InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Der Wettbewerb um Privatkunden wird härter

ID: 2265617

Warum Beratungsqualität jetzt zum strategischen Vorteil von Regionalbanken werden kann


(PresseBox) - Der Wettbewerb im deutschen Retail Banking tritt in eine neue Phase. Fintechs, Neobanken und zunehmend auch internationale Großbanken erhöhen den Druck auf etablierte Kreditinstitute. Gleichzeitig verändern Künstliche Intelligenz, digitale Plattformen und die zunehmende Virtualisierung der Kundenbeziehung die Erwartungen der Privatkunden.

Eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies (CFS),über dieSpringer Professional berichtet, zeichnet ein deutliches Bild: 96 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte aus dem Finanzsektor gehen davon aus, dass die Wettbewerbsintensität im deutschen Privatkundengeschäft weiter zunehmen wird. Rund 63 Prozent erwarten vor diesem Hintergrund eine sinkende Profitabilität der heimischen Anbieter. Diese Zahlen sollten insbesondere Regionalbanken aufhorchen lassen. Denn der Wettbewerb wird künftig nicht nur über Konditionen geführt. Er wird zunehmend über den digitalen Ersteindruck, die Relevanz für unterschiedliche Kundengruppen und vor allem über die Qualität der persönlichen Beratung entschieden.

Der neue Wettbewerber ist nur einen Klick entfernt

Die Eintrittsbarrieren in eine neue Kundenbeziehung haben sich grundlegend verändert. Wer heute mit seiner Hausbank unzufrieden ist oder sich erstmals intensiver mit Geldanlage, Vermögensaufbau oder Altersvorsorge beschäftigt, beginnt die Suche häufig digital. Webseiten, Banking-Apps, Vergleichsportale, soziale Netzwerke und zunehmend auch KI-Anwendungen prägenden ersten Eindruck. Kunden können Angebote schneller vergleichen, Informationen leichter einordnen und innerhalb kürzester Zeit Alternativen identifizieren.

Für Banken bedeutet das: Die eigene regionale Marktposition allein ist kein dauerhafter Schutz mehr. Der Wettbewerber sitzt möglicherweise nicht in der nächsten Stadt. Er kann seinen Sitz in Berlin, London, Madrid oder New York haben und dennoch innerhalb weniger Minuten auf dem Smartphone eines potenziellen Kunden präsent sein. Genau deshalb gewinnt der digitale Ersteindruck erheblich an Bedeutung. In unseren Bankentests ist der Digital-Check seit Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätsanalyse. Dabei geht es längst nicht mehr nur um eine moderne Webseite. Entscheidend ist die Frage, ob eine Bank aus Sicht eines potenziellen Kunden digital sichtbar, verständlich und relevant ist.





Digitalisierung allein ist noch keine Differenzierung

Die aktuelle Diskussionüber den steigenden Wettbewerb im Retail Banking führt häufig zu einer naheliegenden Reaktion: Banken müssten noch digitaler werden. Das ist richtig, aber aus unserer Sicht nicht ausreichend.

Denn digitale Funktionen werden zunehmend zum Hygienefaktor. Eine leistungsfähige App, digitale Kontoeröffnung oder moderne Kommunikationskanäle sind wichtig. Sie werden von vielen Kunden jedoch immer stärker vorausgesetzt. Je vergleichbarer die digitalen Angebote werden, desto wichtiger wird die Frage, was eine Bank darüber hinaus leistet.

Hier liegt insbesondere für Sparkassen, Genossenschaftsbanken und andere regional verankerte Institute eine große Chance. Persönliche Nähe, regionale Marktkenntnis und der Zugang zu qualifizierter Beratung sind weiterhin starke Differenzierungsmerkmale. Allerdings nur dann, wenn die tatsächliche Beratungsqualität die damit verbundenen Erwartungen erfüllt.

Persönliche Beratung ist kein Wettbewerbsvorteil, nur weil sie angeboten wird. Sie wird erst dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn Kunden einen konkreten Mehrwert erleben.

Junge Kunden sind digital und an Beratung interessiert

Unsere NextGen Studie 2026 mit mehr als 1.000 Befragten im Alter zwischen 18 und 30 Jahren unterstreicht diese Entwicklung. 78 Prozent der jungen Erwachsenen bewerten persönliche Beratung als mindestens wichtig. Gleichzeitig sehen lediglich 53 Prozent diesen Anspruch aktuell ausreichend erfüllt.

