ARD-Story: Russland umgeht EU-Sanktionen mit Kryptonetzwerk

(ots) - SWR Doku"Kryptokrieg - wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft"ab 22. Juli 2026 in der ARD Mediathek und am 29. Juli, 22:50 Uhr im Ersten
Im Ukraine-Krieg umgeht Russland westliche Sanktionen in weit größerem Umfang als bislang bekannt. Recherchen des ARD-Story-Reporters Peter Kreysler zeigen, dass Russland durch die Produktion großer Mengen von Bitcoins und dem gezielten Ausbau eines eigenen Kryptowährungssystems weltweit ein paralleles Finanzsystem aufgebaut hat. Dazu wird Gas verheizt, das Russland nicht mehr in die EU exportieren darf. Mit dieser Elektrizität werden in russischen Grenzregionen große, energieintensive"Bitcoin-Farmen"betrieben, beispielsweise in Georgien. Mit diesen Bitcoins und anderen Kryptowährungen wickelt Russland internationale Zahlungen ab und unterläuft auf diese Weise systematisch die EU-Sanktionen. Zu sehen in der ARD-Story des SWR"Kryptokrieg - wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft"ab 22. Juli 2026 in der ARD Mediathek und am 29. Juli, 22:50 Uhr im Ersten.
Russland ist inzwischen zum zweitgrößten Bitcoin-Produzenten der Welt aufgestiegen. Der Kreml umgeht die EU-Sanktionen und macht Gas, das nicht exportiert werden kann, ungebrochen zu Geld. Russland produziert daraus billigen Strom, um damit sehr profitabel Bitcoins zu"schürfen". Für die Herstellung von Bitcoins wird in Rechenzentren extrem viel Elektrizität benötigt. Das mit dem Strom generierte Kryptogeld bringt dem Kreml die nötigen Kriegsdevisen, von denen die EU Putin abschneiden wollte.
Seit Anfang 2025 wurdenüber das russische Kryptofinanzsystem"A7"und die Kryptowährung"A7A5"Transaktionen zum Beispiel mit China, Saudi-Arabien und dem Iran im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Das entspricht geschätzt 60 Prozent des russischen Außenhandels. Nach Recherchen der ARD-Story umgeht Russland mit diesem parallelen Finanzsystem die europäischen Sanktionen weitgehend.
Über das Kryptonetzwerk werden den Recherchen zufolge nicht nur Zahlungen für den russischen Öl- und Gashandel abgewickelt. Die Auswertung der Blockchain-Daten zeigt auch Transaktionen für Dual-Use-Güter wie Mikrochips, Sicherheitssoftware, Sensoren und Präzisionsgeräte sowie millionenschwere Überweisungen für Drohnentechnik. Nach den Recherchen nutzt Russland das System damit auch zur Finanzierung seiner Rüstungsbeschaffung. Russland schafft so ein eigenes Kryptofinanzsystem für die hybride Kriegsführung. Nach den Recherchen finanziert es damit unter anderem auch groß angelegte Desinformationskampagnen, Wahlbeeinflussung in Nachbarstaaten wie Moldau sowie sogenannte Wegwerf-Agenten.
Der Film dokumentiert, wie eine Investigativ-Journalistin aus Moldau in die Rolle einer solchen Agentin schlüpft und nachvollzieht, wie Wahlmanipulationen über Kryptowährungen bezahlt werden. Die Spur des Kryptogeldes führt dabei bis in die vom Kreml organisierte Börse Token Spot. Die Doku zeigt auch, wie leicht sich Kryptowährungen beschaffen und transferieren lassen: Ein Wegwerf-Agentkann in der EU innerhalb weniger Minuten anonym und unkompliziert Zahlungen auf ein digitales Wallet auf seinem Handy erhalten, auch in Form von sanktionierten Kryptowährungen.
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ARD-Story:"Kryptokrieg - wie Putin uns mit Bitcoins bekämpft", ab 22. Juli 2026 in der ARD Mediathekund am 29. Juli, 22:50 Uhr im Ersten.
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Datum: 22.07.2026 - 09:00 Uhr
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