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Deutsche sind Krypto-Muffel:Österreicher und Schweizer nutzen digitales Geld doppelt so häufig

ID: 2264792

(ots) - BearingPoint-Studie in Deutschland,Österreich und der Schweiz (DACH): Bereits jeder dritte junge Erwachsene nutzt Digitalwährungen - Schweiz und Österreich deutlich offener als Deutschland - Frauen noch deutlich unterrepräsentiert bei Krypto-Nutzung."Deutschland diskutiert Risiken, während die Nachbarn bereits stärker nutzen und investieren", sagt Dr. Robert Bosch, globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint.

Während Deutschland beim Thema Kryptowährungen vorsichtig bleibt, bewegen sich Österreich und vor allem die Schweiz bereits mit höherer Geschwindigkeit. Dieses uneinheitliche Bild der DACH-Region geht aus einer aktuellen BearingPoint-Studie hervor.

So nutzen in Deutschland 11 Prozent der Bevölkerung Kryptowährungen zumindest gelegentlich, in Österreich sind es 18 Prozent, in der Schweiz 23 Prozent. Aus einer deutschen Nischendebatte wird im DACH-Vergleich damit ein Standort- und Reifegradthema: drei Märkte, drei Geschwindigkeiten.

Der deutlichste Abstand zeigt sich dort, wo aus Neugier konkrete Nutzung wird. Deutschland bleibt der zurückhaltende Markt: hohe Aufmerksamkeit, aber vergleichsweise geringe Alltagsnähe. Österreich liegt bereits klar darüber und positioniert sich als pragmatischer Mittelfeldmarkt. Die Schweiz setzt sich an die Spitze - nicht nur bei der Nutzung, sondern auch bei der Bewertung von Kryptowährungen als Anlageform. Während in Deutschland 23 Prozent der Befragten Kryptowährungen als geeignete Anlage einschätzen, sind es in Österreich 28 Prozent und in der Schweiz 37 Prozent.

"Die Schweiz ist im DACH-Vergleich nicht einfach kryptoaffiner, sondern bei digitalem Geld insgesamt entscheidungsfreudiger. Deutschland diskutiert Risiken, während die Nachbarn bereits stärker nutzen und investieren. Für Banken und Finanzdienstleister ist das kein Randthema mehr: Wer digitale Werte nicht sicher, verständlich und regulatorisch sauber zugänglich macht, überlässt künftige Wertschöpfung anderen", kommentiert Dr. Robert Bosch, globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint.





Staatliche Währungen und Gold bleiben in allen drei Ländern der klare Stabilitätsanker

Gleichzeitig zeigt die Studie: Der Aufstieg digitaler Werte ist kein Vertrauensverlust gegenüber staatlichem Geld. Im Gegenteil. Staatliche Währungen bleiben in allen drei Ländern der klare Stabilitätsanker. 84 Prozent der Deutschen, 87 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sowie 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer halten staatliche Währungen für ein gutes oder sehr gutes Zahlungsmittel. Die Bevölkerung will digitale Optionen, aber nicht um den Preis institutioneller Sicherheit. Auch Gold bestätigt dieses Muster: Als klassischer Wertspeicher genießt es über alle Altersgruppen hinweg - gerade auch bei jüngeren Befragten - eine hohe Akzeptanz und wird beim Inflationsschutz deutlich häufiger als verlässlich eingeschätzt als Kryptowährungen. Der Befund unterstreicht: Der Krypto-Markt wächst nicht gegen etablierte Wertspeicher, sondern neben ihnen.

"Genau hieröffnet sich das Fenster für digitale Zentralbankwährungen. Das Interesse an einer CBDC liegt in Deutschland bei 29 Prozent, in Österreich bei 38 Prozent und in der Schweiz sogar bei 44 Prozent. Damit entsteht ein klarer Trend: Kryptowährungen bleiben selektiv, staatlich gestützte digitale Währungen könnten jedoch eine deutlich breitere Akzeptanz erreichen, insbesondere in Märkten mit hoher institutioneller Vertrauensbasis wie der Schweiz", sagt Dr. Robert Bosch.