Diese Differenz ist bemerkenswert. Sie zeigt, dass die junge Generation persönliche Beratung keineswegs grundsätzlich ablehnt. Vielmehr steigen die Anforderungen an die Qualität, Relevanz und Gestaltung der Beratung. Junge Kunden informieren sich digital. Sie nutzen Apps. Sie stellen konkrete Finanzfragen zunehmend auch an KI-Anwendungen. Sie vergleichen Angebote und erwarten einfache, nachvollziehbare Lösungen.

Aber gerade deshalb verändert sich auch die Rolle des Beraters. Die Aufgabe besteht künftig weniger darin, Informationen exklusiv bereitzustellen. Informationen sind nahezu überall verfügbar. Die eigentliche Leistung liegt darin, Informationen einzuordnen, Zusammenhänge verständlich zu machen und gemeinsam mit dem Kunden konkrete finanzielle Entscheidungen vorzubereiten. Aus Informationsvermittlung wird Orientierung.

Altersvorsorge zeigt, warum hochwertige Beratung unverzichtbar bleibt

Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Thema Altersvorsorge. Dieöffentliche Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rente hat in den vergangenen Monaten erheblich an Dynamik gewonnen. Gleichzeitig steigt bei vielen Menschen die Erkenntnis, dass eine zusätzliche private Vorsorge notwendig sein dürfte.

Doch zwischen Erkenntnis und Umsetzung liegt häufig eine erhebliche Lücke. Wie groß ist meine persönliche Rentenlücke? Welche finanziellen Ziele habe ich? Welche Risiken kann und möchte ich eingehen? Wie viel Liquidität benötige ich? Welche Rolle spielen Wertpapiere, ETF-Sparpläne oder andere Anlageformen? Und wie lässt sich eine langfristige Vorsorgestrategie in die aktuelle finanzielle Situation integrieren?

Eine App kann Informationen liefern. Eine KI kann erste Fragen beantworten. Ein Rechner kann Versorgungslücken visualisieren. Die entscheidende Aufgabe bleibt jedoch die Übertragung auf die individuelle Lebenssituation des Kunden. Genau deshalb wird das Thema Altersvorsorge auch in der Neuausrichtung unseres Bankentests „BESTE BANK vor Ort 2027“ eine besondere Rolle spielen. Wir wollennoch stärker untersuchen, wie Banken dieses zentrale Bedarfsfeld digital aufgreifen und vor allem, wie überzeugend sie Kunden im persönlichen Gespräch begleiten.

Finanzbildung wird Teil des Wettbewerbs um Kunden

Der zunehmende Wettbewerb im Retail Banking ist aus unserer Sicht zudem eng mit dem Thema Finanzbildung verbunden. Je komplexer Finanzentscheidungen werden und je größer die Zahl verfügbarer Informationsquellen ist, desto wichtiger wird die Fähigkeit der Kunden, Informationen einzuordnen.

Mit dem Financial Education Measurement Index (kurz„FEMI“) beschäftigen wir uns deshalb aktuell intensiv mit der Frage, wie sichtbar und wirksam Banken beim Thema Finanzbildung sind. Dabei geht es nicht allein um einzelne Ratgeberartikel oder gelegentliche Veranstaltungen. Entscheidend ist, ob Finanzbildung als nachvollziehbares und zielgruppengerechtes Angebot erkennbar wird. Geradefür junge Kunden kann Finanzbildung ein wichtiger Einstieg in eine langfristige Kundenbeziehung sein.

Wer einem jungen Menschen verständlich erklärt, wie Vermögensaufbau funktioniert, welche finanziellen Risiken bestehen und warum Altersvorsorge frühzeitig beginnen sollte, schafft zunächst Orientierung. Aus Orientierung kann Vertrauen entstehen. Und aus Vertrauen möglicherweise eine langfristige Kundenbeziehung.

Sichtbarkeit entscheidet zunehmend darüber, wer überhaupt in die Auswahl kommt

Ein weiterer Aspekt des verschärften Wettbewerbs wird aus unserer Sicht noch unterschätzt: die digitale und zunehmend auch KI-basierte Sichtbarkeit einer Bank. Die klassische Suche verändert sich.

Potenzielle Kunden fragen nicht mehr ausschließlich: „Welche Banken gibt es in meiner Stadt?“

Sie fragen:„Welche Bank bietet eine gute persönliche Beratung?“

„Welche Bank ist für junge Kunden geeignet?“

„Wo bekomme ich Unterstützung bei meiner Altersvorsorge?“

Oder:„Welche Bank ist die beste Hausbank in meiner Region?“

Solche Fragen werden künftig immer häufiger direkt an KI-Systeme gestellt.

