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Hamburger Datenschutzbeauftragter hält vollständiges Verbot von Meta Glasses für möglich

ID: 2265135

(ots) - Exklusiv-Recherche der ARD-Rechtsredaktion (SWR) / laut Thomas Fuchs ist das heimliche Filmen von Personen in derÖffentlichkeit mit den neuen Glasses unzulässig / Behörde verhängt Bußgelder

Smart Glasses werden immer beliebter, vor allem seit Meta im Juni neue Modelle auf den Markt gebracht hat. Diese sind von herkömmlichen Brillen kaum noch zu unterscheiden. Aber: Sie können filmen und fotografieren - und das ziemlich heimlich. Nur ein kleines Lämpchen am Brillenrand macht deutlich, dass aufgezeichnet wird.

Ausreichende Erkennbarkeit fehlt

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs ist für Meta-Dienste in Deutschland zuständig. Seine Behörde hat die Meta-Brillen ausführlich getestet und kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass das Aufnehmen von Personen in der Öffentlichkeit mit den Meta Glasses gegen das Datenschutzrecht verstößt."Das LED-Signal fällt im Alltag einfach nicht genug auf. Wenn man im Park an einer Person mit Meta Glasses vorbeiläuft, kann man nicht oder zumindest nicht ohne große Anstrengung direkt sehen, dass da gefilmt wird", sagte Fuchs am Donnerstag, 30.7.2026, im Gespräch mit der beim SWR in Karlsruhe angesiedelten ARD-Rechtsredaktion. Deshalb geht seine Behörde gegen das heimliche Filmen mit der Brille vor und verhängt auch Bußgelder wegen rechtswidriger Aufnahmen.

Als Alltagsgegenstand getarnte Kameras

Für gut möglich hält Fuchs nach der umfangreichen Prüfung außerdem, dass die Brillen in Deutschland vollständig verboten werden. Der Besitz und auch der Verkauf von Aufnahmegeräten, die als Alltagsgegenstände getarnt sind, ist in Deutschland nämlich nicht erlaubt. Und die Meta Glasses sind nach Fuchs Einschätzung nichts anderes als getarnte Kameras. Zuständig für ein solches Verbot wäre die Bundesnetzagentur. Die prüft wohl derzeit das weitere Vorgehen. Im Falle eines Verbots dürfte Meta die Brillen in Deutschland nicht mehr verkaufen.

Mehr zu dem Thema gibt es auf tagesschau.de und in der aktuellen Folge des ARD-Podcast"Die Justizreporter:innen":"Heimlich gefilmt mit Smart Glasses", zu hören seit 30.7. in ARD Sounds (https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:aafbf0e000490784/).





Rückfragen der Presse bitte an die ARD-Rechtsredaktion unter 0721 176 36 194.


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Datum: 31.07.2026 - 16:29 Uhr
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