-Architektur setzt Xryma Plc neue Maßstäbe bei der Ausfallsicherheit im europäischen Zahlungsverkehr. Durch zusätzliche Direktanbindungen an mehrere Zentralbanken und die Zahlungsplattformen der Europäischen Zentralbank will das Unternehmen Echtzeitzahlungen robuster, skalierbarer und unabhängiger von einzelnen Infrastrukturen machen. Die Investitionen stärken nicht nur die operative Resilienz, sondern schaffen zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum im europäischen Payment-Markt.

Die Xryma Plc stärkt die Ausfallsicherheit ihres Echtzeit-Zahlungsverkehrs durch den Ausbau redundanter Anbindungen an Zentralbanken. Ziel ist es, Betriebsunterbrechungen zu minimieren und Abhängigkeiten von einzelnen Zahlungssystemen zu reduzieren. Durch die Diversifizierung über mehrere unabhängige Zahlungswege – darunter das Electronic Clearing System (EKS) der lettischen Zentralbank sowie die geplanten Direktanbindungen an die EZB-Plattformen TIPS und T2 – erhöht das Unternehmen seine Verarbeitungskapazitäten und verbessert die Zuverlässigkeit seiner Zahlungsdienste bei Ausfällen von SEPA Credit Transfer (SCT) und SEPA Instant (SCT Inst).

Echtzeit-Zahlungssysteme dominieren zunehmend den Markt

Zwar sind Kredit- und Debitkarten weltweit weiterhin die am häufigsten genutzte Online-Zahlungsmethode, doch Echtzeit-Zahlungssysteme (Real-Time Payments, RTP) holen rasant auf. Sie verarbeiten bereits heute jährlich Transaktionen im Billionenbereich und entwickeln sich zunehmend zu einer tragenden Säule des digitalen Handels und der finanziellen Inklusion.

Studien der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) weisen seit Jahren auf die wachsende Bedeutung hochverfügbarer Zahlungsinfrastrukturen hin. Mit der Verlagerung von Zahlungsströmen auf Systeme wie SEPA Credit Transfer (SCT) und SEPA Instant (SCT Inst) ist zugleich die Abhängigkeit von zentralen Abwicklungsplattformen gestiegen. Branchenanalysen zeigen zudem, dass bereits kurze Unterbrechungen im Echtzeit-Zahlungsverkehr messbare Auswirkungen auf Transaktionsvolumen, Händlerzufriedenheit und Zahlungsrouten haben können.





Vor diesem Hintergrund rückt die Frage nach einer redundanten Infrastruktur zunehmend in den Fokus von Zahlungsdienstleistern (Payment Service Providern, PSPs).

Warum die Abhängigkeit von einem einzigen Zahlungsweg problematisch ist

SCT Inst wurde als paneuropäisches Echtzeit-Zahlungssystem entwickelt, das Überweisungen innerhalb weniger Sekunden rund um die Uhr ermöglicht. Die endgültige Abwicklung erfolgt über die Infrastruktur des Europäischen Systems der Zentralbanken, insbesondere über TARGET Instant Payment Settlement (TIPS). Für Zahlungsdienstleister bedeutet dies, dass die Verfügbarkeit dieser Infrastruktur unmittelbare Auswirkungen auf ihr Geschäft hat.

Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai 2026 führte die Abhängigkeit von einem einzigen nationalen Zentralbankzugang in Kombination mit dem RT1-System von EBA Clearing zu insgesamt rund 42,5 Stunden geplanter und ungeplanter Ausfälle sowie weiteren 16 Stunden eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Diese Verfügbarkeit lag deutlichunter dem Niveau, das für kritische Echtzeit-Zahlungssysteme erwartet wird.

Für Zahlungsdienstleister können solche Störungen unmittelbare wirtschaftliche Folgen haben: Zahlungsströme werden umgeleitet, Händler wechseln kurzfristig zu anderen Anbietern und Transaktionsvolumina verlagern sich.

Infrastrukturstärke als Wettbewerbsvorteil für Xryma Plc

Die Umsätze der Xryma Plc stammen überwiegend aus der Zahlungsabwicklung. Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf das Routing und die Abwicklung von SCT- und SCT-Instant-Transaktionen. Der direkte Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der Zentralbanken bildet daher einen zentralen Bestandteil des Geschäftsmodells.

Die direkte Teilnahme an diesen Systemen reduziert die Abhängigkeit von Korrespondenzbanken und externen Clearinghäusern. Gleichzeitig verbessert sie die Kontrolle über Liquiditätsströme, das operative Management sowie die Skalierbarkeit des Zahlungsverkehrs. Darüber hinaus stärkt sie die Wettbewerbsposition des Unternehmens gegenüber vielen E-Geld-Instituten (Electronic Money Institutions, EMIs) und kleineren Finanzinstituten, die weiterhin auf zwischengeschaltete Banken für Clearing und Settlement angewiesen sind.

