Smart City - die größte unterschätzte Gefahr für Kommunen-
Armin Mühlbergerüber Chancen und Risiken der Smart City und darüber, warum offene Plattformenüber die Zukunftsfähigkeit kommunaler Investitionen entscheiden

(PresseBox) - Kommunale Infrastruktur wird für Jahrzehnte geplant und betrieben. Die Entscheidung darüber, mit welchen Systemen sie künftig digital verwaltet und gesteuert wird, fällt jedoch bereits heute. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem niemand vorhersagen kann, welche Sensorik, welche Kommunikationsstandards oder welche Smart-City-Anwendungen in zehn Jahren führend sein werden.
Genau hier liegt aus Sicht von Armin Mühlberger, Geschäftsführer der sixData GmbH, eines der am stärksten unterschätzten Risiken kommunaler Digitalisierungsprojekte. In einem ausführlichen Interview spricht er über Chancen und Gefahren der Smart City. Dabei erläutert er auch, warum offene und herstellerunabhängige Plattformen zur entscheidenden Grundlage für Investitionssicherheit werden.
Der häufigste Fehler: Digitalisierung zu eng gedacht
Viele Projekte starten mit der Auswahl einer einzelnen Software oder eines bestimmten Herstellers. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass kommunale Infrastrukturen über Jahrzehnte wachsen und sich kontinuierlich weiterentwickeln.
Werden Hardware, Steuerung, Software und Cloud ausschließlich von einem Anbieter bereitgestellt, ist die Kommune bei Erweiterungen, Modernisierungen oder einem späteren Systemwechsel nur eingeschränkt handlungsfähig. Die Folgen zeigen sich häufig erst nach einigen Jahren. Sie äußern sich in reduziertem Wettbewerb, in eingeschränkter Innovationsfähigkeit und in steigenden Kosten.
„Die Daten gehören der Kommune – nicht dem Software- oder Hardwarehersteller." Armin Mühlberger, Geschäftsführer sixData GmbH
Drei Kriterien für zukunftsfähige Investitionen
Im Interview benennt Armin Mühlberger drei Kriterien, an denen sich Entscheiderinnen und Entscheider bei der Auswahl neuer Systeme orientieren sollten.
1. Herstellerunabhängigkeit. Kommunen sollten Leuchten, Steuerungen, Sensoren und Software frei kombinieren können. Die Entscheidung sollte sich an Qualität und Wirtschaftlichkeit orientieren und nicht daran, ob alles aus einer Hand stammt. So bleibt der Wettbewerb erhalten und künftige Beschaffungen werden einfacher.
2. Offene Schnittstellen und Standards. Eine moderne Plattform muss Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und offen für kommende Technologien sein. Nur so lassen sich neue Lösungen schrittweise integrieren, ohne bestehende Investitionen ersetzen zu müssen.
3. Datenhoheit bei der Kommune. Infrastruktur- und Betriebsdaten sind ein wertvoller Bestandteil des kommunalen Vermögens. Sie müssen jederzeit verfügbar, exportierbar und unabhängig von einem einzelnen Anbieter nutzbar sein. Das gilt auch für den Fall eines späteren Systemwechsels.
Sicherheit und Offenheit sind kein Widerspruch
Mit der zunehmenden Vernetzung wird auch die Straßenbeleuchtung zum potenziellen Angriffsziel. Cyber-Sicherheit sollte deshalb von Anfang an mitgedacht werden. Entscheidend sind dabei sichere Systemarchitekturen, regelmäßige Updates, verschlüsselte Kommunikation und professionelle Hosting-Konzepte.
Offenheit steht dem nicht entgegen, im Gegenteil. Fällt ein einzelnes System oder ein Anbieter aus, ist bei einer offenen Architektur nicht zwangsläufig die gesamte Infrastruktur betroffen. Komponenten oder Dienstleister lassen sich austauschen, ohne die Infrastruktur neu aufbauen zu müssen.
„Sicherheit und Offenheit schließen sich nicht aus. Eine offene Architektur schafft langfristige Investitions- und Zukunftssicherheit." Armin Mühlberger, Geschäftsführer sixData GmbH
luxData.connect: eine Plattform für die kommunale Infrastruktur von morgen
Diesen Ansatz verfolgt sixData mit luxData.connect. Die Plattform verbindet Systeme und Hersteller auf einer gemeinsamen, herstellerunabhängigen Ebene.
In der Praxis verfügen die meisten Kommunen über eine gewachsene Infrastruktur mit Komponenten unterschiedlicher Hersteller und aus verschiedenen Generationen. Ein kompletter Austausch wäre wirtschaftlich kaum sinnvoll. Über offene Schnittstellen und Standards lassen sich bestehende Systeme deshalb schrittweise integrieren und gemeinsam verwalten.
Der Einsatzbereich reicht dabeiüber die Straßenbeleuchtung hinaus. Auch Verkehrszeichen, Lichtsignalanlagen, Grünflächen, Spielplätze, Parksysteme, Ladeinfrastruktur und IoT-Sensorik lassen sich auf einer zentralen Plattform zusammenführen. Das Ziel sind weder Insellösungen noch kostspielige Komplettmigrationen, sondern eine Datenbasis, die mit den Anforderungen der Kommune wächst.
Das vollständige Interview
Im Interview geht Armin Mühlberger außerdem auf die wirtschaftlichen Vorteile offener Plattformen ein. Er beschreibt das Vendor-Lock-in-Risiko bei Cloud-Systemen und formuliert seinen wichtigsten Rat an kommunale Entscheider.
„Treffen Sie heute keine Entscheidung, die Ihnen morgen die Freiheit nimmt." Armin Mühlberger, Geschäftsführer sixData GmbH
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Die sixData GmbH ist ein im In- und Ausland tätiges IT- und Dienstleistungsunternehmen.
Der Schwerpunkt der GmbH liegt im Bereich der Entwicklung von Managementinformationssystemen für die Straßenbeleuchtung. Die sixData GmbH beschäftigt 35 Mitarbeiter. Davon 22 Entwickler, die unsere Produkte permanent aktualisieren und weiterentwickeln.
Die sixData GmbH unterstützt und begleitet ihre Kunden bei der Umsetzung und Einführung eines modernen Straßenbeleuchtungsmanagements, das in seiner betriebswirtschaftlichen und technischen Aufgabe zunehmend komplexer und bedeutungsvoller wird.
Die sixData GmbH ist ein im In- und Ausland tätiges IT- und Dienstleistungsunternehmen.
Der Schwerpunkt der GmbH liegt im Bereich der Entwicklung von Managementinformationssystemen für die Straßenbeleuchtung. Die sixData GmbH beschäftigt 35 Mitarbeiter. Davon 22 Entwickler, die unsere Produkte permanent aktualisieren und weiterentwickeln.
Die sixData GmbH unterstützt und begleitet ihre Kunden bei der Umsetzung und Einführung eines modernen Straßenbeleuchtungsmanagements, das in seiner betriebswirtschaftlichen und technischen Aufgabe zunehmend komplexer und bedeutungsvoller wird.
Datum: 04.08.2026 - 11:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2265523
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Tanja KönigArmin Mühlberger
Stadt:
Prien am Chiemsee
Telefon: 08051/965570+49 (8051) 965570
Kategorie:
Softwareindustrie
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