Damit verändert sich der Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Eine Bank kann hervorragende Leistungen anbieten, wenn diese digital nicht sichtbar, verständlich und glaubwürdig dokumentiert sind, besteht das Risiko, bereits vor dem ersten Kundenkontakt aus dem Entscheidungsprozess zu fallen. Qualität muss deshalb nicht nur vorhanden sein. Qualität muss zunehmend auch auffindbar sein.

Regionalbanken müssen nicht jede digitale Schlacht gewinnen

Die CFS-Umfrage zeigt zu Recht, wie stark der Wettbewerbsdruck im Retail Banking zunimmt. Internationale Anbieter verfügen teilweise über erhebliche finanzielle Ressourcen und können mit attraktiven Konditionen, modernen digitalen Prozessen und hoher Marketingreichweite in den deutschen Markt eintreten. Für Regionalbanken wäre es aus unserer Sicht jedoch der falsche Ansatz, jeden Wettbewerber ausschließlich mit dessen eigenen Mitteln schlagen zu wollen.

Eine Sparkasse oder Genossenschaftsbank muss nicht zur besseren Neobank werden.

Sie muss ihre eigenen Stärken konsequenter in die neue Bankenwelt übertragen. Dazu gehören ein überzeugender digitaler Ersteindruck, eine hohe Servicequalität, relevante Angebote für unterschiedliche Kundengruppen und vor allem eine Beratungsqualität, die für den Kunden einen erkennbaren Mehrwert schafft. Gerade bei Themen wie Vermögensbildung, finanzieller Absicherung und Altersvorsorge besteht ein enormes Potenzial.

Der Wettbewerb wird härter und Qualität damit wichtiger

Der zunehmende Wettbewerb im Retail Banking ist keine abstrakte Zukunftsprognose. Er ist bereits Realität. Kunden können schneller vergleichen. Neue Anbieter sind digital unmittelbar verfügbar. KI verändert die Informationssuche. Junge Kundengruppen entwickeln neue Erwartungen an Banken und Finanzdienstleistungen.

Für etablierte Institute steigt damit der Handlungsdruck. Gleichzeitig entsteht aber auch eine große Chance. Denn je unübersichtlicher die Finanzwelt wird, desto wertvoller werden Orientierung, Verständlichkeit und Vertrauen. Genau hier kann hochwertige persönliche Beratung ihre Stärke ausspielen.

UnsereÜberzeugung ist deshalb klar: Der digitale Fortschritt macht Beratungsqualität nicht überflüssig. Er erhöht die Anforderungen an sie.

Die Banken, denen es gelingt, digitale Sichtbarkeit, Finanzbildung und persönliche Beratungsqualität intelligent miteinander zu verbinden, werden auch in einem zunehmend intensiven Wettbewerb gute Chancen haben, für Privatkunden die erste Wahl zu bleiben oder zur neuen Hausbank zu werden.

Quelle und Anlass des Beitrags: Springer Professional,„Wettbewerb im Retail Banking verschärft sich weiter“, auf Basis einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies (CFS).

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.

Mit ihren bundesweiten Testreihen wie„BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienensowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.

Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.

Getreu dem Unternehmensmotto„Weil wir Qualität prüfen.“ verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.
Mit ihren bundesweiten Testreihen wie„BESTE BANK vor Ort“,„SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.
Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.
Getreu dem Unternehmensmotto„Weil wir Qualität prüfen.“verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.



drucken  als PDF  an Freund senden  IsoEnergy und DISA Technologies gründen die DISA Uranium Corporation und schaffen damit eine technologiegestützte US-Uranplattform für Produktion, Verarbeitung und Sanierung ELTIF und Private Markets: Warum integrierte Fondsadministration für Infrastruktur- und Sachwertfonds entscheidend wird
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 05.08.2026 - 07:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2265617
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Kai Fürderer
Stadt:

Herrsching


Telefon: +49 (8152) 3961697

Kategorie:

Finanzen



Dieser Fachartikel wurde bisher 2 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Der Wettbewerb um Privatkunden wird härter"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Altersvorsorge beginnt nicht mit einem Produkt ...

Die Diskussionüber die Zukunft der Altersvorsorge wird seit Jahren intensiver geführt als je zuvor. Demografischer Wandel, steigende Lebenserwartung, unsichere Rentenperspektiven und eine zunehmend komplexe Finanzwelt stellen Verbraucher vor große ...

Neobroker verändern das Wertpapiergeschäft ...

Das Wertpapiergeschäft befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Neobroker haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie einfach, schnell und kostengünstig der Zugang zu den Kapitalmärkten heute sein kann. Innerhalb weniger Minuten ...

Alle Meldungen von Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.303
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 135


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.