Warum mehrere Zentralbankanbindungen entscheidend sind

Die jüngsten Serviceunterbrechungen haben für Xryma Plc die strategische Bedeutung einer widerstandsfähigen Infrastruktur und einer diversifizierten Zahlungsabwicklung unterstrichen. Das Unternehmen geht davon aus, dass langfristiges Wachstum und das Vertrauen der Kunden durch mehrere unabhängige Zentralbankanbindungen nachhaltig gestärkt werden.

Das bereits 2025 entwickelte Infrastrukturprogramm umfasst daher:

- die Anbindung an das Electronic Clearing System (EKS) der lettischen Zentralbank als zusätzlichen SEPA-Zahlungskanal neben dem litauischen CENTROlink,

- die direkte Teilnahme an der T2-Plattform der Europäischen Zentralbank für Echtzeit-Bruttozahlungen (RTGS) zwischen rund 950 direkten Teilnehmern und etwa 22.500 indirekten Teilnehmerbanken über das SWIFT-Netzwerk,

- die direkte Anbindung an den TIPS-Dienst der EZB, wodurch künftig auch Echtzeittransaktionen zwischen dem Euro und skandinavischen sowie weiteren Währungen möglich werden,

- die Einführung intelligenter Routing- und Failover-Mechanismen zwischen den verschiedenen Zahlungswegen.

Multi-Rail-Architektur erhöht Stabilität und Skalierbarkeit

Die Multi-Rail-Architektur verteilt Zahlungsströme gleichzeitig über mehrere unabhängige Zentralbank-Abwicklungssysteme. Kommt es auf einem Zahlungsweg zu einer Störung – etwa durch einen Ausfall, eine Überlastung oder regulatorische Einschränkungen –, werden Transaktionen automatisch und ohne manuelles Eingreifen aufalternative, funktionsfähige Systeme umgeleitet.

Für Zahlungsdienstleister bedeutet dies eine deutlich höhere Betriebssicherheit. Das Transaktionsvolumen kann flexibel über mehrere Zahlungswege verteilt werden, sodass keine einzelne Institution zum Engpass wird. Gleichzeitig werden sämtliche Transaktionen in Echtzeit über alle Abwicklungswege protokolliert, was eine vollständige Nachvollziehbarkeit sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen gewährleistet.

Die lettische EKS-Plattform bietet Xryma Plc bereits heute einen unabhängigen Zahlungsweg für SCT-Transaktionen und ermöglicht Kunden Kontoinfrastrukturen, die sowohl an das litauische als auch an das lettische Zentralbank-Zahlungssystem angebunden sind. Dadurch wird die Abhängigkeit von einzelnen Infrastrukturpartnern deutlich reduziert und die Ausfallsicherheit erhöht. Seit dem 27. Mai 2026 ist EKS produktiv im Einsatz; gleichzeitig hat Xryma mit der Vergabe von International Bank Account Numbers (IBANs)über diese Plattform begonnen.

Da sowohl EKS als auch CENTROlink letztlich auf den zentralen europäischen Abwicklungsinfrastrukturen basieren, hat Xryma zusätzlich die direkte Teilnahme an T2 und TIPS beantragt und bereits die entsprechenden Genehmigungen erhalten. Dadurch soll die Abhängigkeit von indirekten Routing-Ebenen weiter reduziert werden. Die direkte T2-Anbindung soll im Juli2026 in Betrieb gehen, während die direkte TIPS-Anbindung für das vierte Quartal 2026 geplant ist.

Nach Abschluss dieses Programms wird Xryma Plcüber mehrere unabhängige Zugänge zum europäischen Zahlungsverkehr verfügen. Damit entsteht eine Kombination aus Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und operativer Leistungsfähigkeit, dessen Nachbildung für viele andere europäische EMIs und kleinere Banken mit erheblichem Aufwand verbunden wäre.

Nach Angaben des Unternehmens betont das Management, dass die Investitionen in EKS, T2 und TIPS nicht lediglich als Absicherung gegen Infrastruktur-Risiken zu verstehen seien. Vielmehr handele es sich um strategische Investitionen, die das Vertrauen der Kunden stärken, zukünftiges Transaktionswachstum unterstützen, das Liquiditätsmanagement verbessern, die operative Widerstandsfähigkeit erhöhen, zusätzliche Währungen integrieren und die Wettbewerbsposition der Xryma Plc im europäischen Zahlungsverkehr weiter ausbauen sollen.

Xryma Plc erhält Prospektgenehmigung durch die CySEC

Die Xryma Plc erhielt am 14. Juli 2026 von der zyprischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Cyprus Securities and Exchange Commission, CySEC) die Genehmigung ihres Börsenprospekts für die geplante Zulassung zum Handel an der Euronext Paris. Der Prospekt ist auf der Investor-Relations-Webseite der Xryma Group verfügbar.

Quellen:

European Central Bank (EZB)– TIPS (Target Instant Payment Settlement)

European Central Bank (EZB)– TARGET2

European Payments Council– SEPA Instant Credit Transfer

European Banking Authority (EBA)

Bank of Lithuania– CENTROlink

Bank of Latvia– EKS payment system

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Datum: 05.08.2026 - 11:52 Uhr
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