Große Unterschiede bei Geschlecht, Alter, Bildung und Einkommen

Unterhalb des Ländervergleichs zeigt sich eine zweite Trennlinie: Kryptowährungen sind weiterhin stärker männlich geprägt. In Deutschland nutzen 15 Prozent der Männer Kryptowährungen gelegentlich bis täglich, aber nur 6 Prozent der Frauen. In Österreich liegt das Verhältnis bei 26 zu10 Prozent, in der Schweiz bei 31 zu 15 Prozent. Damit ist der Gender Gap kein deutsches Phänomen, sondern ein Muster über alle drei Märkte hinweg - in der Schweiz allerdings auf einem insgesamt höheren Nutzungsniveau.

Neben den Geschlechterunterschieden spielt auch das Alter eine Rolle. Kryptowährungen sind vor allem ein Thema der jüngeren Generationen. Insbesondere in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen nutzt bereits jeder Dritte die Digitalwährungen und damit signifikant mehr als in den anderen Altersgruppen - ein Muster, das sich in allen drei Ländern zeigt. Der Krypto-Markt ist damit weniger ein flächendeckender Trend als vielmehr ein generationeller Wandel, der sich schrittweise in den Gesamtmarkt hinein entwickelt.

Auch Einkommen und Bildung differenzieren die Akzeptanz. Besonders in der deutschen Detailauswertung wird sichtbar: Werüber höhere finanzielle Spielräume und höhere formale Bildung verfügt, bewertet Kryptowährungen eher als Anlageoption. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen von 4.000 Euro und mehr liegt die Zustimmung zur Anlageeignung von Kryptowährungen bei rund 37 Prozent, bei Haushalten unter 2.000 Euro bei rund 17 Prozent. Befragte mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss bewerten Kryptowährungen mit rund 30 Prozent ebenfalls deutlich häufiger als geeignet als Personen mit Lehre oder vergleichbarem Abschluss, bei denen der Wert bei rund 16 Prozent liegt.

Die strategische Dimension von Krypto

Die eigentliche strategische Dimension reicht jedochüber die heutige Nutzung hinaus. In allen drei Ländern trauen relevante Teile der Bevölkerung Kryptowährungen künftig eine Rolle im internationalen Finanzsystem zu. 32 Prozent der Deutschen, 36 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher und 45 Prozent der Schweizerinnen undSchweizer halten es für wahrscheinlich, dass Kryptowährungen künftig eine Funktion als internationale Handels- oder Reservewährung übernehmen. Die Schweiz führt damit nicht nur bei Nutzung und Anlageakzeptanz, sondern auch bei der Einschätzung geopolitischer Relevanz.

"Für Finanzentscheider ergibt sich daraus ein klares Bild: Kryptowährungen sind im Alltag zwar kein Massenphänomen, aber auch längst mehr als ein Nischenthema. Der DACH-Markt differenziert sich zunehmend aus - nach Ländern, Generationen und sozioökonomischen Faktoren. Deutschland bleibt sicherheitsorientiert, Österreich zeigt wachsende Offenheit, die Schweiz verbindet Nutzung, Vertrauen und strategische Perspektive am stärksten. Entscheidend für die Zukunft wird sein, ob es gelingt, Vertrauen, Regulierung und Nutzerfreundlichkeit zusammenzubringen", resümiert Dr. Robert Bosch.

Über die Studie

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von BearingPointüber das Marktforschungsinstitut YouGov. Für die Befragung wurden im Zeitraum 18. bis 29. Juni 2026 insgesamt 2.031 Personen in Deutschland, 1.003 in Österreich und 1.001 in der Schweiz befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließendentsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die jeweilige Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde in vergleichbarem Set-up auch in den Jahren 2016bis 2025 in Deutschland durchgeführt und erlaubt die Ableitung von Entwicklungen.

Über BearingPoint

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BearingPoint gehört zu den TIME World s Best Companies und den Forbes World s Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

Weitere Informationen:

Homepage: www.bearingpoint.com

LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint

Instagram: https://www.instagram.com/bearingpoint_dach/

Pressekontakt:

Alexander Bock
Global Senior Manager Communications
Tel: +49 89 540338029
E-Mail: alexander.bock(at)bearingpoint.com


Original-Contentvon: BearingPoint GmbH,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 30.07.2026 - 07:15 Uhr
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