compass empfiehlt präventive Maßnahmen: Besserer Schutz vor Betrug für Hilfe- und Pflegebedürftige

(ots) - Pflegebedürftige sind bei Bankgeschäften und alltäglichen Finanzangelegenheiten häufig auf Unterstützung angewiesen. An- und Zugehörige tragen hier große Verantwortung - und sind zugleich in Sorge wegen des Risikos finanzieller Ausbeutung.
"In unseren Beratungen hören wir immer wieder, wie groß die Sorge ist, dass die Hilfsbedürftigkeit eines Menschen ausgenutzt werden könnte", berichtet Bianca Lauenroth, Pflegeberaterin bei compass private pflegeberatung."Viele Angehörige fühlen sich hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, die Selbstbestimmung zu erhalten, und ihrer Pflicht, Schaden abzuwenden."
Laut einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege aus dem Jahr 2025 unterstützen 57 Prozent der befragten An- und Zugehörigen ihre pflegebedürftige Person regelmäßig bei finanziellen Angelegenheiten. Neun von zehn sind überzeugt, dass Pflegebedürftige besonders gefährdet sind, Opfer von Betrugoder Ausnutzung zu werden. Und fast 40 Prozent berichten von versuchtem oder erfolgtem Betrug oder Trickdiebstahl.
"Diese Zahlen spiegeln das wider, was wir aus der Praxis kennen", so Lauenroth."Pflegende An- und Zugehörige sind in der Alltagssituation da und unterstützen emotional, sie übernehmen aber oft auch komplexe organisatorische und finanzielle Aufgaben. Viele haben dabei auch Angst, Fehler zu machen oder selbst in Haftung zu geraten."
Besonders herausfordernd sind Situationen, in denen eine Demenz vorliegt. Hier steigen laut Studie sowohl die wahrgenommene Gefährdung als auch die Zahl der Verdachtsfälle."Gerade bei Menschen mit Demenz ist es wichtig, frühzeitig über Vollmachten, Kontovollmachten und klare Absprachen in der Familie zu sprechen", betont Lauenroth."Eine gute Planung schützt sowohl die pflegebedürftige Person als auch die Angehörigen."
compass empfiehlt pflegenden An- und Zugehörigen, sich frühzeitig beraten zu lassen - etwa zu rechtlichen Vorsorgemöglichkeiten, sicheren Abläufen bei Bankgeschäften und zur Entlastung im Pflegealltag."Niemand muss diese Verantwortung allein tragen", sagt Pflegeberaterin Lauenroth."Wir beraten pflegende An- und Zugehörige, erläutern Risiken, unterstützen, um konkrete Schutzmaßnahmen zu planen und die eigene Belastung im Blick zu behalten."
Zu allen Fragen der Vorsorge und finanziellen Organisation in der Pflegesituation berät ausführlich und kostenfrei eine Pflegeberatung. Diese ist für gesetzlich Versicherte an den Pflegestützpunkten und für privat Versicherte über die compass private pflegeberatung unter der kostenfreien Servicenummer 0800 101 88 00 erreichbar. Beratungstermine können auch auf der Webseite https://www.compass-pflegeberatung.de/terminbuchung gebucht werden.
Hintergrund:
Die compass private pflegeberatung GmbH berät Pflegebedürftige und deren Angehörige telefonisch, per Videogespräch und auch zu Hause gemäß dem gesetzlichen Anspruch aller Versicherten auf kostenfreie und neutrale Pflegeberatung (§ 7a SGB XI sowie § 37 Abs. 3 SGB XI). Die telefonische Beratung von compass steht allen Versicherten offen. Digitale Angebote wie das Informationsportal pflegeberatung.de, die App"pflegecompass"sowie Online-Pflegekurse ergänzen das Angebot für Ratsuchende.
compass ist als unabhängige Tochter des PKV-Verbandes mit circa 1.000 Mitarbeitenden bundesweit tätig. Die compass-Pflegeberater*innen beraten im Rahmen von Telefonaktionen sowie zu den regulären Service Zeiten zu allen Fragen rund um das Thema Pflege.
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Datum: 22.07.2026 - 10:00 Uhr
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